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gemeinschaftliche Sachbeschädigung am Stromverteilerkasten?


12.08.2004 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Habe mit zwei Freunden (alle 23-26 J.) in alkoholisiertem Zustand einen Stromverteilerkasten beschädigt (hauptsächlich die Tür, etwas Plastik im Innenleben, der müsste also weiter funktioniert haben), wobei wir aus einem benachbarten Haus gesehen wurden.

Haben alle vorher noch nichts dergleichen oder Schlimmeres gemacht. Womit müssen wir rechnen? Nur Schadensersatz oder auch eine Geldstrafe? Höhe?

Ist es außerdem cleverer, wenn sich nur einer als (Haupt-)Täter bekennt? Der Polizeibericht nennt (namentlich) zwei von uns als Täter und einen, der dabei stand. Kann dieser Dritte vielleicht durch seine Zeugenaussage noch was bewirken?

DANKE

PS: Ich habe bereits im Forum folgende Antworten bekommen, brauche aber noch detailliertere Infos:

1. Hier könnte mE nicht nur der Tatbestand der "einfachen" Sachbeschädigung nach § 303 StGB, sondern auch der der gemeinschädlichen Sachbeschädigung nach § 304 StGB erfüllt sein. Strafrahmen ist hierbei Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Sofern Sie bisher strafrechtlich noch nicht in erscheinung getreten sind, wird es sicher bei einer Geldstrafe bleiben - wie hoch die aber genau ausfallen wird, läßt sich nicht prognostizieren.

Auch wenn sich nur einer zur Tat "bekennt", können die anderen mE als Mittäter oder ggf. wegen Beihilfe bestraft werden. Darüberhinaus würde sich derjenige, der sich zu der Tat "bekennen" würde (und damit ja - wahrheitswidrig - zumindest indirekt behaupten würde, die anderen seien an der Tat nicht beteiligt) mE einer Strafvereitelung nach § 258 I StGB strafbar machen - würde ich mir also genau überlegen...

2. Ich denke auch, dass es hier bei einer Geldstrafe bleibt. Ich glaube auch nicht, dass die all zu hoch ausfallen wird.

Der Schadenersatz wird wahrscheinlich mehr kosten. Warte Mal ab, was eine kleine Beule in der Tür und "etwas" Beschädigung des Innenlebens kosten.
13.08.2004 | 08:42

Antwort

von


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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de



In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

1)
Sie schildern, dass Sie aus dem Nachbarhaus beobachtet worden seien, zwei von Ihnen seien als Täter ermittelt worden. Ich gehe davon aus, dass die Ermittlungen auf den Zeugenaussagen aus dem Nachbarhaus beruhen.
Daher rate ich Ihnen dringend davon ab, den Dritten als Zeugen eines „anderen“ Geschehens zu benennen. Die Gefahr, dass diese Zeugenaussage und die entsprechenden Einlassungen der beiden Beschuldigten als Schutzbehauptung ausgelegt werden, ist zu groß.
Zwar kann den Beschuldigten ein Lügen nicht nachteilig angelastet werden, jedoch wirkt ein Geständnis strafmildernd. So gesehen wäre das vorgeschlagene Vorgehen letztendlich mit hoher Wahrscheinlichkeit von Nachteil.

2)
Urteile, die die Beschädigung von Stromkästen als gemeinschädliche Sachbeschädigung qualifizieren, sind mir nicht bekannt. In Ihrem Fall ist eine Beschädigung, die die Stromversorgung beeinträchtigt auch nicht vorgenommen worden. Die Standardfälle des „Besprayens“ werden als einfache Sachbeschädigung behandelt.
Allerdings gehe auch Stimmen von gemeinschädlichen Sachbeschädigungen aus.

3)
Das Strafmaß wird in Tagessätzen ausgeurteilt werden. Die Anzahl der Tagessätze richtet sich neben Vorstrafen auch nach dem Verhalten vor während und nach der Tat und der Schadenshöhe. Ich würde an ihrer stelle mit dreißig Tagessätzen rechnen. Die Höhe richtet sich nach Ihrem Nettoeinkommen. (1/30).

Ich hoffe, Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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