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geplante Selbständigkeit


28.10.2004 11:44 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Herrschaften,
ich plane mit einem Bekannten, welcher seit ca. 8 Jahren bereits erfolgreich einen Kfz.-Handel betreibt, ein neues Objekt für den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie Vermittlung von Neufahrzeugen ins Leben zu rufen. Geplant ist, nicht nur Fahrzeuge aus dem Betrieb meines Bekannten in dem neuen Geschäft zu verkaufen, sondern auch der Verkauf von Fahrzeugen anderer Händler welche in Kommission genommen werden. Des weiteren ist geplant halt auch Neufahrzeuge aller Marken zu vermitteln ( wir schliessen im Namen der Vertragshändler die Kaufverträge mit den Kunden und kassieren dafür eine Vermittlungsprovision ). Meine Frage ist nun :
Ist es sinnvoll einen neuen Handel an dem geplanten Standtort anzumelden, wo ich dann als Verkäufer tätig bin, oder sollte man lieber eine Filiale seines bereits bestehenden Handels melden?
Würde es Sinn machen, wenn ich einen Gewerbeschein beantrage und als Teilhaber in das neue Objekt einsteige? Wir müssten dann alle Unkosten teilen, hätten dann aber auch Gewinnteilung was für mich ja unter dem Strich besser aussehen würde.
Was muss ich beachten um einen Gewerbeschein zu bekommen?
Ich bin noch im Arbeitsverhältnis und würde dort dann kündigen. Kann ich irgendwoher einen unkomplizierten Kredit beantragen, damit ich mit etwas Startkapital einsteigen kann?
Für eine ausführliche Antwort danke ich im Voraus
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu den Fragen:

Fragen 1 und 2: Ist es sinnvoll einen neuen Handel an dem geplanten Standtort anzumelden, wo ich dann als Verkäufer tätig bin, oder sollte man lieber eine Filiale seines bereits bestehenden Handels melden?Würde es Sinn machen, wenn ich einen Gewerbeschein beantrage und als Teilhaber in das neue Objekt einsteige? Wir müssten dann alle Unkosten teilen, hätten dann aber auch Gewinnteilung was für mich ja unter dem Strich besser aussehen würde.

Dies Fragen sind betriebswirtschaftlicher und strategischer statt juristischer Natur. Wenn Sie nach steuerrechlichen Vorteilen fragen, so müssen wir Sie auf einen Steuerberater verweisen. Der Gewerbetreibende ist nach dem GewStG steuerpflichtig.

Frage 3:
Was muss ich beachten um einen Gewerbeschein zu bekommen?

Der Gewerbeanmeldungsschein (kurz "Gewerbeschein" genannt) ist die erste offizielle Anmeldung des Gewerbes.

Ein Gewerbe betreibt, wer eine auf gewisse Dauerhaftigkeit angelegte, erlaubte, selbständige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht ausübt.Es genügt in der Regel zur Aufnahme einer selbstständigen, gewerblichen Tätigkeit die Anzeige bzw. Anmeldung (§ 1 GewO). Für spezielle Bereiche (z.B. Altenheime, Gaststättengewerbe, etc) bedürfen Sie einer Erlaubnis. Diese ist zu versagen wenn Tatsachen vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt.

Anhaltspunkte für die "Unzuverlässigkeit" sind erhebliche Zahlungsrückstände gegenüber dem Finanzamt oder den Sozialversicherungsträgern sowie durch den Unternehmer begangene Straftaten, beispielsweise Unterschlagung.

Zuständig ist das Gewerbeamt.

Fragen 4 und 5:
Ich bin noch im Arbeitsverhältnis und würde dort dann kündigen.
Kann ich irgendwoher einen unkomplizierten Kredit beantragen, damit ich mit etwas Startkapital einsteigen kann?

Bevor Sie den Arbeitsvertrag kündigen, sollten Sie wissen, daß Sie dann auf jeden Fall eine Sperre des Arbeitsamtes erhalten. Besser ist es sich vorher über die verschiedenenn Fördermöglichkeiten (z.B. Überbrückungsgeld) zu informieren.

Es gibt auch bei den staatlichen Behörden und Banken Existenzgründerdarlehen. Vor der Beantragung muß aber der genaue Buisnessplan vorliegen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt








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