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belastetes Haus wer zahlt Raten


04.12.2008 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

seit 14 Monaten lebe ich von meiner Frau getrennt. Sie bewohnt das EFH mit unseren 2 Kindern. Die Scheidung ist eingereicht. Im Grundbuch sind beide eingetragen. Ich bestreite ein Darlehen für das EFH allein, da meine Frau keine Veranlassung sieht sich zu beteiligen. Bis 2007 wurden die Darlehen über den Betrieb bedient. (3 Kontomodell). Ab 2008 bediene ich die Rückzahlung von meinem Privatkonto. Das Darlehen ist als Hypothekendarlehen ausgewiesen, allein auf meinen Namen. Für das Haus gibt es ein gemeinsam in Auftrag gegebenes Gutachten. Meine Frau möchte das Haus übernehmen.
Frage 1: Kann ich meine Frau zwingen sich an den Darlehenszahlungen zu beteiligen?
Frage 2: Meine Frau möchte nicht den im Gutachten bezifferten Preis an mich zahlen. Auch ein weiteres Gutachten möchte sie nicht. Wie kann ich mein Haus und damit meine Darlehen loswerden?
Frage 3: Kann ich nach dem Trennungsjahr von meiner Frau den im Gutachten bezifferten Preis der erzielbaren Kaltmiete verlangen?

Vielen Dank für Ihre Mühe


Mit freundlichem Gruß
Sehr geehrter Ratsuchender,

einen Anspruch auf einen Anteil der Darlehenszinsen haben Sie nicht, da nur Sie allein der Darlhensnehmer sind . Ein Gesamtschuldnerausgleich kommt daher nicht in Betracht. Diesen Anspruch hätten Sie hingegen gehabt, wenn beide Eheleute Darlehensnehmer gewesen wären.

Jedoch haben Sie, und insoweit gehe ich bereits auf Ihre Frage 3 ein, einen Nutzungsentschädigungsanspruch gegen Ihre getrenntlebende Ehefrau, da diese nunmehr auch Ihren Vermögenswert allein nutzt.

Das Haus können Sie alleine nicht los werden. Da es im Miteigentum steht, können Sie nur gemeinsam mit Ihrer Frau das Haus verkaufen. Können Sie sich aber über den Übernahmebetrag nicht einigen und stimmt Ihre Frau auch einem Verkauf nicht zu, bleibt nur eine Veräußerung im Wge der Teilungsversteiguerng. Nur so kann das Haus auch gegen den Willen des anderen veräußert werden.

Da die Teilungsversteigerung aber voraussichtlich einen finanziellen Verlust darstellen würde, sollten Sie dieses Ihrer Frau deutlich machen und diese doch noch zu einem Umdenken bewegen.

Mit freundlichenn Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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