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tagsüber polternder Nachbar - muss man das hinnehmen?


18.11.2004 18:39 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe folgendes Problem: Mein Nachbar in dem Apartment über mir macht tagsüber regelmäßig Krach. Man hört ein häufig auftretendes Klimpern und Poltern an der Decke meiner Wohnung. Es klopft oder hämmert zwei, drei mal, dann ist zwei Minuten lang Pause, und es geht dann immer so weiter. Ab ca. 23 Uhr ist endlich nichts mehr zu hören (bis 7 Uhr am nächsten Morgen).

Es ist zugegebenermaßen nicht immer sehr laut. Als störend empfinde ich es im wesentlichen nur aufgrund der Dauer: Wenn ich gegen 18 Uhr von der Arbeit nach Hause komme, klimpert und klopft es mit den erwähnten kurzen Pausen den ganzen Abend lang. Samstags und sonntags geht es gegen 10 Uhr morgens los, und dann höre ich den ganzen Tag immer etwas, wenn ich zu Hause bin.

Als ich den Nachbarn selbst darauf ansprach, meinte er, er würde nichts besonderes in seiner Wohnung tun; der Krach ging seitdem allerdings trotzdem unvermindert weiter. Ich habe wirklich keine Ahnung, was der Knabe da oben treibt – zumal in der Wohnung Teppich verlegt ist, der den Krach ja eigentlich abfedern müsste. An den Wochenenden scheint er nie seine Wohnung zu verlassen!

Ich unterstelle mal, dass der Nachbar diesen Krach nicht macht, um mich zu ärgern, sondern weil er vielleicht irgendwelche handwerklichen Tätigkeiten in seiner Wohnung ausübt oder Sport treibt.

Meine Fragen: Sofern die Ruhezeiten eingehalten werden, muss ich dann damit leben (bzw. mir eine andere Wohnung suchen), oder kann ich dem Vermieter trotzdem mit Mietminderung drohen? Oder kann der Nachbar (z.B. durch Anzeige oder Klage) sogar dazu verpflichtet werden, diesen Lärm zu unterlassen? Wie sieht es aus, wenn die Ruhezeiten überschritten werden, was nämlich manchmal auch der Fall ist? Müsste ich diese Klopfgeräusche unter Umständen auch zu den Ruhezeiten hinnehmen, da man sie möglicherweise als normale Wohngeräusche auslegen könnte?

Vielen Dank.
Alex.




18.11.2004 | 19:12

Antwort

von


162 Bewertungen

Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Str. 147 -151
50667 Köln
www.anwalt-wille.de


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Lärm kann ein Mietmangel sein, der den Mieter berechtigt, die Miete zu mindern. Dies ist vom Grundsatz her richtig.

Es gilt aber zu bedenken, daß nicht jeder Lärm zu einer Minderung führen kann. In einem gewissen Rahmen müssen Sie sich der Mieter damit abfinden, insbesondere zwischen 7- 22 Uhr wird von Ihnen ein Toleranz erwartet. Solte es sich um vereinzelte

Der Einsatz von Bohrmaschinen oder Hammer ist heute allgemein üblich und muß hingenommen werden, wenn die allgemeinen Ruhezeiten eingehalten werden.

Allgemein gilt: Im Interesse einer guten Hausgemeinschaft sollte man frühzeitig die verantwortliche Person selbst darauf hinweisen, daß man sich gestört fühlt und nicht sofort zum Vermieter laufen. Ich rate Ihnen aber ab jetzt ein Lärmprotokoll zu führen.

Sollte dies nicht funktionieren so können Sie sich an den Vermieter wenden oder selbst schriftlich an den Mieter schreiben und zur Abhilfe auffordern.

Schreiben Sie nur den Vermieter an, so sollten Sie diesen Auffordern (unter Fristsetzung ) auf den Mieter einzuwirken, um den Lärm abzustellen. Erst wenn der Vermieter nichts tut, können Sie die Miete kürzen. Zeigen Sie dem Vermieter den Lärm nicht an und fordern Sie ihn auch nicht zur Abhilfe auf, so werden Sie auch keine Minderung vornehmen können.
Sollte der Vermieter beharrlich sich weigern, so können Sie ihn auch verklagen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Telefon: 0221/ 272 4745
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

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