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fehlender Stromzähler in Mietwohnung


10.04.2007 09:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


| in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich habe seit dem 1. April einen Mietvertrag für eine Wohnung, welche sich in Zwangsverwaltung befindet. Ende März bemerkte ich, dass kein Stromzähler installiert ist. Auf eine telefonische Anfrage beim Zwangsverwalter am 26.3.07, bekam ich die Antwort:"Da Sie mit den Stadtwerken einen Vertrag abschließen möchten, müssen Sie sich auch selbst um den Zähler kümmern, Strom ist Mietersache.". Nach Anfrage bei den Stadtwerken muß eine Prüfung der elektrischen Anlage vorgenommen werden da der Zähler schon seit 2004 abmontiert sei und der Zähler ist vom Eigentümer bzw der Hausverwaltung zu beantragen. Neue Anfrage beim Zwangsverwalter und plötzliche Zusage zum Zählereinbau bis zum 2.4.07(Reicht`s bis dahin?)! Nächster Anruf am 3.4.07, Zusicherung bis 5.4.07. Am Wochenende (7.4.07) immer noch kein Zähler. Auf Nachfrage beim Elektriker sagte mir dieser , dass er keinen Auftrag zur Prüfung der el. Anlage der Wohnung bekommen hätte, sondern lediglich ca. Anfang März einen Zähler bei den Stadtwerken beantragt hätte. Da ich, gutgläubig, die Miete für April pünktlich überwiesen habe, ist meine Frage nun, wie soll ich mich weiter verhalten? Ein Zählereinbau dauert mit vorheriger Prüfung noch mindestens diese Woche. Kann ich mir nun eine halbe Miete wiederholen, bzw die nächste nur zur Hälfte bezahlen?
Mit bestem Dank im Voraus
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 348 weitere Antworten zum Thema:
10.04.2007 | 10:08

Antwort

von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler
243 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Miete können Sie in angemessenem Umfang mindern, wenn die Mietsache einen Mangel hat, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt oder mindert. Dies gilt auch, wenn eine zugesicherte Eigenschaft fehlt oder später wegfällt.

Eine vertragliche Zusicherung eines Stromzählers schildern Sie nicht.

Mietrechtlich ist der Vermieter verpflichtet, einen Zugang zum Stromnetz bereit zu stellen, es sei denn es wurde vertraglich wiederum etwas anderes vereinbart. Stellt er diesen Zugang nicht, und ist daher z.B. kein Strom im Haus/Wohnung kann die Miete aufgrund dieses Mangels zu 100% gemindert werden.

Vorliegend fehlt es aber „lediglich“ an einem separaten Stromzähler. Damit ist Strom vorhanden, es kann aber z.B. die Abrechnung des Verbrauchs erschwert sein; daher sollten Sie hinsichtlich der Abrechnung in Ihren Mietvertrag sehen.

Der Strombezug obliegt grundsätzlich dem Mieter, es sei denn, dies ist vertraglich anders geregelt. Damit haben Sie allerdings selbst den Zähler einzubauen, wenn dieser für Ihren „Wunschstrom“ benötigt wird, Strom aber auch anderweitig vorhanden wäre. Eine Minderungsmöglichkeit sehe ich in diesem Fall eher nicht, da es an einer Beeinträchtigung fehlt (kein Strom; evtl. veraltetes Stromnetz, Stromausfälle etc.).

Sie sollten dennoch weiterhin Druck beim Eigentümer machen, wenn Sie den Stromzähler wünschen. Fragen Sie dabei aber auch nach den anfallenden Kosten. Des Weiteren sollten Sie unbedingt die Abrechnungsmodalitäten im Mietvertrag kontrollieren bzw. sich erklären lassen, sollte kein separater Stromzähler vorhanden sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net




Martin P. Freisler, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2007 | 10:27

Sehr geehrter Herr Freisler! Die Wohnung hat definitiv keinen Zugang zu irgendeinem Stromnetz, ich kann sie also momentan nicht nutzen. Im Mietvertrag ist weder ein Zähler zugesichert, noch ausgeschlossen. Es handelt sich um einen sog. Standartmietvertrag ohne Zusatzklauseln. Die Kosten für die Überprüfung der Anlage belaufen sich auf ca. 120,-€ und für die Montage des Zählers(nur vom Eigentümer zu veranlassen) sind nochmals ca. 50.-€ zuveranschlagen. Muß ich als Mieter das wirklich bezahlen um die Wohnung in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen? Wie gesagt ist der halbe Monat bei voller Miete fast verstrichen. MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2007 | 10:42

Vielen Dank für die Konkretisierung.

Da Sie überhaupt keinen Zugang zu einem Stromnetz haben und Sie mietvertraglich auch nicht die Pflicht zur Bereitstellung des Stromanschlusses übernommen haben, können Sie für die Zeit die Miete um 100% mindern. Dies stellt einen erheblichen Mangel dar, da Sie die Wohnung ohne Strom nicht nutzen können.

Da der Vermieter für den Stromzugang an sich verantwortlich ist, hat er auch die dafür anfallenden Kosten zu tragen.

Sollte er mit der Beseitigung des Mangels in Verzug kommen, können Sie den Mangel auch selbst beseitigen und Ersatz der dafür erforderlichen Aufwendungen verlangen, d.h. z.B. selbst den Elektriker beauftragen.

Zeigen Sie dem Vermieter die Höhe der Mietminderung schriftlich an und behalten die entsprechende Miete für die Dauer der Beeinträchtigung ein; bereits bezahlte Miete können Sie in der Minderungshöhe zurückfordern.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Martin P. Freisler
Mainz

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