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kündigung durch arbeitgeber wegen nichterscheinen der Fachhochschule


12.11.2014 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Ich wurde gekündigt bzw. soll einen Aufhebungsvertrag unterschreiben , da ich mehrmals die Fachhochschule( für Master) nicht besucht habe. Ist das Rechtens ? Habe aber noch nie eine Verwarnung erhalten.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe bei meiner Antwort davon aus, dass der (regelmäßige) Besuch der Fachhochschule Bestandteil des Arbeitsvertrags und Pflicht aus dem Arbeitsverhältnis ist.

In diesem Fall entspricht ein unentschuldiges Fernbleiben der Fachhochschule dem unentschuldigten bzw. unerlaubten Fernbleiben der Arbeit. Dies kann vor allem im Wiederholungsfall zu einer ordentlichen Kündigung und in einigen Fällen sogar zu einer fristlosen Kündigung führen. Ein entschuldigtes Fehlen in der Fachhochschule oder am Arbeitsplatz dürfte dagegen keine Kündigung rechtfertigen.

Vor dem Ausspruch einer Kündigung muss der Arbeitgeber in der Regel den Arbeitnehmer wegen des (unentschuldigten) Fernbleibens am Arbeitsplatz bzw in der Fachhochschule abmahnen. Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine Abmahnung entbehrlich. Ob ein solcher Ausnahmefall hier vorliegen könnte und daher keine Abmahnung notwendig war, lässt sich anhand Ihrer Schilderung nicht abschließend beurteilen, scheint aber m. E. eher unwahrscheinlich.

Fehlt es an einer notwendigen Abmahnung ist die Kündigung des Arbeitgebers meist unwirksam.

Dagegen ist der Abschluss eines Aufhebungsvertrag grundsätzlich auch dann möglich, wenn es an einer notwendigen Abmahnung fehlt, weil sich die Parteien über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses geeignet haben.

Auch nach einer Kündigung oder einer unwirksamen Kündigung kann grundsätzlich noch ein Aufhebungsvertrag geschlossen werden. Ob dies für den Arbeitnehmer immer von Vorteil ist oder er damit die Möglichkeit einer u. U. erfolgreichen Kündigungsschutzklage "verschenkt" muss immer im Einzelfall beurteilt werden.

Zusammengefasst bedeutet das:

Stellt das (unentschuldigte) Fehlen in der Fachhochschule eine Pflichtverletzung aus dem Arbeitsvertrag dar, so kann dies grundsätzlich eine Kündigung zur Folge haben. Vor der Kündigung ist das Fehlverhalten jedoch in der Regel abzumahnen. Ein Aufhebungsvertrag kann jedoch auch ohne vorherige Abmahnung abgeschlossen werden, wenn sich beide Seiten einig sind, dass das Arbeitsverhältnis beendet werden soll.

An der Wirksamkeit einer Kündigung könnten in Ihrem Fall durchaus Zweifel bestehen. Das Angebot einen Aufhebungsvertrag zu schließen, ist dagegen grundsätzlich nicht zu beanstanden. Der Arbeitgeber kann Sie aber nicht zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags zwingen. Unterschreiben Sie nicht, wird der Arbeitgeber u. U. kündigen, wobei Sie dann wiederum die Möglichkeit haben, diese Kündigung gerichtlich prüfen zu lassen.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin







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