Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
142.035 Fragen, 59.662 Anwaltsbewertungen
450.789
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 11 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ausgleichsanspruch gegen Ehemann?


29.10.2005 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Guten tag!Mein Mann und ich stehen beide namentlich im Mietvertrag unserer Wohnung.Unsere finanziellen Mittel sind lt.Ehevertrag strikt getrennt und wir vereinbarten Gütertrennung.Anfangs zahlte mein mann die Miete hälftig.Seit längerer zeit ist er nicht mehr bereit,Miete zu zahlen,so dass die Kosten von mir getragen wurden.Ist die Miete von mir nachforderbar und bis zu welchem zeitraum rückwirkend?
29.10.2005 | 20:03

Antwort

von


303 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie und Ihr Ehemann vereinbarten zu Beginn der Ehe, dass jeder Ehepartner die Miete zur Hälfte zahlen soll. Falls die Einkommens- und Vermögensverhältnisse, die dieser Vereinbarung zugrunde liegen, seither gleich geblieben sind, haben Sie daher gegen Ihren Ehemann einen entsprechenden Ausgleichsanspruch aus § 426 Abs. 2 BGB (Gesamtschuldnerausgleich): Er muss die fehlende Hälfte der Miete an Sie nachzahlen.

Da bei Ehegatten das Ausgleichsverhältnis durch die eheliche Lebensgemeinschaft überlagert wird, kann ein anderer Ausgleichsmaßstab für den Fall gelten, dass sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse Ihres Ehemannes seit der Vereinbarung verschlechtert haben. Gleiches gilt, wenn die Relation zwischen Ihrer beider Einkommensverhältnisse nicht mehr die Gleiche wie damals ist und Sie z.B. nunmehr wesentlich mehr verdienen als er.
Es kommt letztlich also darauf an, aus welchen Gründen Ihr Ehemann nicht mehr bereit ist, die Hälfte der Miete zu tragen.

Für den Ausgleichsanspruch gilt zwar grundsätzlich die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren, beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.
Solange Ihre Ehe besteht, ist die Verjährung des Ausgleichsanspruchs gegen Ihren Ehemann aber gehemmt (vgl. § 207 Abs. 1 BGB).

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit der Auskunft weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Gabriele Haeske

ANTWORT VON

Wallenhorst

303 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Familienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53839 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Frau Prochnow, hat basierend auf den zur Verfügung stehenden Informationen die Fragen sehr kompetent beantwortet. ...
5,0/5,0
Fr. RAin Fristsch antwortete sehr schnell, kompetent und freundlich. Besten Dank! ...
5,0/5,0
Ich kann den Anwalt guten Gewissens weiterempfehlen. ...