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neue Erbschaftssteuer


| 20.11.2008 12:28 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe eine Frage zur neuen Erbschaftssteuer ab 1.1.2009 für unser selbstgenutztes Einfamilienhaus:
In der Zeitung stand einerseits, dass es einen Freibetrag für Kinder von 400.000 EUR geben soll. Andererseits wurde geschrieben, dass Ehepartner und Kind mindestens zehn Jahre lang darin wohnen bleiben müssen, um steuerfrei erben zu können.
Kann unser Sohn unser Einfamilienhaus (Wert ca. 230.000 EUR, unter 200 qm Wohnfläche) steuerfrei erben, auch wenn er nicht in das Haus einzieht und dort mindestens 10 Jahre lang wohnt, sondern es z.B. verkauft oder vermietet?
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Schnell
Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen Stellung:

Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass zwar nach dem derzeitigen politischen Diskussionsstand ein Freibetrag für Kinder von 400.000 EUR gelten soll.

Nicht korrekt ist aber, dass Ehepartner, Kinder oder sonstige Erben mindestens zehn Jahre die Immobilie selbst nutzen sollen, damit die Erbschaft erbschaftssteuerfrei.

Evtl. ist hier etwas durcheinander geraten: Denn die 10Jahresfrist gilt bei sog. privaten Veräußerungsgeschäften, früher Spekulationsgeschäften in Bezug auf Immobilien wie folgt, dass eine Veräußerung (bspw. auch durch Erben) dann einkommensteuerfrei ist, wenn seit der Anschaffung mindestens 10 Jahre verstrichen sind oder wenn zwar weniger als 10 Jahre verstrichen sind, die Immobilie aber vom Eigentümer bzw. dessen Erben selbst bewohnt wurde.

Es ist daher zwischen der erbschaftssteuerlichen und der einkommenssteuerrechtlichen Situation zu unterscheiden. Sollte der Freibetrag für Kinder von derzeit 205 TEUR – wie zu erwarten ist – erhöht werden, könnte Ihr Sohn das Einfamilienhaus auch dann erbschaftssteuerfrei erben, wenn er nicht in das Haus einzieht und dort mindestens 10 Jahre lang wohnt. Vielmehr bliebe die Erbschaft auch dann steuerfrei, wenn Ihr Sohn das Haus verkaufen oder vermieten würde.

Auch eine Einkommensteuer würde nicht entstehen, wenn Ihr Sohn entweder das Haus selbst bewohnt oder es zwar nicht selbst bewohnt, aber wenn zwischen dem Zeitpunkt Ihrer ehemaligen Anschaffung/Ihres ehemaligen Baus und einem etwaigen Verkauf durch Ihren Sohn mehr als 10 Jahre liegen. Denn Ihre Haltezeit kommt Ihrem Sohn als Erbe zugute.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2008 | 17:47

Sehr geehrte Frau Fey,

herzlichen Dank für Ihre klare Antwort.

Verwirrt haben mich die Titelgeschichte "Die neue Erbschaftssteuer" im Stern 47/2008 und der Artikel "Andrang beim Notar" in der Süddeutschen Zeitung vom 19.11.2008. In beiden Artikeln stand nichts von einkommensteuerrechtlichen Regelungen, sondern es ging nur um das neue Erbschaftssteuergesetz.In der SZ steht: "Diese Neuerungen (für selbstgenutztes Eigentum) sehen vor, dass zum Beispiel erwachsene Kinder ein Einfamilienhaus steuerfrei erben, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind: Zum einen muss das Kind in das Haus einziehen und dort mindestens zehn Jahre steuerfrei wohnen. Zum anderen darf die Immobilie nicht mehr als 200 qm Wohnfläche haben."

Vielleicht ist das so gemeint, dass das eine Verbesserung geneüber dem geltenden Recht ist, die gilt, wenn der Freibetrag bereits ausgeschöpft ist?

Mit freundlichen Grüßen
schnabbi0

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2008 | 19:03

Ja, das ist richtig. Die von Ihnen genannten 2 Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das Haus unabhängig von einer evtl. sonstigen Ausschöpfung des Freibetrages erbschaftssteuerfrei übertragen werden kann.

Sollte Ihr Sohn aber nicht in das Haus einziehen wollen, bleibt ihm immer noch der Freibetrag von wahrscheinlich 400 TEUR.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Bewertung des Fragestellers 23.11.2008 | 17:36


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