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wer ist rechtlich besitzer vom pferd


09.12.2012 01:25 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht



hallo ich weis nicht mehr weiter, hab eine damalige freundin bei ihren traum vom pferd geholfen und ihr ein darlehen zum kauf eines pferdes gegeben, nun verlangt sie das pferd oder den namen des potenziellen käufers obwohl sie das darlehen bis heute noch nicht zurückbezahlt hat wie ausgemacht sollte dies bsi 31.07.2012 passieren. ich bin in besitz der eigentumsurkunde als pfand gab sie mir diese was ich auch schriftlich habe. nu wollte ich das pferd verkaufen möchte da die freundin sich seid 1 jahr weder stallmiete zahlt noch beim pferd war und sich kümmert alle kosten liegen bei mir. bitte um hilfe wie und was kann darf ich machen da sie jetzt forderung am pferd versucht geltend zu machen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bitte beachten Sie dabei, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage anhand des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes zu geben. Eine persönliche Beratung und Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Das Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer vollständig anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Insbesondere in Ihrem Fall fehlen für eine angemessene Beurteilung leider wesentliche Angaben zum Sachverhalt und auch der Darlehensvertrag sowie die Eigentumsurkunde (-wer ist dort eingetragen?-) müssten unbedingt inhaltlich geprüft werden.
Wo ist denn das Pferd untergebracht, was war dazu vereinbart? Wurden bereits Teilzahlungen auf das Darlehen gezahlt? Wer hat das Pferd gekauft? Wer steht im Kaufvertrag? Wurde zwischen Ihnen und Ihrer Freundin etwas zum Eigentum an dem Pferd geregelt? Was heißt als Pfand? Was wurde dazu genau vereinbart? Hat sie sich im Darlehensvertrag der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen? Dies muss mindestens geklärt sein.

Wenn Ihre Freundin Eigentümerin wäre, könnte Sie die Herausgabe des Pferdes verlangen. Einen Anspruch auf Nennung des potenziellen Käufers hätte sie nicht.
Sie hätten dann, als rechtmäßige Besitzerin , also diejenige die, die tatsächliche Sachherrschaft über das Pferd ausübt, ein Zug um Zug Zurückbehaltungsrecht für die Verwendungen (Unterbringungs- und Verpflegungskosten) gegenüber dem Herausgabeanspruch Ihrer Freundin bezüglich des Pferdes (Verwendungsersatzanspruch). Rechtmäßig meint dabei in etwa „im Einverständnis mit der Eigentümerin bzw. durch Sie Besitz erlangt ".

Dass heißt, Sie müssten das Pferd nur gegen Zahlung dieser Kosten herausgeben.

Bezüglich der Darlehensrückforderung besteht aus dem Besitzrecht kein Anspruch. Im Falle einer Sicherungsübereignung des Pferdes an Sie, könnten Sie das Pferd im Sicherungsfall veräußern, um Ihr Geld zurückzuerhalten. Für eine Sicherungsübereignung bestehen aber keine Anhaltspunkte.
Sie könnten allerdings die Darlehensforderung im Klagewege geltend machen; eventuell sogar im kostengünstigeren Mahnverfahren, wenn von Ihrer Freundin keine Einreden zu erwarten sind. Da die Rückzahlung schon überfällig ist, könnten auch die Verzugsvoraussetzungen vorliegen, die für Sie auch eine Erstattung von Schadensersatz möglich machen würden.

Für eine genaue Prüfung der Rechtslage werden aber leider mehr Angaben benötigt.

Sie sollten die ausgeführten wesentlichen Tatsachen nebst Unterlagen zusammentragen und anhand dieser, die Eigentumslage prüfen lassen. Danach kann abgeschätzt werden, welche Ansprüche Ihnen im Detail zustehen. Ich rate Ihnen, sich im Rahmen einer Direktanfrage über dieses Portal oder direkt an eine/n Kollegin/en zu wenden, dann können die Einzelheiten, mit Rückfragemöglichkeit, ausgetauscht werden.
Gerne können Sie sich natürlich auch an mich wenden.

Leider kann ich Ihnen jetzt keinen umfassenderen Rat erteilen, allerdings könnten Sie sich zumindest in jedem Fall bereits auf Ihr Zug um Zug Zurückbehaltungsrecht berufen, wenn Sie rechtmäßige Besitzern sind, wovon ich ausgehe. Damit könnten Sie zumindest Zeit bis zur Klärung der Rechtslage gewinnen, verkaufen sollten Sie daher sicherheitshalber vorher auch nicht.


Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort einen ersten rechtlichen Überblick über die Rechtslage verschafft und weitergeholfen zu haben. Bei Verständnisfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Nözel
Rechtsanwältin


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