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eigentumswohnung


| 15.12.2011 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



vor kurzer zeit haben sie mir schon einal sehr geholfen.

nun meine frage

ich wohne in einer eigentümmergemeinschaft mit 12 wohnungen

kürzlich wurden in allen wohnungen lt beschluss der eigentümerversammlung in allen wohnungen neue
geräte für die gegensprechanlage eingebaut

die hausverwaltung rechnet nun den austausch der geräte nach miteigentumsanteil ab

da ich in einer wohnung zwei geräte habe und in der anderen wohnung eins und den grössten miteigentumsanteil besitze soll ich nun für die anderen mitbezahlen

ich dachte es würde so abgerechnet jede wohnung ein gerät und somit auch die kosten pro wohnung

für eine muss ich natürlich zwei bezahlen

ist die abrechnung nach miteigentumsanteil korrekt ?

vielen dank
g. walter

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Sofern man die Gegensprechanlagen als Teil des Gemeinschaftseigentums ansehen würde, würde grundsätzlich die Abrechnung nach Miteigentumsanteil der gesetzlichen Regelung entsprechen, § 16 Abs. 2 WEG. Danach ist jeder Wohnungseigentümer verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Miteigentumsanteil zu tragen. Sofern sich also nicht aus der Teilungserklärung oder aus entsprechenden Beschlüssen der Eigentümergemeinschaft ergibt, dass eine andere Verteilung gewollt ist, wäre die Umlage korrekt.

Sofern sich aus der Teilungserklärung nichts anderes ergibt, ist aber davon auszugehen, dass die Gegensprechanalgen in den einzelnen Wohnungen Sondereigentum darstellen. So hat es auch das OLG Köln 2002 entschieden (16 Wx 126/02). Nach dieser Entscheidung würde nur etwas anderes gelten, wenn die jeweiligen Gegensprechanlagen unabdingbar für das Funktionieren der ganzen Sprechanlagen wären, also ohne eine einzelne Sprechanlage die übrigen nicht funktionieren würden. Dementsprechend sollten Sie ggf. unter Zuhilfenahme des Urteils des OLG Köln (http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2002/16_Wx_126_02beschluss20020826.html) zunächst bei der Hausverwaltung nachfragen, wie Sie zu der vorgenommenen Kostenverteilung kommen, obwohl die Gegensprechanlagen doch als Sondereigentum anzusehen seien. Sofern diese keine entsprechende Begründung liefern kann, sehe ich vorbehaltlich anderer Regelungen in Teilungserklärung oder durch entsprechende Beschlüsse gute Aussichten, eine Kostenverteilung nach Wohnungen durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst weitergeholfen zu haben. Sollte die Hausverwaltung nicht einlenken, sollten Sie die Angelegenheit mit den entsprechenden Unterlagen ggf. noch einmal von einem Kollegen überprüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 16.12.2011 | 13:19


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