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keinen Lohn


| 03.12.2004 01:53 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich habe in vom 2.09.2004 - 10.11.2004 in einem kleinen Laden auf 400 Euro Basis gearbeitet. Leider waren die Tageseinnahmen nicht nach dem Geschmack des Chefs und er deutete an, das er das überprüfen werde. Ich habe noch gedacht, das ich die Kunden doch nicht an den Haaren herbei ziehen kann. Am nächsten Arbeitstag kam ein Ehepaar in den Laden um eine Tasche für 5 euro zu erwerben. Ich buchte diese in die Kasse ein und übergab die Tasche. Da die dame diese aber sofort mitnehmen wollte, entfernte ich das Etikett und auch das Papier. Dabei stellte sich heraus, das die Tasche leider defekt war. Darauf forderte der kunde sein Geld zurück, welches ich ihm auch gab.Da wir die Stornotaste nicht benutzen durften hatte ich somit 5 euro Minus in der Kasse. Den Kassenbon legte ich in ein Extrafach in der Kasse, wo wir sämtliche Belege vom jeweiligen Tag aufbewahren. 10 minuten später kam ebenfalls eine junge Dame die eine tasche gekauft hatte. sie legte mir 5 euro auf den Tisch und ging. Ich wollte diese einbuchen, aber dann fiel mir ein, das ich ja noch 5 euro Minus hatte. Ich wußte nicht so recht, was ich nun machen sollte. Um keinen Fehler zu machen, buchte ich die 5 euro nicht ein, sondern legte diese zu dem anderen Kassenbon in dieses extrafach um bei schichtwechsel meine Kollegin, die schon länger dort beschäftigt war, zu fragen. sie sollte dann entscheiden, ob ich am Ende lieber ein minus in der kasse habe oder die 5 euro mit der defekten tasche verbuche. 2 Minuten später kam mein chef in den Laden. Ich sagte ihm, das ich ein Problem habe und schilderte ihm den Fall. er fummelte wie wild an der kasse rum und raunte mich an, warum ich die eben gekaufte Tasche nicht gebucht habe. Ich sagte ihm, das ich gerade versuche ihm das zu erklären. darauf meinte er, das er sich nicht vera.. lässt und ich die 5 euro geklaut hätte. Ich sagte ihm, das diese in der Kasse liegen, weil ich nicht wußte wie ich mich verhalten sollte und ihn doch deswegen jetzt frage. Er meinte, das wäre ein testkauf gewesen und ich soll sofort meine tasche packen und gehen. Ich war wie vom donner gerührt und versuchte ihm nochmals zu erklären, das er gerade die 5 euro in der Hand hält, aber ich sollte gehen. Dann rief er die Dame rein, während ich ging. Anschließend habe ich dann auch für den Monat Oktober (267 Euro) keinen Lohn bekommen. Ich habe dann mehrmals im büro angerufen aber wurde immer abgewimmelt. Ich bin dann zu einem anwalt gegangen, der meinen chef ein Frist setzte, meinen Lohn zu zahlen. Mein Chef wiederum rief den anwalt an und teilte ihm mit, das er schon länger den verdacht hätte, die testkäuferin eine Kripobeamtin gewesen wäre und wenn ich nicht auf meine Forgerung ( Lohn Oktober 267 und Lohn november 54 Euro) verzichten würde, das er dann eine strafanzeige gegen mich wegen diebstahl stellen würde. Ich habe meinem anwalt gesagt, das ich nichts getan hätte und er mir doch nicht einfach meinen Lohn vorenthalten könne. er riet mir, auf die Forderung zu verzichten um einer Anzeige zu entgehen. Aber es kann doch nicht sein, das er mich wegen angeblichen Diebstahls anzeigen kann und sich somit den Lohn spart. Ich habe anschließend von einer ehemaligen Kollegin erfahren, das ich leider nicht die erste bin, sondern die dritte. Und das seid märz! Leider hat keine dieser Damen etwas dagegen unternommen aus angst vor einer Anzeige und den Kosten. Ich weiß jetzt nicht mehr weiter und brauch daher einen Rat, ob ich einen anspruch habe oder nicht?
Vielen dank
Guten Morgen,

erst einmal vorweg der Hinweis, daß die Kündigung nach Ihrer Schilderung unwirksam ist. Eine Kündigung muß immer schriftlich erfolgen, ansonsten besteht das Arbeitsverhältnis fort. Zudem könnte das Arbeitsverhältnis allenfalls fristgerecht gekündigt, da ein Grund auch für eine fristlose Kündigung nicht vorliegt.

Dies bedeutet, daß Sie zumindest für den November noch den vollen Lohnanspruch geltend machen können. Da eine Kündigung -sofern nicht noch schriftlich gekündigt worden ist- nicht wirksam ausgesprochen worden ist, gilt dies auch für den Dezember, bis denn Ihr Arbeitgeber mal wirksam kündigt.

Hier ist allerdings Eile geboten, da Sie kurzfristig Klage beim Arbeitsgericht einreichen müssen. Es gilt zwar mangels Schriftform nicht die sonst übliche Frist von drei Wochen, wenn Sie aber länger zögern, wird man Ihnen vorwerfen, daß Sie Ihr Klagrecht verwirkt haben.

Ihren Lohnanspruch können Sie vollständig geltend machen. Sie haben Ihre Arbeit erbracht und haben deshalb auch Anspruch auf Lohn. Soweit Sie nichts vorzuwerfen haben, kann Ihnen auch bei einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren nichts passieren. Die Vorwürfe Ihres Arbeitgebers geben ihm kein Recht, einfach Ihren Lohn einzubehalten.

Ich kann Ihnen deshalb nur raten, schleunigst gegen die Kündigung selbst vorzugehen und gerichtlich auch den Lohn vollständig (267,- EUR Oktober und auch 267,- EUR November) geltend zu machen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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