Schenkung nach dem Tod ausserhalb des Testaments
| 17.02.2012 15:29 |
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Erbrecht
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Rechtsanwalt Stephan Bartels
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Die Verstorbene hatte keine Kinder und keine Eltern mehr, aber 3 Geschwister mit denen sie zerstritten war. Es existiert ein notarielles Testament, in dem eine gemeinnützige Organisation als Alleinerbe eingesetzt ist und ihre Geschwister explizit enterbt sind. Ich wurde von der Verstorbenen als Testamentsvollstrecker eingesetzt.
2 Monate vor ihrem Tod hat sie sich mit einem Bruder versöhnt. Er hat die Verstorbene wieder oft besucht und ihr viel geholfen. Der Bruder bekam sogar 'Vollmacht über den Tod hinaus' über ein Girokonto der Verstorbenen. Nach Aussage des Bruders, hat die Verstorbene ihn aufgefordert, für seinen Sohn, ihren Neffen, vom Girokonto 7.000 € als Geschenk an den Neffen zu überweisen.
Nun hat sich folgende Terminsituation ergeben:
Mündliche Vereinbarung über die Schenkung: Anfang November 2011
Tod der Schenkenden: 09.11.2011
Buchung und Wertstellung der Überweisung: 10.11.2011
Meine Frage: Ist diese Schenkung in Ordnung, oder muss ich als Testamentsvollstrecker die 7.000 € zurück fordern und an den Alleinerben weiter leiten, da die Schenkung erst nach dem Tod der Schenkenden / Erblasserin vollzogen worden ist und deshalb zur Erbmasse gehört? Kann ich die 'Schenkung' eventuell auch als 'mündliches Geldvermächtnis' betrachten?
Vielleicht ist noch wichtig zu erwähnen, dass sich die gesamte Erbmasse auf ca. 800.000 € beläuft und ich die Aussage der 'Schenkung an den Neffen' für glaubwürdig halte.
Trifft nicht Ihr Problem?
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