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seelische Grausamkeit und grober undank?


17.06.2017 23:10 |
Preis: 50,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Seit fast 25 Jahren war ich mit meinem Partner zusammen,ich lernte ihn schon mit seiner Behinderung kennen,mittlerweile ist er im Rollstuhl und braucht 24Stunden Unterstützung.Wir lebten immer in getrennten Whg,haben aber als Zeichen unserer Zusammengehörigkeit kirchlich in Österreich geheiratet..es war eine WochenendBeziehung.
Seit2014 hat er nun eine vom Bezirk finanzierte 24Stunden Betreuung,nennt sich persönliche Assistenz.
Damit wir auch weiterhin unsere Zeit am WE allein verbringen konnten,hab ich auf sein Drängen im Nebenjob in der Fa angefangen als Assistentin. Obwohl ich das so nie wollte,hab ich mich bequatschen lassen..
im letzten Jahr hat er mich dann Schluss gemacht,nach 23 Jahren mit den Worten:
"Ich hab jetzt die Assistentinnen(eine davon hat sich schon an ihn rangezeckt und ich war eifersüchtigMIT GRUND),ich kann jetzt endlich ALLES machen,was ich mit dir nicht konnte,endlich bin ich frei und unabhängig und will nun mein Leben genießen ohne dich.
Er hat jeglichen Kontakt abgebrochen,hat das Schloss seiner Whg auswechseln lassen und mir das Betreten verboten,obwohl ich auch noch etwas dort habe,das großen ideellen Wert für mich hat.
ich hab mich wegen ihm und dem Verdienst durch Nebenjob freiwillig krankenversichern müssen und Steuern nach UND vorauszahlen müssen,war >20 Jahre immer für ihn da,hab auf Vieles verzichtet..und dann sowas.
ich hab Depressionen,war schon im Krankenhaus wegen Suizidgefahr,er hat mich seelisch,daraus resultierend körperlich und auch finanziell an den Abgrund gebracht und fast in den Tod getrieben,er wusste,wie es mir ging,hat es aber billigend in Kauf genommen...
Er genießt sein Leben und meines ist kaputt.
Besteht nun die Möglichkeit,eine Klage anzustreben...?
Ist das seelische Grausamkeit und grober Undank....gibt es Hoffnung,damit zumindest ein klein wenig Gerechtigkeit zu erhalten..?
es kann ja nicht sein dass er ein Leben zerstört und damit einfach so ohne Konsequenzen durchkommt.
Ich hoffe von Ihnen zu hören
Mit freundlichen Grüßen




17.06.2017 | 23:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Erst einmal möchte ich mein Bedauern für das rücksichtslose, eigensüchtige und hinterhältige Verhalten ihres ehemaligen Partners ausdrücken. Juristisch sieht es jedoch leider ungünstig aus. Es kämen allenfalls Ansprüche aus unerlaubter Handlung gem. § 823 BGB ff. in Betracht. Hier wäre es sehr problematisch zunächst einmal einen Schaden festzustellen. Hierfür wären langwierige und für sie wahrscheinlich leidvolle Gutachten notwendig. Zudem stellt sich das Problem der objektiven Zurechnung des Erfolgs. Auch eine kausale Handlung wäre schwierig zu beweisen. Auch der Anspruch für einen Schockschaden (z.B. der Verlust eines nahen Angehörigen) hat in Deutschland hohe Hürden. Im anglo-amerikanischen Raum bestehen in solchen Fällen sehr viel bessere Möglichkeiten Ansprüche durchzusetzen.

Eine Möglichkeit wäre allerding eine Strafanzeige wegen Körperverletzung gem. § 223 StGB und/oder Nötigung gem. § 240 StGB zu stellen. Hier müssten sie allerdings auch klar darlegen durch welche Handlung ihnen welche Schmerzen oder Übel zugefügt wurden. Sie könnten ihrem Ex-Partner ein paar Unannehmlichkeiten bereiten.

Positiv ist, dass sie definitiv einen Herausgabeanspruch bzgl. ihrer Sachen in der Wohnung haben gem. § 985 BGB. Wenn sie Eigentümerin sind, ihr Partner Besitzer ohne Besitzrecht, können sie die Sachen jederzeit (notfalls auch gerichtlich) herausverlangen.

Ich bedaure ihnen nicht bessere Nachrichten geben zu können. Ich wünsche ihnen trotzdem eine schnelle und erfolgreiche Genesung.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


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