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eBay - Verkäufer will Schnäppchen nicht liefern


08.09.2004 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe einen Posten von 5 Stück Laptops (1,5 GHz, 128 MB RAM) per Sofortkauf erworben und über PayPal bezahlt.
Der Verkäufer beruft sich jetzt auf einen Irrtum, behauptet er meinte den Preis von 1400 EURO pro Stück und will auch nur 1 Stück liefern oder das Geld zurückzahlen.

Dabei war der Artikelpreis deutlich angegeben mit 280,00 EURO pro Stück und 1400 EURO für den ganzen Posten. Das war zwar sehr günstig, aber schließlich werden doch auch neue Laptops ab 1 EURO versteigert.

Der Verkäufer (Düsseldorfer Anschrift) handelt wohl im Auftrag einer Essener Firma mit HR-Eintrag.
Kann er sich evtl. auf einen offensichtlichen Irrtum herausreden und aus dem Schnäppchen wird nichts?

Was sollte ich tun und wie stehen meine Chancen?



08.09.2004 | 17:59

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender, sehr geehrte Rechtssuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst verweise ich auf ein aktuelles Urteil des OLG Hamm vom 12.01.2004 (veröffentlich in: NJW 2004, Seite 2601 (Heft 36). Dort hatte ein Internetportal auch einen PC zum Preis von 1,88 EUR angeboten. Hinterher behauptete der Händler, daß das Komma "versehentlich" um zwei Stellen nach vor gerutscht sei.

Das Gericht hat in dem Schreiben eine Anfechtung des Kaufvertrages gem. § 142 BGB gesehen. Das Gericht sah hier ein Übermittlungsirrtum.

Jetzt hängt es bei Ihnen davon ab, wie die Seite aufgebaut war und wie die Umstände sonsten waren.

Es ist also gut möglich, daß in einem Gerichtsverfahren auch dieses Grundsätze angewandt werden. Sollte sich aber eindeutig und unzweifelhaft ergeben, daß pro einem Laptop nur ein Preis von 280 EUR verlangt werden, so können Sie auf Auslieferung bestehen. Sie sollten den Händler unter Fristsetzung auffordern, die Ware an Sie auszuliefern.
Aber nochmals: es hängt von den Umständen des Einzelfalles ab.

Sollte eine wirksame Anfechtung des Vertrages vorliegen - wofür das Schreiben des Händlers spricht oder so auszulegen ist - dann können Sie ggf. Schadensersatz geltend machen. Es wird aber nur der Schaden ersetzt, die durch das Vertrauen auf die Gültigkeit des Vertrages entstanden sind.

Ich rate Ihnen daher zu einem Anwalt zu gehen, ihm die Unterlagen - Auszug aus der Homepage, Schriftverkehr, etc- zu zeigen und dann das genaue Vorgehen zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
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Telefon: 0221/ 272 4745
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

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