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evtl. Anklage wg Verleumdung


28.10.2004 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Es besteht eine recht komplizierte Sachlage, versuche mich aber so kurz wie möglich halten.
Ein Bekannter(X) von uns hat meinem Freund einen Job bei einer Firma in der ein Bekannter(Y) von ihm arbeitet beschafft.
Als mein Freund dann dort erst ein paar Tage gearbeitet hat, hat X immer wieder abfällige Bemerkungen über Y gemacht und meinem Freund auch gesagt, dass er sich vor ihm in acht nehmen soll.
Daraufhin wurde mein Freund misstrauisch Y gegenüber. Er hat dann wohl auch ein paar Sachen falsch ausgelegt, und Bemerkung über Ihn anderen gegenüber gemacht. Jedenfalls dachten wir beide für Wochen, dass Y meinen Freund irgendwie reinlegen will, nicht das ganze Gehalt zahlen etc. X hat meinen Freund immer wieder gedrängt, auf einem schriftlichen Vertrag zu bestehen, denn nur so würde er nicht reingelegt werden.
Als wir vor ein paar Tagen dann den Vertrag bei Y daheim abholen wollten, haben wir Widersprüche in den Aussagen von Y und X bemerkt, und uns entschlossen, ihm zu erzählen, was X über ihn gesagt hat. Eine der Aussagen von X war auch, dass er glaubt, dass Y versucht den Abteilungsleiter aus der Firma zu bekommen. Er hat auch gesagt, dass er selbst auch in dieser Firma arbeiten will, aber nicht mit Y. Dass er Y Fertigmachen will und dafür sorgen will dass er nicht mehr in der Firma abreitet. Diese und weitere Aussagen haben wir dann Y erzählt. Der hat daraufhin gemeint, das interessiert ihn eigentlich gar nicht, er weiß das Y schon immer viel erzählt hat, und er würde das nicht weiter verfolgen wollen. Nur seine Frau wollte es nicht auf sich beruhen lasen, und X Widerrum erzählen was wir gesagt haben. Dies hat sie dann auch getan. Am nächsten Tag , hat dann X bei uns angerufen und uns gedroht er wird uns wegen Verleumdung anzeigen. Wie gesagt mein Freund hat auch Bemerkungen über Y anderen gegenüber gemacht die falsch waren. Den interessiert das aber gar nicht. Es geht nur um die Aussagen, die mein Freud gegenüber Y gemacht, und die angeblich Verleumdungen X gegenüber sind. Am Freitag wollen wir uns jetzt nochmals als „ letzte Chance“ zusammensetzen, mit allen Beteiligten. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass da viel bei raus kommt. X wird behaupten, er habe diese Aussagen nicht gemacht, mein Freund wird darauf bestehen, er hätte sie gemacht.
Jetzt meine Frage. Welche Chancen hat X, oder auch Y, falls er doch noch klagen will überhaupt? Wie würde die Anklage überhaupt lauten: Verleumdung, üble Nachrede, Beleidigung, oder wie? Vielen Dank für Ihre Antwort!
28.10.2004 | 14:51

Antwort

von


6 Bewertungen
Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

Sie Fragen nach der möglichen Strafbarkeit Ihres Freundes.

Wie Sie richtig sehen kommt hier eine Straftat gegen X und eine Straftat gegen Y in Betracht.

Ein strafbares Verhalten Ihres Freundes vermag ich allerdings nicht zu erkennen.

Die Straftat der üblen Nachrede liegt vor, wer bewusst eine „negative“ Tatsache behauptet wird, die nicht erweislich wahr ist: Die über X behaupteten Tatsachen sind erweislich wahr (Zeugen), über Y hat Ihr Freund nicht bewusst etwas Unwahres verbreitet.

Die Straftat der Verleumdung liegt vor, wenn wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen etwas Unwahres behauptet. Auch hier ist eine Straftat gegenüber X nicht ersichtlich, da keine unwahre Tatsache behauptet wurde. Gegenüber Y kommt ein Straftat ebenfalls nicht in Betracht, da ihr Freund nicht wider besseres Wissen gehandelt hat.

Wegen Beleidigung wird ein Strafverfahren nur auf Antrag des Geschädigten verfolgt. Dieser muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. X hat Ihr Freund nicht beleidigt, weil dass, was er über X sagte der Wahrheit entsprach, auch Y hat er nicht beleidigt, da er nicht vorsätzlich gehandelt hat.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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