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qualifizierter Maklervertrag/Alleinauftrag - Privatverkauf


| 07.08.2017 07:14 |
Preis: 50,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir möchten unser Haus verkaufen und haben mit einem Makler einen Alleinauftrag abgeschlossen. Der Vertag enthält die besondere Vereinbarung: "kein Privatverkauf-Interessenten werden an den Makler verwiesen". Der Vertrag ist auf 6 Monate befristet. Für den Verkäufer fällt keine Provision an. Der Makler ist berechtigt auch für den Käufer entgeltlich als Nachweismakler tätig zu werden.
Bisher wurde vom Makler kein Interessent vermittelt. Nun ist der Sohn einer einer Freundin (weiß von unserer Verkaufsabsicht) an unserer Immobilie interessiert, der bisher keinerlei Kontakt mit dem Makler hatte und auch keine Maklerprovision zahlen möchte (da für ihn keine Leistung des Maklers vorliegt).
Besteht gegen gegen den Käufer oder Verkäufer bei Privatverkauf ohne Einschaltung des Maklers ein Provisions- oder Schadensersatzanspruch?
Wie sieht es mit dem Provisionsanspruch aus, wenn ich vor Privatverkauf dem Makler informiere, dass es einen Käufer gibt, der aber nicht mit ihm kontraktieren möchte?
Besteht ein Provisions- oder Schadensersatzanspruch, wenn ich mit diesem Interessenten erst nach Ablauf des Maklervertrages das Immobiliengeschäft tätige?
07.08.2017 | 08:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,



da der Käufer mit dem Makler keine Vereinbarung getroffen hat, wird der Käufer auch keine Provision zahlen müssen.



Eine Provisionszahlung durch Sie wäre - vorbehaltlich der Prüfung des gesamten Vertrages - nur dann zu leisten, wenn das Verhalten des Maklers für den Verkauf ursächlich gewesen ist. Das wird man nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung ausschließen, wenn der potentielle Käufer schon vorab Kenntnis von Ihrer Verkaufsabsicht hatte und der Makler auch keinerlei Tätigkeit insoweit entfaltet hat.



Bleibt also nur der mögliche Schadenersatzanspruch, wenn Sie die potentiellen Käufer an den Makler verwiesen haben. Unabhängig davon, dass Sie dieses offenbar gemacht haben, dürfte diese Klausel (aber vorbehaltlich der gesamten Vertragsprüfung) unwirksam sein, da diese immer individuell ausgehandelt werden muss. Dazu reicht es nicht, dass Sie sich damit einverstanden erklärt haben, denn das ist kein individuelles Aushandeln, wobei die Grenze fließend ist.



Möglich ist aber, dass der Makler seinen Aufwendungsersatz (Anzeigekosten etc.) geltend machen kann, wenn dieses wirksam vereinbart worden ist.




Ich würde Ihnen raten, offen mit dem Makler zu sprechen; in der Regel wird es mittels einer geringen Pauschalgebühr dann zu Abschluss kommen. Gelingt so eine Verständigung nicht, sollten Sie dann den gesamten Maklervertrag prüfen lassen, da ggfs. sich dann daraus die Unwirksamkeit ergeben kann.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2017 | 08:56

zur Schadensersatzfrage:
Die Klausel kein- Privatverkauf- Interessenten werden an den Makler verwiesen- ist handschriftlich in ein leeres Feld "Besondere Vereinbarungen". eingesetzt worden (individuelle Vereinbarung?)

Fehlt nicht das Wort "nicht" in Ihrer Antwort ?: " Bleibt also nur der mögliche Schadensersatzanspruch, wenn Sie die potentiellen Verkäufer (nicht!) an den Makler verwiesen haben...

Auf die Auswirkungen eines Verkaufes des Hauses nach Ablauf des Maklervertrages sind Sie nicht eingegangen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2017 | 09:03

Sehr geehrter Ratsuchender,


so wird es nach Ihrer Darstellung keine individuelle Vereinbarung sein.

Richtig, da fehlt das "nicht", Sorry, aber gut, dass Sie es zutreffend aus dem Zusammenhang erkannt haben.

Nach Ablauf des Maklervertrages besteht auch kein Provisionsanspruch, wenn Sie das Haus dann an den Sohn einer Freundin verkaufen. Aber an diesem Provisionsanspruch fehlt es nach Ihrer Darstellung auch jetzt schon an der notwendigen Ursächlichkeit der Maklertätigkeit - daher bin ich nicht nochmals gesondert auf die Zeit nach Vertragsablauf eingegangen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg.

Bewertung des Fragestellers 07.08.2017 | 09:09


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