Elternunterhalt <> Anschaffung einer Immobilie
09.03.2012 20:17 |
Preis: ***,00 € |
Beantwortet von
| in unter 2 Stunden
Preis: ***,00 € |
Familienrecht
Beantwortet von
Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
| in unter 2 Stunden
Guten Tag,
meine Mutter ist seit fast 25 Jahren psychisch und körperlich schwer erkrankt. Sie war ist bis heute in der gesamten Krankheitszeit ohne Einkommen. Die Krankheit (Manische Depressionen) sorgte zudem dafür dass ich immer wieder größere Geldsummen aufbringen musste, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern (unbezahlte Mieten, Schuldentilgung usw.) und auch ständig laufende Zahlungen an Sie gehen mussten.
Vor einigen Monaten wurde eine dringend notwendige, gesetzliche Betreuung beantragt und auch in Kraft gesetzt. Meine Mutter ist seitdem in einem Heim sehr gut untergebracht und fühlt sich dort auch sehr geborgen. Die Kosten für die Unterbringung betragen rund 4.000 Euro monatlich und so ist es verständlich, dass der Kostenträger mit einer Unterhaltsforderung an mich und die Familienmitglieder herantrat.
Bereitwillig habe ich über meine Einkommensverhältnisse Auskunft gegeben und zahle auch seitdem den vom Amt errechneten Unterhaltsanteil von rund 140 Euro im Monat und leiste weitere Zahlungen an meine Mutter selbst, da Sie nur ein sehr schmales Taschengeld zum Leben hat.
Soweit ist alles in Ordnung und auch kein Problem.
Nun folgt meine Frage:
Wie zuvor erwähnt musste ich in der Vergangenheit immer wieder größere Summen für den Unterhalt der Mutter aufbringen, da Sie in Ihren Manien teilweise in Kaufräusche verfiel oder einfach Mieten und andere Verbindlichkeiten nicht bezahlt hat. So habe ich über Jahre Bausparverträge aufgelöst und Kredite aufgenommen um Mietschulden zu tilgen oder Versandhausrechnungen, Stromkosten oder sonstige Dinge auszugleichen.
Ich bin nun fast 40 Jahre alt und habe erst vor 2 Monaten endlich den letzten Kredit abgelöst und bin seitdem schuldenfrei und habe ein Einkommen von rund 1800 Euro netto. Allerdings besitze ich durch die zuvor geschilderten Abläufe nicht das kleinste Bisschen an Kapital, da ich fast regelmäßig alles Ersparte wieder einsetzen musste.
Um im Alter "etwas zu haben", würde ich nun gerne eine Wohnung kaufen. Ich bin aber unsicher, ob
a) es mir überhaupt gestattet ist Kapital anzuschaffen, wissend dass ich ja Unterhalt zahlen muss.
und
b) die Kosten für die Finanzierung einer Wohnung auf den Unterhalt angerechnet werden können (ähnlich wie jetzigen Mietkosten)
Ist ein Wohnungskauf unter o. g. Voraussetzungen sinnvoll, oder soll ich die Finger davon lassen?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Trifft nicht Ihr Problem?
Wir haben 95 weitere Antworten zum Thema:
Elternunterhalt Immobilie
Elternunterhalt Immobilie









