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gesetzliche Erbfolge


| 26.03.2011 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.



Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Erbengemeinschaft verwaltet ein landwirtschaftliches Anwesen das nicht mehr bewirtschaftet wird.
Die Erbengemeinschaft besteht aus 3 Geschwister:

A, B, C.

A ist verwitwet, hat Abkömmlinge,
B ist ledig, hat keine Abkömmlinge,
C ist verheiratet, hat Abkömmlinge.

Testamente bestehen keine.

Frage 1:

Wer erbt nach Tod von A dessen Anteil an der Erbengemeinschaft ?

Frage 2:

Wer erbt nach Tod von B (falls A bereits verstorben ist) dessen Anteil aus der Erbengemeinschaft sowie das persönliche Vermögen(Bargeld ect.)

Besten Dank für Ihre Info im voraus!
Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Frage 1:

Die Abkömmlinge des A erben zu gleichen Teilen (1924 Abs. 1 BGB)

Frage 2:

Dieser Fall ist in § 1925 BGB geregelt, der lautet:

(1) Gesetzliche Erben der zweiten Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

(2) Leben zur Zeit des Erbfalls die Eltern, so erben sie allein und zu gleichen Teilen.

(3) Lebt zur Zeit des Erbfalls der Vater oder die Mutter nicht mehr, so treten an die Stelle des Verstorbenen dessen Abkömmlinge nach den für die Beerbung in der ersten Ordnung geltenden Vorschriften. Sind Abkömmlinge nicht vorhanden, so erbt der überlebende Teil allein.


Die Frage lässt sich also ohne zu wissen, ob Mutter (M) oder Vater (V) zum Zeitpunkt des Todes des B vorhanden sind, nicht beantworten. Folgende Möglichkeiten bestehen dann noch:

a) lebt V + M: diese erben zur Hälfte (§ 1925 Abs. 2 BGB)
b) lebt entweder V oder M: hier erben der noch lebende Elternteil + C zur Hälfte (§ 1925 Abs. 3 BGB)
c) sind V + C vorverstorben erbt C allein.

Dies unter der Bedingung, dass keine vorverstorbenen Geschwister Abkömmlinge hinterlassen hat (in dem Fall würden diese auch erben)

Dies gilt sowohl für die Stellung an der Erbengemeinschaft als auch für das übrige Vermögen, denn gemäß § 1922 BGB geht mit dem Tode einer Person (Erbfall) deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über.

In Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein werden Land- und forstwirtschaftliche Betriebe im Wege der Sonderrechtsnachfolge an nur einen Hoferben übergeben, wovon ich in Ihrem Fall nicht ausgehe, dass sonst bestünde keine Erbengemeinschaft für den Landbetrieb.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen.
Bewertung des Fragestellers 26.03.2011 | 22:11


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