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premiere abo


17.11.2004 11:12 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Regine Filler



hallo

seit fühjahr dieses jahres habe ich einen premierevertrag
(sport und disvcovery) - gleich zu beginn wurde mir angeboten, doch ein kostenloses probeabo für premiere-komplett zu bestellen, das ich jederzeit, jedoch spätestens 2 wochen vor ablauf telefonisch wieder kündigen könne, was ich dann auch tat.

da ich einen zweiten decoder benötige, diesen aber nur in verbindung mit einem neuen probeabo erhalten konnte, bestellte ich einen decoder mit 3 monatsprobeabo bei einem premierehändler in ebay. es gab aufgrund einiger probleme mit der karte etliche telefonate, in deren verlauf ich mich noch einmal vergewisserte, bis wann ich den vertrag kündigen müsse..

mir wurde der 15. september als spätester zeitpunkt benannt, an dem ich das abo telefonisch kündigen könne. ich tat dies am 12. oder 13. september und fragte noch einmal deutlich nach, ob es denn nun auch mit dieser telefonsichen kündigung getan sei, worauf mir die auskunft gegeben wurde : ja wir haben ihre kündigung vermerkt!

jetzt bucht premiere 2 abos ( sport und komplett ) ab, auf mehrere schriftliche und telefonische anfragen wurde mir lapidar erklärt, es bedürfe einer schriftlichen kündigung und die auskünfte der mitarbeiter seinen eben falsch gewesen. tatsächlich wird in den unterlagen eine schriftform verlangt, aber ich frage mich, warum das telefonische prozedere beim 1. mal funktioniert hat und ob die mitarbeiter nicht angehalten werden, bewusst falsche auskünfte zu erteilen, um sich abos zu erschleichen!

ist dies eine arglistige täuschung - komme ich aus dem komplett- abo heraus ?

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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de



In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen Folgendes mit:
Tatsächlich sollten Sie hier die Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung erklären und hilfsweise den Rücktritt vom Vertrag und hilfsweise die Kündigung erklären. Dies sollten Sie vorab per Fax senden und dann das Original hinterher senden. Den Sendebericht unbedingt aufbewahren Zugleich sollten Sie die Einzugsermächtigung gegenüber premiere widerrufen. Die Abbuchung sollten Sie widerrufen und falls dies nicht mehr möglich ist.
Wichtig wäre, dass es jemanden gibt, der die Telefonate und Falschaussagen der Mitarbeiter bezeugen kann. Da Sie jedoch auch beim ersten Mal telefonisch gekündigt haben, sind Sie in einer guten Position. Zumal Sie die erste Kündigung auch nachweisen können bzw. diese unbestritten ist.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung
Mit freundlichen Grüßen
(Regine Filler)
Rechtsanwältin
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