Trennungsunterhalt/Zugewinn usw. / uneinsichtiger Ehemann ?
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Familienrecht
Beantwortet von
Rechtsanwältin Gabriele Koch
| in unter 1 Stunde
Seit April leben wir 60/61 Jahre im Trennungsjahr.Im Juli habe ich mir eine Rechtsberatung eingeholt und ich kam zu dem Entschluß, mich scheiden zu lassen, da mein Mann seine Freundin nicht aufgeben möchte, also so ein Dreiecksverhältnis. Trotzdem schlug er mir zweimal vor , die Ehe aufrecht zu erhalten. Was ich aber immer wieder sagte, es sollte nur aus finanziellen Gründen so weiter gehen, damit er kein Unterhalt an mich zahlen bräuchte. Trotzdem willigte ich zuerst einmal ein. Durch eine kleine Operation bei mir bedingt, kam mir dann die Erleuchtung, weil mein Mann mit mir lieb und herzlos umging.Die Freundin ist immer noch existent und er bewegt sich mit ihr im Ausland und geht seinem Hobby nach.
Mein Mann wurde indessen das zweite Mal aufgefordert, über seine Einkünfte Auskunft zu erteilen. Er legte den Steuerbescheid von 2005 vor, da der von 2006 noch nicht vom Finanzamt uns zugestellt wurde.
In 2005 hatte mein Mann ausserplanmäßige Kapitaleinkünfte und deswegen fiel die Berechnung für den Trennungsunterhalt, nach Abzug des Wohnvorteiles sehr hoch aus. Das wurde nun von meinem Mann moniert.
Ich wurde von ihm aufgefordert, den noch ausstehenden Bescheid beim Finanzamt anzufordern. Was ich auch tat.
Mit einer Zahlung des Tr. Unterhaltes möchte er bis Ende Oktober aussetzen, da wir dann bei meinem Rechtsanwalt ein Gespräch haben.Und er hofft auch , dass dann der Steuerbescheid für 2006 vorliegt, damit eine Korrektur stattfinden kann.
Ich verstehe meinen Mann überhaupt nicht mehr und kann es nicht nachvollziehen, dass er sich im Ausland vergnügt und ich sitze mit meiner kleinen Rente in der ehelichen Wohnung. Hätte ich eine entsprechende Stütze, wäre ich aus der ehelichen Wohnung ausgezogen (die sein Eigentum ist) und es gäbe bei seiner Rückkehr keine Streitereien mehr, welche alles verhärten.
Dieses Taktieren und pokern bis zur Reform ? , wann kommt die denn ? geht mir langsam auf die Nerven.
Mein Rechtsanwalt sagte mir, dass wir nicht so hart zu meinem Mann sein dürften und mit einer Zahlung warten sollten. Sonst müßte ich den Trennungsunterhalt einklagen. Da er aber weiß, dass er zahlen muß, könnte er ja wenigstens als Gentleman einen Vorschuß leisten. Sehe ich diesbezüglich etwas falsch?
Weiterhin frage ich mich nun, wenn in 2005 ,, außerplanmäßige Kapitaleinkünfte" waren, weil Geld ins Ausland geflossen war, er daraus Zinserträge hatte und das dementsprechend auch versteuert wurde, habe ich daraus nicht auch Anspruch bei Zugewinn und nachehelichem Unterhalt ?
Vor der Ehe hatte mein Mann einen Bungalow, wir bewohnten diesen gemeinsam, dann heirateten wir. Zwei Jahre später wurde der Bungalow verkauft und der Erlös wurde in andere Immobilien gesteckt. Habe ich hierbei kein Zugewinnanspruch ?
Er möchte mich mit meiner kleinen Rente leben lassen .
Danke im voraus, für alle Infos, damit ich wieder klar denken kann.




