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unfallversicherung


| 29.12.2012 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Ich hatte am 30.01.2011 einen privaten Unfall.Sturz auf die linke Schulter.In der Nacht bekam ich einen Kreislaufkollaps und stürzte die Wohnhaustreppe hinunter.Daraufhin wurde ich in die Klinik eingeliefert.Es wurde ein Bruch der Linken Schulter,(Humerusfraktur),
diaknostiziert Es wurde nur die Schulter geröntgt.Ich wurde daraufhin behandelt und der Unfall wurde der Versicherung gemeldet.Im August 2012 wurde nach starken Schmerzen im LWS-Bereich der Bruch
des 4.Lendenwirbels festgestellt.Die Ärzte stellten fest,das es ein älterer Bruch ist.
Das ist im zusammenhang mit dem Treppensturz am 30.01.2011 passiert.
Dies habe ich der Versicherung auch gemeldet.Nun besteht die Versicherung auf ihre 15
Monate Meldefrist.Die Leistung wegen der Schulter habe ich erhalten.
Was nun? Es ist doch nicht meine Schuld wenn der Bruch erst jetzt diaknostiziert wurde.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung gern beantworte:

In den Versicherungsbedingungen ist in aller Regel eine Meldefrist für Unfälle, die einen Leistungsanspruch begründen, vorgesehen. Nur wenn die Unfälle und deren Folgen rechtzeitig mitgeteilt und innerhalb dieser Frist die Leistungspflicht der Versicherung festgestellt wird, werden die Leistungen auch an den Versicherten ausgezahlt. Die Meldefrist für den Unfall beträgt üblicherweise 12 Monate; die Leistungspflicht der Versicherung muss innerhalb von 15 Monaten festgestellt worden sein. Beide Fristen beginnen mit dem Zeitpunkt des Unfallgeschehens.

Sie haben zwar den Unfall als solchen unstreitig rechtzeitig mitgeteilt. Die Unfallmeldung bezog sich aber nur auf die Schulter, nicht auf die Wirbelverletzung.

Vor diesem Hintergrund ist die Meldung der Wirbelverletzung im August 2012 tatsächlich nicht mehr innerhalb der Frist erfolgt und auch eine mögliche Einstandspflicht der Versicherung wurde nicht fristgerecht festgestellt. Dies ist der klassische Fall, der Leistungsablehnung durch die Versicherung. Rein nach dem Zeitablauf scheint die Ablehnung auch erst einmal begründet.

Zu klären wäre jetzt, ob evtl. ein Ausnahmefall vorliegt und man vielleicht damit argumentieren könnte, dass Sie die ursprüngliche Meldung unverzüglich nach Bekanntwerden der weiteren Verletzung ergänzt haben, nachdem die Diagnose gestellt war. Sie müssten dann aber mindestens darlegen können, dass Sie sich wegen der Wirbelverletzung schon innerhalb der 12 Monatsfrist seit dem Unfall in ärztlicher Behandlung befanden und die Diagnostik bereits begonnen hatte. Traten die Schmerzen erst im August auf und begaben Sie sich erst dann in Behandlung, wird man auch auf diese ohnehin schon schwache Argumentation gar nicht mehr bauen können.

Ferner müsste geklärt werden, warum die Verletzung nicht früher erkannt wurde. Ein Wirbelbruch verursacht üblicherweise starke Schmerzen, so dass u. U. auch im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Unfall evtl. schon die Verletzung hätte erkannt werden können. Evtl. waren ja in der ersten Mitteilung an die Versicherung oder im ersten Arztbericht schon Hinweise auf mögliche weitere Verletzungen enthalten, auf die man sich nun berufen könnte. Darüber hinaus müsste natürlich auch mit hinreichender Sicherheit feststehen, dass die Wirbelverletzung tatsächlich auf den Unfall im Januar 2011 zurückzuführen ist und andere Ursachen ausscheiden.

Ohne Einsicht in die Versicherungsakte und die Krankenunterlagen, aus denen sich auch die konkreten zeitlichen Zusammenhänge ergeben, lässt sich nicht seriös beantworten, ob es noch Aussichten gibt, doch noch die Leistungen der Versicherung zu erhalten. Dem ersten Anschein nach, scheint die Auffassung der Versicherung rein von den zeitlichen Abfolgen nicht völlig abwegig.

Ich kann Ihnen deshalb nur dringend anraten, die Sache von einem Kollegen oder einer Kollegin vor Ort noch einmal tiefergehend prüfen zu lassen. Sofern sich herausstellen sollte, dass doch noch ein Leistungsanspruch gegen die Versicherung begründet werden kann, ist es zudem oftmals hilfreicher und zielführender, wenn ein Anwalt mit der Versicherung quasi auf Augenhöhe argumentiert.

Auch wenn ich Ihnen im Rahmen der Ersteinschätzung keine großen Hoffnungen machen kann, doch noch Leistungen zu erhalten, hoffe ich dennoch, Ihnen eine erste Orientierungshilfe verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin



Bewertung des Fragestellers 29.12.2012 | 18:44


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