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fristlose Kündigung Azubi


| 31.12.2011 08:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und herren,

einen Auszubildenen außerhalb der Probezeit zu kündigen ist ja sehr schwierig.

Ist folgende Tatsache ein Grund für eine fristlose kündigung?

Mein Azubi hat ein gerade von mir entdecktes sexuelles verhältnis mit meinem langjährigen Lebensgefährten, welcher nicht in meinem Betrieb arbeitet.

Eine zusammenarbeit halte ich nicht mehr für erstrebenswert.

Ist dieses sexuelle verhältnis ein fristloser Kündigungsgrund?

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage kann ich Ihnen anhand Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Zunächst einmal weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in der Regel nicht ersetzen kann.

Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung zur Folge haben. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Die Zulässigkeit einer fristlosen Kündigung richtet sich grundsätzlich nach § 626 BGB.

Als mögliche Kündigungsgründe im Sinne dieser Norm werden z.B. angesehen: Alkoholmissbrauch (wenn dieser das Arbeitsverhältnis beeinträchtigt), Diebstahl im Unternehmen, wiederholte Unpünktlichkeit trotz Abmahnung, grobe Beleidigungen gegenüber dem Arbeitgeber oder Vorgesetzten, etc.

Gemeinsam ist all diesen Kündigungsgründen, dass Sie direkt mit dem Arbeitsverhältnis zu tun haben.

Da Verhalten des Arbeitnehmers in seiner Freizeit kann in aller Regel nicht zu einer fristlosen Kündigung führen.

So darf zum Beispiel grundsätzlich niemandem wegen politischer Äußerungen, sexueller Vorlieben, oder ähnlichem gekündigt werden.

So moralisch verwerflich das Verhalten Ihres Azubis auch sein mag, rechtlich dürfte es nicht angreifbar sein.

Aufgrund des besonderen Schutzes, den Auszubildende genießen, halte ich es auch nicht für aussichtsreich, die Kündigung auf die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu stützen.

Hier werden bei einer Abwägung in einem Gerichtsverfahren immer die Interessen des Auszubildenden vorgehen.

Eine fristlose Kündigung halte ich daher insgesamt nicht für aussichtsreich.

Ich bedauere, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können, hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort dennoch einen Einblick in die Rechtslage verschaffen konnte und verbleibe
Bewertung des Fragestellers 31.12.2011 | 12:17


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FRAGESTELLER 31.12.2011 4,8/5.0
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