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mögliche Falschaussage


20.01.2005 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Mit welcher Strafe hat ein noch nicht vorbestrafter Zeuge in einer Hauptverhandlung zu rechnen, wenn er in seiner Zeugenaussage eine unwahre Aussage macht und die Schuld auf sich nimmt und vor Gericht sagt, dass das, was vormals im Polizeiprotokoll aufgenommen wurde nicht den Tatsachen entspricht (Verwarnung oder Bußgeld oder gar Freiheitsstrafe)? Die Anzeige nur gemacht wurde, um den Beschuldigten zu ärgern, weil man selbst enttäuscht und gekränkt war. Hier wäre beides interessant, sowohl unvereidigt als auch vereidigt. Wie sieht es hier aus, wenn der Zeuge der/die Lebensgefährte/Verlobte des Beschuldigten ist? Greift hier nach wie vor das Zeugnisverweigerungsrecht?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

wer vor Gericht oder einer anderen zur eidlichen Vernehung ständigen Stelle falsche Angaben macht, muss

bei uneidlicher Falschaussage mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf (!!) Jahren

bei Vereidigung von einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr

rechnen (Im letzten Fall kann man Sie dann zu Recht als Verbrecher bezeichen!!!).

Lohnt sich das? Wohl kaum, also lassen Sie es!!!!!

Bei Verlobung (gegenseitiges Eheversprechen) haben Sie ein Zeugnisverweigerungsrecht, von dem Sie auch tunlichst Gebrauch machen sollten.

Als Lebensgefährte gibt es KEIN Zeugnisverweigerungsrecht; Sie müssen also aussagen und zwar WAHRHEITSGEMÄß.

Ich hoffe, Sie beherzigen meinen Rat.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2005 | 20:29

wenn nicht herauskommt, dass es eine falschaussage war, wie ist dann das strafmass zu bewerten für eine falsche polizeianzeige, wenn der zeuge nicht vorbestraft ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2005 | 23:18

Eine falsche Aussage vor der Polizei wäre nicht strafbar.

Aber riskieren Sie es nicht, vor GERICHT falsch auszusagen.

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