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staatliche Anerkennung Sozialpädagogin


| 24.11.2014 23:30 |
Preis: ***,00 € |

Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Ich bin 43 Jahre alt, staatlich anerkannte Erzieherin und habe im Jahr 2007 mein Bachelor-Studium mit dem Bachelor of Arts Sozial- und Organisationspädagogik abgeschlossen. Seit August 2013 arbeite ich nun in Vollzeit auf 2 Jahre befristet als Sozialpädagogin bei einem Bildungsträger in Niedersachsen. Diese mindestens einjährige Berufstätigkeit möchte ich mir gerne auf das Berufspraktikum zur Staatlich anerkannten Sozialpädagogin anrechnen lassen. An der Universität Hildesheim sind aktuell 6 Monate Berufspraktikum vorgeschrieben.

Die Uni sagt:
Für die Erlangung der Staatlichen Anerkennung ist die Ableistung eines mindestens 6-monatigen Berufspraktikums verpflichtend; eine Anrechnung von Berufspraxis ist in dieser Zeitspanne (6 Monate) nicht möglich. Das würde bedeuten, egal, ob ich Berufsanfängerin oder Berufsqualifizierte bin, ich muss ein Berufspraktikum von mindestens 6 Monaten ableisten! Eine Anrechnung ist in meinem Fall überhaupt nicht möglich, obwohl der § 4 Abs. 4 SozHeilVO eine Anrechnung in Aussicht stellt...

Was können Sie mir empfehlen, damit ich möglichst ohne erneutes Praktikum zu meiner staatlichen Anerkennung als Sozialpädagogin komme? Ist die Auslegung des § 4 Abs. 4 SozHeilVO seitens der Uni vielleicht sogar in Frage zu stellen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zum besseren Verständnis zitiere ich zunächst die von Ihnen genannte Gesetzesnorm:

"(4) 1 Eine gleichwertige hauptberufliche Tätigkeit kann bis zu einem halben Jahr auf die Dauer der berufspraktischen Tätigkeit angerechnet werden; die berufspraktische Tätigkeit muss mindestens sechs Monate dauern.
2 Eine gleichwertige Tätigkeit liegt vor, wenn die Praktikantin oder der Praktikant die Tätigkeit aufgrund eines Abschlusses auf dem Gebiet der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik, der Heilpädagogik, der Pädagogik oder der Sozialwissenschaften oder aufgrund der Angestelltenprüfung I (Bek. des Ministeriums für Inneres und Sport vom 14. Juni 1999, Nds. MBl. S. 357) ausgeübt hat.
3 Eine gleichwertige Tätigkeit ist auch die Tätigkeit als Erzieherin, Erzieher, Heilpädagogin oder Heilpädagoge."

Ihr Fall liegt jedoch nach meiner ersten Einschätzung in der Tat (leider) etwas anders:

Für die Erlangung der Staatlichen Anerkennung ist die Ableistung eines mindestens 6-monatigen Berufspraktikums verpflichtend; eine Anrechnung von Berufspraxis ist in dieser Zeitspanne (6 Monate) nicht möglich.

So schreibt es ja die Universität, was dem Sinn und Zweck der Vorschrift entspricht - es geht allein um das Berufspraktikum und die Anrechnung "darauf" nach Abs. 3 u. 4:

Die berufspraktische Tätigkeit dauert [mindestens] zwischen sechs und zwölf Monaten; die Hochschule legt die Dauer fest.

Eine gleichwertige hauptberufliche Tätigkeit kann bis zu einem halben Jahr AUF die Dauer der berufspraktischen Tätigkeit angerechnet werden; die berufspraktische Tätigkeit MUSS (aber) mindestens sechs Monate dauern.

Das geht dann praktisch nur bei 6 plus 6 Monate und damit insgesamt 12 Monate berufsspezifischer Tätigkeit

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2014 | 00:24

Also nur, wenn die Uni ein Berufspraktikum (berufspraktische Tätigkeit) von 12 Monaten vorschreiben würde, könnten 6 Monate hauptberufliche gleichwertige Tätigkeit angerechnet werden und ich müsste im Endeffekt noch 6 Monate Berufspraktikum ableisten.
Bei der Variante mit den 6 Monaten Berufspraktikum geht das allerdings nicht, weil 6 Monate Berufspraktikum von mir in jedem Fall abzuleisten wären. Habe ich Sie da richtig verstanden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2014 | 10:02

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Ja, genau so verstehe ich diese Regelung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.11.2014 | 00:25


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