Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.375
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

veruntreuung von geldern durch einen Treuhändler


| 21.09.2017 11:22 |
Preis: 48,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Wenn jemand Gelder entgegen einer vertraglichen Treuhandvereinbarung nicht für den Treugeber verwaltet, sondern beiseite schafft, liegt in der Regel eine Veruntreuung vor. Hiergegen kann bei der Polizei oder durch einen Anwalt Strafanzeige erstattet sowie zivilrechtlich vorgegangen werden.


ein von mir beauftragter Treuhändeler hat ohne mein wissen mein Geld, unter wahrscheinlich seinem Namen ,international angelegt und ist seit 2016 spurlos verschwunden .Nachdem ich die von ihm übersandten kontoauszüge überprüft habe, mußte ich feststellen, daß es die Bank und die anggebene Adresse nicht gibt! Was muß ich tun? welcher Straftatbestand liegt hier vor?
21.09.2017 | 11:50

Antwort

von


487 Bewertungen
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Tel: 0172 9077547
Web: www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

es dürfte sich um eine Untreue gemäß § 266 StGB handeln. Ggf. liegt zusätzlich auch noch ein Betrug vor. Sie können hier zur nächsten Polizeidienststelle gehen und eine Anzeige erstatten. Alternativ können Sie auch eine Kollegen beauftragen, eine Strafanzeige für Sie zu fertigen.

Sie können natürlich auch versuchen, zivilrechtlich gegen den Treuhänder vorgehen. Voraussetzung für die Zustellung einer Klage ist aber in der Regel, dass Sie den Wohnsitz kennen. Hier könnten Sie unter Verwendung der letzten Meldeadresse eine Einwohnermeldeamtsanfrage stellen. Eine öffentliche Zustellung wäre möglich, wenn der Treuhänder beim Einwohnermeldeamt als "unbekannt verzogen" o.ä. gilt und Sie auch durch Nachfrage bei Ihnen bekannten Kontakten des Herrn seinen aktuellen Aufenthalt nicht ermitteln können. Eine Zwangsvollstreckung eines solches Urteils in Deutschland setzt natürlich voraus, dass er hier noch Vermögenswerte wie z.B. ein Bankkonto hat. Wenn er sich komplett im Ausland befindet, muss differenziert werden. In der EU ist eine Vollstreckung eines deutschen Titels aufgrund von EG-Vorschriften möglich. Bei anderen Staaten muss geschaut werden, ob eine völkerrechtliche Regelung besteht. Es gibt aber auch Länder, in denen kann man deutsche Urteile nicht durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2017 | 17:22

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ist folgendes für mich ein Problem? In der Rendite-Vereinbarung vom1.2.16 ,mit dem "verschwundenen "Herren , die am 31.1.17 endete steht unter anderem der Satz:"Der ausbezahlte Betrag unterliegt keinerlei Garantie dies gilt auch für eventuelle Verluste zum Zeitpunkt der Auszahlung".
Die im laufenden Jahr 2016 übersandten Konto -
auszüge sind anscheinend gefälscht, die Bankadresse existiert nicht,aber die polizeiliche Meldeadresse des "Vereinbarungspartners" im Ausland habe ich!
Was muß ich jetzt machen?
Vielen Dank im Voraus

PS meine e-mail Adresse sollte in jedem Falle anonym bleiben !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2017 | 15:31

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Im Hinblick auf die von Ihnen zitierte Klausel kommt es darauf an, wie diese auszulegen ist. Sie dürfte wohl so zu verstehen sein, dass es bei der Anlage von Geld stets das Risiko gibt, dass es Verluste gibt. Ein gewisses Risiko besteht, da es sich um eine inviduelle Erklärung handelt.

Es verbleibt bei meiner Empfehlung einer Strafnzeige. Wenn sich der Treuhänder nur noch im Ausland aufhält, müssten Sie ihn aus zivilrechtlicher Sicht in seinem Aufenthaltsstaat verklagen und sich an einen dortigen Anwalt wenden. Eine Ausnahme wäre nur dann denkbar, wenn in dem Vertrag ein deutscher Gerichtsstand vereinbart ist.

Zu Ihrem Hinweis auf Ihre E-Mail-Adresse teile ich mit, dass dieses aufgrund der Einstellung der Plattform üblicherweise nicht veröffentlich wird. Auf diese habe ich allerdings keinen Einfluss, da ich nur Kunde bin wie Sie auch. Wie Sie sehen, habe ich Ihre E-Mail-Adresse und auch Ihren Namen im Rahmen der öffentlichen Antwort nicht genannt. um die Vertraulichkeit zu wahren. Sie haben übrigens auch die Möglichkeit, auf dieser Seite eine vertrauliche Beratung zu buchen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 25.09.2017 | 09:16


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Anwältin hat ausführlich,verständlich,schnell und freundlich meine Fragen beantwortet.Ich würde sie jedem weiter empfehlen!"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.09.2017
5/5.0

Die Anwältin hat ausführlich,verständlich,schnell und freundlich meine Fragen beantwortet.Ich würde sie jedem weiter empfehlen!


ANTWORT VON

487 Bewertungen

Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Tel: 0172 9077547
Web: www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht