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fristlose kündigung im Krankenstand (Arbeite in D u. bin Grenzgänger/Tiroler)


14.12.2010 00:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch



hatte vom 12.11. - einschließlich 06.12.2010 Urlaub;

habe am Sonntag den 05.12.2010 ca.18:30 auf die Mailbox angerufen (in der Firma werden alle Telefonate abgehört), daß es mir nicht gut geht u. ich ins Krankenhaus müsse (die Geschäftsführung wusste bereits vor meinem Urlaublaubsantritt von meiner Krankheitsgeschichte, da ich die Information weitergeben habe, u. auch dass ich nach meinem Urlaub noch Befundbesprechung "MRI" habe; die Firma hatte aber keine Information von wo ich angerufen habe, habe von Bangkok angerufen u. bin dort aber doch nicht ins Krankenhaus, damit ich den Rückflug nicht verpasse);

bin dann am Dienstag den 07.12.2010/07:30 zur Stellvertretung des Hausarztes (mein Hausarzt war erst wieder am 09.12. im Dienst);
dieser Arzt schrieb mich dann unbegrenzt (vom 06.12.-....) krank;
hätte dann vorgehabt am 08.12. doch zu arbeiten, mein Gesundheitszustand verschlechterte sich worauf ich am abend auf die Firmenmailbox gesprochen habe, dass ich krank bin, weiss aber nicht wie lange, da ich am 13.12. "MRI"-Befundbesprechung beim Neurologen habe (Firma war bereits vor Urlaubsantritt von diesem Termin intern von mir per Email informiert) u. ich sage dann nach der Befundbesprechung bescheid was los ist u. die Krankmeldung schicke ich dann umgehend.

In Österreich war am 08.12. Feiertag u. somit konnte ich die Krankmeldung erst am 09.12. per Postpartner (Spar,... wir in unserem Tal haben nur noch Postpartner) aufgeben; die Post wird erst abends abgeholt u. geht dann nach Wörgl, dann nach Hall zum Verteilerzentrum u. dann erst (welchen Weg weiss ich nicht) nach Brannenburg bei Rosenheim (D);

als ich heute vormittag vom Neurologen nach Hause kam, traf kurz darauf die Polizei bei mir ein und teilte mir mit, "wir sind auf Grund eines Auftrages meines Arbeitgebers erschienen, u. sollte mich melden, was los ist, denn sie machen sich sorgen, u. heut abend ist Weihnachtsfeier";

darauffolgend meldete ich mich beim Arbeitgeber u. die GSF behauptete, Sie wisse nichts ausser von meinem Anruf am 05.12. abends u. sie haben auch noch keine Krankmeldung bekommen u. somit werde ich "fristlos gekündigt"; erklärte aber vergebens, dass ich für die Verzögerung (Postweg, Feiertag) nichts dafür kann;
darauf hin wurde ich um meine Emailadresse gefragt, welche ich aber nicht mitteilte (fanden dann aber doch bei meiner Bewerbung vor 2 Jahren eine Emailadresse);

am nachmittag, den Mo.13.12.2010/14:43 erreichte mich eine Mail mit Anhang u. "Fristlose Kündigung" ==> habe diese Mail noch nicht geöffnet, da ich nicht weiss ob dies rechtens ist oder nicht !!! ==> was soll ich tun ???
DANKE

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Sehr geehrter Fragesteller,

selbst unterstellt, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung liegt Ihrem Arbeitgeber erst verspätet vor, rechtfertigt dies nicht die (fristlose) Kündigung des Arbeitsverhältnisses, sondern allenfalls eine Abmahnung.

Im übrigen muss die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses grundsätzlich schriftlich erfolgen. Die Versendung einer E-Mail erfüllt das Erfordernis der Schriftform nicht.

Sie sollten sich Ihrem Arbeitgeber gegenüber schriftlich äußern und den unglücklichen Verlauf der Dinge nochmals schildern. Gleichzeitig klären Sie bitte ab, ob die Arbeitsunfähigeitsbescheinigung dort zwischenzeitlich vorliegt. Ist dies nicht der Fall, sorgen Sie für Übersendung einer Zweitschrift.

Teilen Sie mit, dass Sie ausdrücklich Ihre Arbeitskraft weiter anbieten und entsprechend nach Beendigung der Erkrankung zur Arbeit erscheinen werden. Ich gehe davon aus, dass Sie inzwischen absehen können, wie lange die Arbeitsunfähigkeit dauern wird.

Zur Beschleunigung übersenden Sie Ihr Schreiben vorab per Fax mit dem Hinweis darauf, dass sich das Original in der Post befindet.

Sollte Ihr Arbeitgeber weiterhin davon ausgehen, das Arbeitsverhältnis gekündigt zu haben, oder sollten Sie die Kündigung auch schriftlich noch erhalten, müssen Sie Klage beim Arbeitsgericht erheben und dort die Unwirksamkeit der Kündigung feststellen lassen. Sie werden dann nicht umhin kommen, sich hier weiterer anwaltlicher Hilfe zu bedienen.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2011 | 13:54

Hab Ihren Rat befolgt u. hab dann vom Arbeit-geber nochmals das gleiche Kündigungsschreiben (vom 13.12.2010, nur anderer Briefkopf) am 23.12.2010 erhalten.

Infolge dessen hab ich dann beim Arbeitsgericht Einspruch eingereicht u. jetzt bietet mir der
Arbeitgeber (Güteverhandlung) normale Abrechnung bis zum 31.12.2010 +4.000.-€
(Soziale Leistung wegen Jobverlust) an.
Bei der letzten Abrechnung (15.12.) hat mir der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld gestrichen u. auch keinen einzigen Tag Krankheit berücksichtigt.

Hab mich dann auch in Tirol am 17.12. beim Arbeitsmarktservice sofort gemeldet.
Diese verwiesen mich wieder, da ich immer noch krank bin u. somit für den
Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe.

War auch bei der TGKK (Tirolergebietskranken-kasse) wegen Zahlung von Krankengeld, diese verwiesen mich nach Deutschland, da immer noch die "mhplus" für mich zuständig ist.

Hab mich dann bei der mhplus gemeldet, diese haben aber vom Arbeitgeber nie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bekommen. Daher sendete ich die immer noch aktuelle Krankmeldung am 25.01.2011 direkt an die mhplus. Seidher ist funkstille.

Diese Woche (27.01.2011) hab ich von "mhplus" ein Schreiben bekommen, dass mich der Arbeitgeber mit 15.12.2010 von der Krankenkasse abgemeldet hat.

Hab seid der letzten Abrechnung vom Arbeitgeber (15.12.2010) weder vom Arbeitsmarkservice bzw. von der Krankenkasse Krankengeld bekommen.

Kann mich der Arbeitgeber einfach so von der Krankenkassa abmelden ???
Werden bei der nomlen Abrechnung dann die Krankheitstage mit berücksichtigt ???
Wie schaut es dann mit meinem Versicherungs-schutz aus ???
Hab ich Anspruch auf Krankengeld, wenn ja, ab wann u. wer hat es für wie lange zu zahlen ???

vielen DANK !!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2011 | 11:28

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte um Verständnis dafür, dass die hier neu gestellten Fragen im Rahmen einer Nachfrage nicht beantwortet werden können. Die Nachfragefunktion dient der Klärung von Verständnisschwierigkeiten, nicht der Beantwortung neuer Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Lausch
-Rechtsanwältin -


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