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unberechtigte Forderung vom Betreiber einer Model-Seite


| 26.11.2008 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Per Mail wurde unserer Tochter heute eine Zahlungserinnerung in Höhe von 95,88 € von einer Online-Modelagentur zugestellt. Da sich unsere Tochter zu keiner Zeit bei der betreffenden oder einer anderen Agentur angemeldet hat, haben wir sofort Widerspruch eingelegt und die Sache als eine der bekannten Internet-Abzockereien abgetan.
Postwendend erhielten wir allerdings eine Antwort der Agentur, die uns darüber informierte, dass am 08.10.2005 eine Anmeldung unter dem Namen und der Anschrift unserer Tochter erfolgte.
Weiter:
„Den Rechnungsbetrag von 95,88 EURO müssen sie für den Zeitraum vom 11.10.2008 bis zum 11.10.2009 somit bezahlen! Unsere Internetseite ist vor dem Start von unserer Rechtsanwältin geprüft und die AGB`s von ihr verfasst worden, damit wir Rechtlich abgesichert sind!
So wie es das Gesetz bei Rechtsgeschäften im Internet vorschreibt.
Wir haben dieses Jahr erstmalig Rechnungen an die Models gestellt, weil wir allen Anmeldungen bis 31.12.2006 einen kostenlosen Service bis 31.12.2007 auf der Startseite versprochen hatten. Jedoch ist die Gebühr bei der Anmeldung genannt worden und ist unter dem Button Preis - Model hinterlegt,sowie bei der Registrierung mussten die AGB`s als gelesen und verstanden
bestätigt werden! „

Unter den auf der Internetseite aufgeführten Models sind tatsächlich einige Schnappschüsse unserer Tochter zu finden, die aber nicht von ihr eingestellt wurden.

Wie verhalten wir uns jetzt richtig ?
Zunächst sind wir bzw. unsere Tochter nicht bereit, den jetzt angemahnten Betrag zu zahlen, da keine Anmeldung erfolgte. Darüber hinaus war unsere Tochter zum damaligen Zeitpunkt der angeblichen Anmeldung minderjährig, hätte wohl demzufolge auch gar keinen Vertrag abschliessen können. Was raten Sie uns ?


26.11.2008 | 21:15

Antwort

von


207 Bewertungen
Am Kabutzenhof 22
18055 Rostock
Tel: 0381 25296970
Web: www.mv-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Da nach Ihren Angaben von Ihrer Tochter aus keine Willenserklärung bzgl. des Abschlusses eines derartigen Vertrages abgegeben wurde, ist ein „Model-Vertrag“ nicht zustande gekommen.
Die Betreiber der Model-Seite sind jedoch im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung verpflichtet, den Vertragsschluss darzulegen und zu beweisen. Zu einem Nachweis des Vertragsschlusses wird es nicht ausreichen, dass die Betreiber den Namen und die Anschrift Ihrer Tochter kennen. Wie genau der Vertragsschluss auf der hier in Rede stehenden „Model-Seite“ zustande kommt kann hier nicht abschließend beurteilt werden.
Jedenfalls haben Sie nichts weiter zu tun, als abzuwarten.
Es könnten einige Briefe der Betreiber weniger bei Ihnen ankommen, wenn Sie bereits jetzt ausdrücklich darauf hinweisen, dass Ihrer Tochter keine entsprechende Willenserklärung abgegeben hat und das Sie auf keinen Fall irgendwelche Zahlungen leisten werden und dass die Model-Seiten-Betreiber sodann doch lieber sofort den Gerichtsweg beschreiten sollten.

Sobald ein Mahnbescheid bei Ihnen eingeht müssen Sie gegen diesen Widerspruch einlegen.


Das Berufen auf die Minderjährigkeit Ihrer Tochter zum Zeitpunkt des angeblichen Vertragsschlusses hätte zur Folge, dass Sie als Aufsichtspflichtige für die durch den angeblichen Vertragsschluss Ihrer Tochter dann eingetretenen Schäden (eben der Vertragsschluss mit den daraus resultierenden Aufwendungen) aufkommen müssten. Dies stellt somit keine Abwehralternative dar.

Ihnen bleibt also keine andere Möglichkeit, als abzuwarten wie die Model-Seiten-Betreiber reagieren. Zwar gibt das Zivilrecht auch die Möglichkeit sich gegen offensichtlich unberechtigte Forderungen mithilfe eines Rechtsbeistandes zu wehren, für dessen Kosten dann auch die Gegenseite aufkommen muss. Da in Ihrem Fall jedoch auch Fotos von Ihrer Tochter bei dem Betreiber vorhanden sind, kann nicht von einer „offensichtlich“ unberechtigten Forderung ausgegangen werden.


Ihr Vorteil liegt eben darin, dass stets derjenige, der Ansprüche geltend macht, diese auch darlegen und beweisen muss und von Ihnen in der Situation nichts verlangt wird.
Jedoch stellen die ins Haus "flatternden" Mahnungen eine gewisse Belastung dar, die sich leider nicht vermeiden lässt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen



Mathias Drewelow
Rechtsanwalt



Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock

fon : 0381-25296970
fax : 0381-25296971
mail: drewelow@mv-recht.de
web: www.mv-recht.de




Rechtsanwalt Mathias Drewelow
Fachanwalt für Medizinrecht

Bewertung des Fragestellers 27.11.2008 | 09:51


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