Auflösung eines Beratungsvertrages
29.07.2008 11:11 |
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Vertragsrecht
Beantwortet von
Rechtsanwalt Maurice Moranc
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Mit einer Unternehmensberatung wurde im April 2008 ein Beratungsvertrag (Dienstvertrag) geschlossen.
Vertragsgegenstand ist unter anderem ein beurteilungsfähiges Unternehmenskonzept (Businessplan)
und ein Strategiekonzept zur Marktdurchdringung herzustellen. Der Businessplan besteht aus einem Geschäfts- und einem Finanzplan.
Die Leistungen der Unternehmensberatung umfassen unter anderem:
- Ausarbeitung eines betriebswirtschaftlich orientierten Gründungskonzeptes
- Beratung über Möglichkeiten der öffentlichen Förderung.
Der Unternehmensberater erhält für seine Tätigkeit eine pauschale Vergütung, zahlbar in 5 Teilbeträgen.
Inzwischen sind 2 Teilbeträge bezahlt, ein weiterer Teilbetrag würde in Kürze fällig.
Die Beratung über Möglichkeiten der öffentlichen Förderung, welche ca. 70% der Gesamt-Leistungen ausmacht, war meines Erachtens nicht „werthaltig“, da sich ca. 8 Wochen nach erster Beantragung der Fördermittel herausstellt, dass die Höhe der genehmigungsfähigen Mittel ca. 40% unter der im Gesamtkonzept veranschlagten Finanzierung liegt und somit das gesamte Vorgehen nun nicht plangemäß realisiert werden kann. Daneben wurde deutlich, dass die vom Berater ursprünglich genannte Zeitspanne für eine Genehmigung der Fördermittel von ca. 5 Tagen gar nicht eingehalten werden konnte und aufgrund der falschen Ausgangsdaten des Beraters nun ein ganz neuer Fördermittelantrag gestellt werden muß. Kostbare 10 Wochen sind verstrichen und mein Vorhaben muß auf ganz neue Plandaten aufgesetzt werden.
Aus meiner Sicht ist keinerlei Vertrauensbasis mehr gegeben. Der Berater besteht auf die Leistung der weiteren Teilbeträge und droht mir, nun drei Tage vor nächster Fälligkeit, bereits weitergehende rechtliche Schritte für den Fall meiner Nichtzahlung an. Ich würde am liebsten die durch ihn verschuldete Verzögerung quantifizieren und dagegen halten. Auf jeden Fall sehe ich keinerlei Basis für eine weitere Zusammenarbeit.
Wie kann ich am besten diese nicht weiter tragbare Zusammenarbeit beenden und den Berater-Vertrag auflösen?
Trifft nicht Ihr Problem?
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