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feuchte Wände in gekaufter ETW


14.12.2008 18:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Guten Tag,
wir haben uns im November eine Eigentumswohnung gekauft,
wo wir jetzt feststellen mußten das an allen 3 Zimmern an der verklinkerten Giebelseite bei Regen oder feuchter Witterung von aussen feuchtigkeit eindringt.

Der Verkäufer (Eigentümer u. auch der Makler) hat uns diesen bekannten Mangel einfach verschwiegen.
(die 2 Wohnungen unter uns haben dieses Problem auch u. es ist auch schon länger bekannt)

Wie sollten wir weiter vorgehen ? bzw. wer bezahlt unsere Anwalts u. Gutachterkosten bei diesem Rechtsstreit ?
wenn jeder seine Kosten selber tragen muß können wir uns das Geld lieber beiseite legen für die Reparaturkosten.

vielen Dank

Mfg. L
Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Zwar wird die Gewährleistung für etwaige Mängel in der Regel vertraglich ausgeschlossen. Auf diesen Gewährleistungsausschluss kann sich der Verkäufer jedoch nicht berufen, wenn er eine Beschaffenheitsgarantie übernommen oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat (§ 444 BGB). Nach Ihrer Schilderung war die Feuchtigkeit dem Verkäufer jedoch bekannt, sodass das Verschweigen eine arglistige Täuschung darstellt.

Für die Tatsache, dass der Feuchtigkeitsschaden bereits bei Kauf der Wohnung vorhanden und dies dem Verkäufer zu diesem Zeitpunkt bekannt war, sind Sie beweispflichtig. Insofern empfehle ich zunächst, den Feuchtigkeitsschaden auf Bildern festzuhalten und Nachbarn oder Eigentümer zu fragen, oder diese die Bekanntheit des Schadens bestätigen könnten. Sodann sollten Sie den Verkäufer auf den verschwiegenen Feuchtigkeitsschaden hinweisen und Ihn schriftlich unter Fristsetzung zur Nacherfüllung (Beseitigung des Schadens) auffordern oder die Minderung geltend machen. Je nach Schwere des Schadens könnte auch der Rücktritt vom Kaufvertrag in Betracht kommen.

Die Rechtsanwaltskosten sowie die Gutachterkosten trägt derjenige, der in einem eventuellen Gerichtsverfahren unterliegt. Zu beachten ist jedoch, dass Sie in der Regel die Kosten zunächst auslegen müssen.

Wegen der wirtschaftlichen Bedeutung der Angelegenheit empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt
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