EILT!!! Kündigung wegen Krankheit
03.05.2010 13:03 |
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Arbeitsrecht
Beantwortet von
Rechtsanwalt Michael Vogt
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Hallo. Ich habe ein sehr großes Problem, daß ich bis Mittwoch (5.5.) klären muss und leider sind mein Freund und ich nicht rechtsschutz versichert -.-
Sachverhalt sehr kompliziert:
Mein Freund hat zum 1.6.2009 einen Vertrag in der Firma seines Onkels unterschrieben und war auch bis jetzt dort beschäftigt. Er hatte vom 8.3.2010 - 21.03.2010 Urlaub genommen, der vom Chef genehmigt worden ist. Was ich nicht wusste, mein Freund ist am 22.3. nicht zur Arbeit gegangen weil er es dort psychisch nicht mehr aushielt. Hat seit Monaten nur noch Durchfall und Schlaflosigkeit wegen Mobbing und Familienterz. Am 25.03. habe ich dann durch Zufall erfahren, daß er die ganze Woche unentschuldigt nicht auf der Arbeit war (er war psychisch so fertig, daß er keinen Ausweg wusste) und habe in am 26.03. zum Nervenarzt (Psychologen) geschickt. Seit dem ist er bis heute krankgeschrieben. Am 15.04. (Poststempel 13.04.) kam dann auch noch von seinem Chef eine fristlose Kündigung rückwirkend zum 1.4. in unseren Briefkasten ohne vorherige Abmahnung (der Chef wollte vorher bereits nach einem Gespräch am 1.4. einen Aufhebungsvertrag machen, den mein Freund abgelehnt hat). Das restliche Gehalt (abzüglich der 4 unentschuldigten Tage) kam dann auch noch über eine Woche später auf das Konto und zudem hat er noch zusätzlich die lt. Jahresrechnung nicht zugestandenen, genommenen Urlaubstage abgezogen -.- Das ist doch lt. Urlaubsgesetz verboten oder?
Nun haben wir das Problem, daß wir bis Mittwoch gerichtliche Schritte gegen diese Kündigung eingeleitet haben müssen, ansonsten verfällt der Anspruch.
Das Arbeitsamt will ihm aber auch kein Geld auszahlen so lange er krankgeschrieben ist.
Nun meine Fragen:
1. Kann das Arbeitsamt wegen der Krankschreibung die Leistung verweigern? Stehen nämlich jetzt komplett ohne Geld da und haben nicht mal Geld um etwas zu essen zu kaufen.
2. War die Kündigung rückwirkend rechtmäßig?
3. Habe bereits beim Amtsgericht nachfragen wollen welche Unterlagen man einreichen muss wegen Rechtsbeihilfe, doch irgendwie sind die hier in Dresden zu dämlich und leiten mich jedes mal an einen Hartz 4 Verein weiter -.- Wir können uns keinen Anwalt leisten.
Wäre sehr nett wenn ich hier Hilfe bekommen könnte was wir jetzt tun müssen. Weiter krankschreiben lassen falls die Kündigung nicht rechtens war oder nicht, damit er Arbeitslosengeld bekommt?
Mein Freund ist ja im Prinzip nur für diese Arbeitsstelle nicht in der Lage zu arbeiten, ansonsten überall voll einsatzfähig)









