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mündlicher Ausbildungsvertrag nicht eingehalten


17.11.2004 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Guten Tag,
ich habe ein Problem im Bereich Ausbildung und hoffe das Sie mir hierbei eine erste Hilfe geben können.
Ich war für dieses Jahr auf der suche nach einer Ausbildungsstelle und habe mich dabei unter anderem bei einem Sportverein beworben.
Nachdem ich mehrere Vorstellungsgespräche mit dem Manager und auch mit einer Organisation die für Firmen Azubis sucht durchlaufen habe bekam ich im April diesen Jahres von dem Manager des Vereins eine mündliche Zusage.
Darauf hin habe ich andere Vorstellungsgespräche abgesagt.
Wie während der Vorstellung versprochen begann ich ca. 3 Monate vor Ausbildungsstart eine Art Vorpraktikum und arbeitete in nicht geringer Stundenzahl (Vollzeit) auf der Geschäftsstelle und bei Außenterminen.
Das man mich kurz vor dem 1.8 vertröstete und mit mitteilte das man die Ausbildung erst zum 1.9. beginnen würde wunderte mich nicht, da es in diesem Verein üblich ist Dinge spät zu erledigen.
Von meiner Seite aus gab es zu diesem Zeitpunkt bereits einen mit dem Manager zusammen ausgefüllten Vertrag mit allen Bedingungen wie Gehalt etc.
Dieser Vertrag wurde aber lediglich von mir unterzeichnet und Anschließend von einem Vorstandsmitglied mitgenommen um darüber in einer Vorstandsitzung zu beraten.
Eine Schulanmeldung wurde jedoch bereits vom Verein unterschrieben und an die betreffende
Schule gesendet.
Vier Tage vor Ausbildungsbeginn teilte man mir dann der Präsident des Vereins in einem Gespräch mit, das die Ausbildung nicht stattfinden werde was sowohl mich als auch den Manager völlig unerwartet traf.
Auf eine Begründung hierfür seitens des Präsidiums warte ich bis heute vergebens.
Man teilte mir lediglich mit, dass es nie einen Auftrag von Präsidiums Seite gegeben habe, einen Auszubildenden zu suchen.
Somit versucht man meiner Ansicht nach die Schuld auf den Manager zu schieben, der sich dagegen heftig werte.
Mindestens ein Mitglied des Vorstands kann jedoch bestätigen, dass es diesen Auftrag seitens des Vereins gab.
Außerdem teilten mir verschiedene Mitarbeiter des Vereins mit, dass sie schon Wochen vor mir wussten das die Ausbildung beim Verein nicht stattfinden wird und sie davon ausgehen würden das ich die Ausbildung in der Firma des Managers beginnen würde.
Seit dem hat man mich hingehalten mit Gesprächen über doch noch möglicherweise stattfindende Ausbildung etc.
Gestern teilte mir der Präsident mit, dass er bereit wäre mir eine Entschädigung von 2 Monatsgehältern (je 500 Euro) zu zahlen.
So ist die aktuelle Situation.
Zur Struktur des Vereins sei erwähnt das der Manager eine eigene Firma besitzt für die nur er tätig ist und die zu 100% für den Verein arbeitet und die Marketing und Sponsoring aufgaben erledigt.
Er ist also NICHT angestellter des Vereins sondern erhält lediglich Provisionszahlungen, arbeitet aber nur für den Verein und das auch in den Räumlichkeiten des Vereins.
Der Verein an sich ist ein e.V.
Die besagte beratende Firma kannte alle Details in diesem Falle, somit ist auch die Zusage an meine Person kein Geheimnis und würde sich dahingehend auch in einem Rechtsstreit äußern.

Meine Fragen nun:
Welche Ansprüche auf Schadensersatz kann ich geltend machen ?
Welche Höhe würden Sie mir raten ?
Muss ich Fristen beachten ?
Würden Sie mir raten vor das Arbeitsgericht zu ziehen ?
Wie stehen meine Chancen vor einem Arbeitsgericht in diesem Falle ?
Wen würde es treffen, wenn mir das Arbeitsgericht recht gibt, den Manager, den Verein oder beide ?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort und das Sie sich die Zeit genommen haben
17.11.2004 | 16:22

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfragen.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, daß geklärt werden muß, ob der Ausbildungsvertrag zustandegekommen ist. Verträge können schriftlich aber auch zustande kommen. Sie sind dafür beweispflichtig. Einen wichtigen Hinweis darauf, daß daß ein Ausbildungsvertrag mit dem Verein eingegangen wurde, erhalten Sie daraus, daß Sie durch den Verein bei der Schulde angemeldet wurde. Warum sollte der Verein dies sonst tun?

Sie haben daher auf jeden Fall die Möglichkeit darauf zu klagen, daß Sie in dem Verein beschäftigt werden. Dazu können Sie entweder sofort einen Weiterbeschäftigungsanspruch oder ein Feststellungsantrag bei Gericht beantragen.


Frage 1:
Welche Ansprüche auf Schadensersatz kann ich geltend machen ?
Es hängt davon ab, ob Sie welchen geltend machen können. Klagen Sie nämlich auf Festellung und das Gericht bestätigt die Wirksamkeit des Arbeitsvertrages, so können Sie auch das Gehalt fordern. Einen Schadensersatzanspruch werden Sie dann aber nicht geltend machen können.

Frage 2: Welche Höhe würden Sie mir raten ?
Klage Sie auf Schadensersatz, so können Sie den entgangenen Geweinn - also Ihre Gehälter - geltend machen. Dies geht aber nicht endlos. Sie müssen sich jetzt ernsthaft um einen neuen Vertrag bemühen.

Frage 3: Muss ich Fristen beachten ?
Sie sollten so schnell wie möglich - also am bsten morgen - vor das Gericht ziehen. Wichtig ist, daß Sie sich anwaltlich vertreten lassen sollten.

Frage 4: Würden Sie mir raten vor das Arbeitsgericht zu ziehen ?
Auf jeden Fall.

Frage 5: Wie stehen meine Chancen vor einem Arbeitsgericht in diesem Falle ?

Ich verweise auf meine einführenden Ausführungen.

Frage 6: Wen würde es treffen, wenn mir das Arbeitsgericht recht gibt, den Manager, den Verein oder beide?

Es spricht vieles dafür, daß es den Verein trifft.

Ich rate Ihnen dringend einen Anwalt aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

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