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Anwaltsrechnung korrekt?


09.04.2006 20:43 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
kürzlich suchte ich einen RA auf, um mich zur Kindes-und Ehegattenunterhaltsberechnung beraten zu lassen. Bitte prüfen Sie die Rechnung, die ich nicht nachvollziehen kann. Nettogehalt Ehemann € 4.050,00, mein Nettogehalt 890,00 €, Kindesunterhalt nach D´dorfer Tabelle netto 952,00 €, 3/7 Ehegattenunterhalt 763,00 €
Gegenstandswert 24.960,00€ (Jahreswert des Unterhaltes)
Beratungsgebühr §§ 13,14 Nr.2100 VV RVG 1,0 686,00 €
(Umfangreiche Beratung.....)
Post-und Telekommunikation 20,00 €
Gesamtbruttobetrag 818,96 €
Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

ich danke Ihnen für Ihre Online-Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworte.

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu der konkreten Berechnung des Betrages führen, die ein Mandant zahlen muss.

Ausgangspunkt ist der Gegenstandswert. Für diesen Gegenstandswert setzt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz RVG eine bestimmte Gebührenhöhe an. §§ 13, 14 RVG bestimmen wie die konkrete Nettogebühr zu errechnen ist, wobei allerdings der Betrag nicht genau dort geschrieben steht. Deshalb gibt es eine Gebührentabelle, in der die Gebühr betragsmäßig genannt ist. Auf diese Weise lassen sich falsche Berechnungen vermeiden. Bei einem Gegenstandswert von 24.960,- € sieht die Tabelle eine Nettogebühr von 686,- € vor. Es handelt sich nur um einen Betrag, der als Berechnungsgrundlage für den Betrag dient, den der Rechtsanwalt verlangen darf.

Um den konkreten Umständen, dem Anspruch und der Bedeutung sowie dem Aufwand des Falles gerecht zu werden, hat der Gesetzgeber außerdem ein Gebührenverzeichnis vorgesehen. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Gebührenarten wie z. B. Geschäftsgebühren, Verfahrensgebühren, Terminsgebühren und auch Beratungsgebühren.

Eine solche Beratungsgebühr sieht die in Ihrer Rechnung genannte Nr. 2100 RVG vor für die außergerichtliche Beratung eines Mandanten.

Das Gebührenverzeichnis Nr. 2100 RVG sieht außerdem einen sogenannten Gebührensatz vor. Dieser Gebührensatz ist ein Multiplator für die Gebühr. Nr. 2100 RVG sieht einen Gebührensatz zwischen 0,1 und 1 vor. Die Gebühr wird mit diesem Multiplikator multipliziert. Auf diese Weise erhält man die konkrete Gebühr. In anspruchsvollen und ausführlichen Beratungen wird ein hoher Gebührensatz angesetzt. In Ihrer Rechnung hat der Kollege den Höchstsatz 1,0 angesetzt.

Daraus folgt diese Berechnung:

Bei einem Gegenstandswert von 24.960,- € sehen die §§ 13, 14 RVG in Verbindung mit der Gebührentabelle eine Gebühr von 686,- € vor.

Dieser Betrag ist mit einem Gebührensatz von 1,0 zu multiplizieren, so dass die Gebühr in Ihrem Fall auch 686,- € beträgt. Eine andere Gebührenhöhe wäre nur dann anzusetzen, wen ein niedrigerer Satz verwendet würde. Wenn der Kollege z.B. einen Gebührensatz von 0,3 angesetzt hätte, wäre die konkrete Gebührenhöhe von 205,80 € gewesen. Da aber Ihre Sache wohl besonders umfangreich war, hat der Kollegen den Höchstsatz von 1,0 angesetzt.

Also bleibt im Ergebnis die volle Gebühr von 686,-€ bestehen.

Hinzuzurechnen sind Auslagen gem. Nr. 7002 in Höhe von höchstens 20,- €. Auch das hat der Kollege korrekt gemacht.

Dann ist die Mehrwertsteuer in Höhe von 16% hinzuzurechnen.

So ergibt sich

686,- € + 20,- €= 706,-€ + 16 % Mehrwertsteuer = 706,-€ + 112,96= 818,96€.

Damit ist die Rechnung korrekt.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Sollten Sie weitere Hilfe brauchen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichem Gruß!

Rechtsanwalt Dipl.-Jur. Thomas R. Krajewski

Jungbuschstraße 5
68159 Mannheim

Tel.: 0621 / 3 90 37 98
Fax 0621/ 1 78 99 90
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