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offener Fall den mein ehmaliger Anwalt nicht zu ende bearbeitet hat!


| 12.12.2010 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe im Jahre 2008 bei der Firma Vorwerker als Selbständiger Vertreter angefangen und war dort 7 Monate tätig.
Doch durch den psychischen Druck und den ständigen Anforderungen meines derzeitigen Gruppenleiter und Bezirksleiter habe ich einige Aufträge getürkt, jedoch nachher versucht zu wiederufen.
Es kam zur Trennung zwischen der Firma Vorwerk und mir einige Monate später wurde diese Sache vors Gericht geklärt.

Die Strafe die ich bekam wird bis dato von mir abgezahlt.
Mein Damaliger Rechtsanwalt versprach mir in einen späteren gespräch, sich um die noch offenen Fragen bezüglich auf den restlichen Rentenzuschuss laut meiner Abrechnung von Vorwerk sowie Material was ich in der Zeit bei Vorwerk eingekauft bzw. kaufen musste und eventueller Provision die durch 2 ungeklärten Aufträgen noch offen sind zu kümmern.
Nach mehrmaligen anrufen, Faxen, e Mails und Briefen was ohne Antworten blieb, weiß ich nun nicht mehr, was nun los ist.
Meines Erachtens steht noch ein Betrag von ca. 450,00€ + Restlichen Zuschuss ( ca. 120,00€ genauer Betrag steht auf Abrechnung) und eventueller Provision was nicht geklärt ist (ca. 270,00€, offen.
Da ich diesen Betrag unter anderen für die Bezahlung meiner Strafe brauche und ich derzeit ohne Arbeit bin, fehlt es mir selbst.

Bisher bekam ich auch nichts schriftliches, was unternommen wurde etc.
Meine sämtlichen Unterlagen, den Fall betreffend, liegen noch beim ,,ehemaligen´´ Rechtsanwalt.
Da ich bis dato nicht mal Weiß ob er diesen Fall weiter bearbeitet und ich auch so keine Antworten erhalte, suche ich nun einen anderen Anwalt der diesen Fall zu Ende führt.

Mit freundlichen Grüßen
12.12.2010 | 22:01

Antwort

von


243 Bewertungen
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: www.zimmlinghaus.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie müssen als zahlender Mandant keinesfalls hinnehmen, dass der Anwalt, den Sie mit der Wahrung Ihrer Interessen beauftragt haben, in der Angelegenheit nicht tätig wird.

Jeder Anwalt, der ein Mandat übernimmt, ist verpflichtet, die Angelegenheit zügig voranzutreiben und die notwendigen rechtlichen Schritte zeitnah einzuleiten. Dass Mandant und Anwalt eventuell unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Bedeutung der Worte "zeitnah" und "zügig" haben, kommt in der Praxis nicht selten vor. Der Mandant sollte hierbei natürlich auch bedenken, dass er im Regelfall nicht der einzige Mandant ist und dass je nach Größe der Kanzlei und Arbeitsaufkommen des Anwalts nicht realistisch erwartet werden kann, dass unmittelbar nach Unterzeichnen der Vollmacht die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet werden.

Wenn ein Anwalt nach Mandatsübernahme nicht tätig wird, haben Sie selbstverständlich das Recht, ihm das Mandat wieder zu entziehen. Natürlich dürfen Sie dazu dem Anwalt auch eine Frist setzen, in welcher er tätig geworden sein soll, wenn er das Mandat weiter übernehmen möchte. Die Frist sollte natürlich angemessen sein: Eine Fristsetzung eine Woche nach Mandatsübernahme wäre ebenso unangemessen wie die Forderung, innerhalb von 48 Stunden alle notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten. Realistisch erscheinen mir als Frist 10 Arbeitstage.

Wenn Sie einen anderen Anwalt mit der Wahrung Ihrer Interessen beauftragen, müssen Sie diesen selbstverständlich auch bezahlen. Was konkret der andere Anwalt Ihnen in Rechnung stellen kann, hängt davon ab, was dieser denn tatsächlich bisher gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass hier bestenfalls eine Erstberatungsgebühr geltend gemacht werden kann. Dies wäre dann der Fall, wenn der Anwalt mit Ihnen den Fall durchgesprochen und Sie auf Ihre rechtlichen Möglichkeiten, auf die Chancen und Risiken des weiteren Vorgehens hingewiesen hat. Offenbar ist der Berufskollege in den von Ihnen geschilderten Fällen aber bis dato weder außergerichtlich noch gerichtlich tätig geworden, so dass hierfür selbstverständlich auch keine Forderungen erhoben werden dürfen.

Wenn nun ein anderer Anwalt außergerichtlich und gerichtlich für Sie tätig wird und Sie einen eventuellen Prozess gewinnen sollten, können Sie dem Prozessgegner nur die Kosten für einen Anwalt in Rechnung stellen, nicht aber für beide. Anwaltskosten können Sie nur einmal geltend machen, auch wenn ein anderer Berufskollege sich kurz mit dem Fall befasst hat. Die Kosten für den ersten Anwalt könnten Sie also definitiv nicht auf den Prozessgegner abwälzen.

Es erscheint mir wirtschaftlich gesehen am sinnvollsten, dass Sie nochmals mit dem jetzigen Anwalt sprechen, nochmals auf die Dringlichkeit hinweisen und nochmals eine angemessene Frist setzen, in der er tätig werden muss. Sollte er auch diese Frist ergebnislos verstreichen lassen, haben Sie letztendlich nur die Möglichkeit, entweder weiter abzuwarten, was er tut oder ihm das Mandat zu entziehen und sich an einen anderen Berufskollegen zu wenden. Bedenken Sie aber dabei, dass ein anderer Anwalt zunächst einmal Akteneinsicht beantragen und sich intensiv in den Fall einarbeiten muss, gerade dann, wenn die rechtlichen Schritte sehr schnell eingeleitet werden müssen. Für diese Arbeit müssen Sie natürlich zunächst finanziell vollumfänglich aufkommen. Beachten Sie bitte auch, dass die meisten Anwälte nur gegen einen angemessenen Vorschuss tätig werden.

Ich rate Ihnen deswegen dringend, sich nicht vorschnell an einen anderen Anwalt zu wenden, sondern zunächst noch einmal das Gespräch mit dem bisherigen Anwalt zu suchen, in welchem Sie auch klarstellen sollten, dass Sie auch bereit wären, ihm das Mandat wieder zu entziehen, sofern er nun nicht innerhalb einer angemessenen Frist tätig wird.

Sollte hier keine Einigung möglich sein, können Sie sich gerne an meine Kanzlei werden, um den Sachverhalt weiter voranzutreiben. Die hier ausgelobten 20 Euro Einsatz für die anwaltliche Beratung würden Ihnen dabei angerechnet werden. Beachten Sie aber bitte, dass die weitere Bearbeitung des Sachverhalts und alle damit verbundenen außergerichtlichen und gerichtlichen Vertretungen nicht mit 20 Euro brutto abgegolten sein können.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2010 | 13:46

Erst einmal viellen Dank für Ihre Antwort.
Ich warte jetzt knapp 1 Jahr drauf das mein ehmaliger Anwalt den Fall bearbeitet, es ist so ich habe bis heute kein Vollmacht bei den unterschrieben müssen, ich habe ihn bei unseren letzten Persönlichen gespräch auch drauf hingewiesen aber irgendwie kam dennoch keine Unterzeichnung zustande.
Ich war bis gestern es leid Ihn weiter zu Kontaktieren da ich Ihn von den ganzen anrufen, faxe, Briefe und emails eh keine Antwort bekam gut 3 mal hatte ich Ihn ereicht und es kam dann zu den Persönlichen gespräch.
Nun ist es so nachdem ich jetzt knapp 1 Jahr drauf warten musste ob er den Fall bearbeitet oder nicht, bekam ich heut meine Unterlagen komplett zurück mit der nachricht das er den fall nicht weiter bearbeitet.
Ich fühle mich verarscht den der bislang geschätzte ehmalige Anwalt wusste das ich das Geld was ich nun immer nach als Material von Vorwerk besitze brauche sowie auch den restlichen Rentenzuschuss und den 2 immer noch offen Aufträgen vorlam die ersten 2.
Ich möchte das Material Vorwerk zurück verkaufen da es in den Unterlagen die ich jetzt habe auch vermerkt ist, auch der restlichen Rentenzuschuss steht mir zu es geht immer hin um ca 600€ + evtl die offenen Provisionen.
Ich weis zuzeit nicht an welchen Anwalt hier in Bremen ich mich wenden kann den den Fall bearbeiten könnte.
Hätten Sie einen Vorschlag wie ich jetzt weiter vorgehen kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2010 | 14:59

Sehr geehrter Ratsuchender,

dass ein Anwalt erst nach einem Jahr zu dem Entschluss kommt, er wolle den Fall nicht weiter bearbeiten, ist in der Tat ungewöhnlich. Hier sollten Sie auch unbedingt nochmals mit dem Anwalt sprechen, warum dieser den Fall nicht übernehmen möchte. Zu beachten ist natürlich, dass es Fälle gibt, in denen vor dem Hintergrund des Sachverhaltes schnell klar wird, dass die Rechtslage gegen Sie spricht und hier jedes Beschreiten des Rechtswegs von vornherein aussichtslos und damit auch finanziell gesehen sinnlos wäre. Sollte es sich in Ihrem Fall so verhalten, sollte der Anwalt Ihnen dies aber auch klar mitteilen. Bitte fragen Sie entsprechend nach, bevor Sie weitere Schritte einleiten.

Da hier offenbar nicht einmal eine Vollmacht unterschrieben wurde, war der Anwalt auch nicht verpflichtet und nicht einmal berechtigt, nach außen hin tätig zu werden. Warum hier nicht sofort eine Vollmacht unterschrieben worden war, wie dies eigentlich üblich ist, kann ich Ihnen nicht beantworten. Sollten Sie sich an einen anderen Anwalt wenden wollen, wäre darauf zu achten, dass eine Vollmacht zügig unterschrieben und an den Anwalt weitergeleitet wird, denn nur so entsteht wie gesagt auch die rechtliche Verpflichtung für den Anwalt, den Sachverhalt weiter zu bearbeiten.

Wenn sich aus Ihren Unterlagen, die ich mangels Einsicht nicht beurteilen kann, klar ergibt, dass Ihnen der Rückkauf des Materials seitens Vorwerk sowie ein Rentenzuschuss rechtlich zustehen, würde ich Ihnen raten, sich zunächst selbst nochmals an Vorwerk zu wenden. So können Sie sich die Kosten, die eine juristische Auseinandersetzung immer mit sich bringt, vielleicht gänzlich sparen. Erwähnen Sie gegenüber Vorwerk auch, dass Sie notfalls auch gewillt wären den Rechtsweg zu beschreiten, sollte man sich nicht anders einigen können. Wenn trotz dieses Hinweises keine einvernehmliche Lösung für beide Parteien gefunden werden kann, werden Sie wieder einen Rechtsanwalt beauftragen müssen. Grundsätzlich kann jeder Anwalt dieses Mandat übernehmen, im Zeitalter von Emails, Fax usw. steht auch eine räumliche Entfernung einer Beauftragung nicht im Weg. Es macht aber durchaus Sinn, einen Berufskollegen direkt vor Ort mit der Wahrung Ihrer Interessen zu beauftragen, denn je nachdem, in welcher Stadt sich das zuständige Gericht befindet, wäre eine Anreise des Anwalts eventuell unter Kostengesichtspunkten unverhältnismäßig, so dass man ohnehin für diesen Termin einen Anwalt vor Ort mit einer Terminvertretung in Untervollmacht beauftragen müsste.

Sie können Sich gerne zwecks Prüfung des Sachverhalts an meine Kanzlei wenden, die hier ausgelobten 20 Euro würden Ihnen auch wie bereits erwähnt angerechnet werden. Sollte Ihr hier angegebener Heimatort auch Gerichtsstandort sein, so weise ich Sie allerdings direkt darauf hin, dass dieser sehr weit von der Stadt, in der ich tätig bin, entfernt liegt. Sie haben hier auf dieser Plattform die Möglichkeit der Direktanfrage. Hier können Sie nach Anwälten aus Ihrer Region suchen und diese entsprechend kontaktieren. Dies würde zunächst sicher mehr Sinn machen. Sollte sich hier nichts ergeben, können Sie sich wie gesagt gerne ans uns wenden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.12.2010 | 15:49


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"Er hat soweit wie es geht mir geholfen daher ich diesen anwalt von den 5 Bewertungspunkten 1 bis 5 auf eine 2"
Stellungnahme vom Anwalt:
Eine Nachfrage hinsichtlich der Verständlichkeit wurde nicht gestellt. Vor dem Hintergrund des geringen Einsatzes dürfte die Ausführlichkeit hier mehr als gegeben sein. Alles, was man vor dem Hintergrund des Sachverhalts an Hilfestellungen und weiterführenden Ratschlägen geben konnte, wurde ausführlichst dargestellt. Der Eindruck des Mandanten, ihm sei nicht vollumfänglich weitergeholfen worden, dürfte nicht an der Qualität der anwaltlichen Beratung liegen, sondern eher daran, dass die Rechtslage schlicht und ergreifend keine für den Mandanten 100% zufriedenstellende Lösung hergibt. Dies ist aber sicher nicht dem Anwalt anzulasten.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.12.2010
4,2/5.0

Er hat soweit wie es geht mir geholfen daher ich diesen anwalt von den 5 Bewertungspunkten 1 bis 5 auf eine 2


ANTWORT VON

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