Kündigungsschutzgesetz - muss man sich alles gefallen lassen?
| 07.02.2011 19:31 |
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Arbeitsrecht
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Rechtsanwältin Britta Möhlenbrock
Hallo zusammen,
wie oben schon beschrieben hat einer unserer Mitarbeiter dafür entschieden in den Arbeitskampf zu treten und macht nun Dienst nach "Vorschrift" - nur leider nach seiner eigenen.
Grundlage:
unbefristeter Vertrag - 40 Stunden pro Woche, nach Absprache auch Samstags.
KSchG greift noch - die Situation wurde hier erklärt: http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=133577
Die Übernahme wird in den nächsten 14 Tagen stattfinden.
Einige unserer Mitarbeiter "ahnen" natürlich, dass es für Sie "eng" werden - einer davon, der mit seiner Annahme nicht schlecht liegt hat nun folgendes gemacht:
Für heute war im engeren Kreis eine Besprechnung angesetzt - eine Stunde vor Arbeitsbeginn - um )9 Uhr - der betreffende Mitarbeiter war trotzdem vor Ort, obwohl er nicht dazu eingeladen war.
Er legte unserer Empfangsdame einen Zettel vor, auf dem quittiert werden sollte, dass er vor Ort ist. (9:15 Uhr)
Eine halbe Stunde Pause wollte er sich auch noch quittieren lassen ... was aber nicht geklappt hat.
Um 17:15 Uhr kam der Mitarbeiter ins Büro und sagt "Ich gehe jetzt" - "so steht es in meinem Vertrag" und war weg. Wir waren etwas verdutzt und haben nicht reagieren können.
[Im Vertrag steht nichts anderes als oben beschrieben - 40 Stunden - was nach unserer Einschätzung 10 - 19 Uhr mit einer Stunde Pause ist - Samstage werden i.d.R. extra vergütet]
Ehrlich gesagt ist es eine Frechheit und wir würde gerne umgehend etwas tun (kündigen), vor allem auch um den Betriebsablauf nicht zu gefährden ... wo kommen wir denn hin wenn jeder so respektlos ist?
Was können wir tun?
Macht es Sinn die Übernahme abzuwarten und "normal" zu kündigen oder reicht es für eine fristlose? Oder in Kombination?
Der Mitarbeiter hat letzte Woche schon angekündigt, dass wir "blechen" werden, wenn wir ihn kündigen wollen.




