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diebstahl in besonders schwerem fall


16.12.2016 20:30 |
Preis: 28,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



vor 2 wochen bin ich sehr betrunken mit 2 freunden auf dem rückweg von der kneipe an einem abgesperrten verkaufsstand von weihnachtsbäumen vorbeigekommen. ein kollege hatte die idee aus "spaß" einen baum mitzunehmen und hat sich zugang zu dem verkaufsstand verschafft. ich und ein weiterrer kollege standen draussen und sollten den baum sozusagen entgegennehmen.

nun is die polizei sehr schnell gekommen und hat uns sozusagen auf frischer tat ertappt. habe heute einen brief bekommen wegen "diebstahl in besonders schwerem fall von weihnchtsbaum (gemeinschaftlich)" und (was ich erst recht garnicht verstehe) wegen sachbeschädigung.

leider war ich so betrunken das ich nicht mehr alles weiß, aber wir haben an dem abend betrunken alles abgestritten bzw keine angaben gemacht und nur brav unsere personalausweise abgegeben. sonst wurden bislang noch keinerlei aussagen getätigt. ich weiß nicht ob die polizei uns gesehn hat wie wir den baum entgegne nehmen wollten oder nicht.

was soll man nun am besten tun?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein besonders schwerer Fall des Diebstahls wird nach § 243 StGB mit Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft. Sie sollte den Tatvorwurf also durchaus ernst nehmen.

Als Beschuldigter müssen Sie außer den Angaben zur Person keine Aussage bei der Polizei machen. Sie müssen auch nicht zu einem Vernehmungstermin erscheinen. Das Schweigen zur Sache darf Ihnen nicht zum Nachteil angelastet werden.

Sie sollten daher ohne vorherige Akteneinsicht keine Angaben bei der Polizei machen sondern nur mitteilen, dass Sie einen Verteidiger beauftragen werden.

Ein Verteidiget wird die Akte einsehen und prüfen, ob es sich tatsächlich um einen besonders schweren Fall des Diebstahls handelt, warum Ihnen eine Sachbeschädigung vorgeworfen wird, wie Ihre Tatbeteiligung zu bewerten ist (Mittäter oder vielleicht nur Helfer) und welche Beweise es gibt. Erst nach der Akteneinsicht kann eine Verteidigungsstrategie entwickelt werden. Sofern es sinnvoll ist, können Sie dann eine Aussage über den Verteidiger abgeben. Der Verteidiger wird dabei verhindern, dass Sie sich versehentlich selbst belasten und versuchen, falls möglich, den Tatvorwurf zu entkräften oder zumindest eine möglichst geringe Strafe zu erreichen.

Daher der dringende Rat: Auch wenn ein Verteidiger sicherlich Kosten für Sie verursacht, sollten Sie nicht versuchen, sich selbst zu verteidigen. Beauftragen Sie vor Ort einen Verteidiger mit der Akteneinsicht und geben Sie nur mit Hilfe des Verteidigers eine Aussage ab.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin


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