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ausstehender Kindesunterhalt


02.11.2004 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
bevor ich zu meiner Fragestellung komme, liste ich ein paar Daten zur Situation auf:
2 eheliche Kinder (geb. 05/97 & 04/99)
Trennung (offiziell) 17.05.1999
Scheidung 02.06.2002
Dem Scheidungsurteil wurde die damalig bestehende Unterhaltsvereinbarung für Ehegatten- und Kindesunterhalt beigefügt (Ehegattenunterhalt 463,00 €; Kindesunterhalt je Kind 240,00 € - jeweils im voraus des Monats fällig)
 somit lt. Aussage meines damaligen Anwalts „Vollstreckbarer Titel“
Arbeite seit Mai 2002 – nach Ende der Elternzeit des zweiten Kindes – wieder Vollzeit in Absprache mit meinem Mann – Entgegenkommen meinerseits, da ich ihn finanziell unabhängig sein wollte aufgrund seiner unzuverlässigen Zahlungen.
Seit Anfang des Jahres 2004 nun zahlt er den Kindesunterhalt für die beiden Kinder nur nach Aufforderung und meist auch nicht in voller Höhe.
Inzwischen steht ein Betrag von 2.270,00 € an Kindesunterhalt für den Zeitraum Jan - Nov 04 aus.

Zwischenzeitlich hatte ich versucht ihm einen Brief zukommen zu lassen (Einschreiben-Rückschein) in dem ich ihn aufforderte mir mitzuteilen, wann & wie er den Rückstand ausgleichen möchte. Gleichzeitig hatte ich ihn aufgefordert mir seine aktuellen letzten drei Gehaltsabrechnungen zukommen zu lassen.
Den Brief hat er bei der Post nicht abgeholt.

Über seine aktuellen Einkünfte kann ich nichts sagen. Er war bis Anfang Februar arbeitslos und ist seitdem wieder in Arbeit – Arbeitgeber ist mir bekannt.

Aus unserer Ehe weiß ich noch, dass er (österreichischer Staatsbürger) Eigentümer einer kleinen Eigentumswohnung in Wien ist.

Frage:
1) Kann ich mit dem pfändbaren Titel eine Gehaltspfändung einleiten? Was genau muss ich dann tun?
2) Oder ist es sinnvoller die Eigentumswohnung in Wien in dieses Thema mit einzubeziehen? (diese wird derzeit von seinen Eltern bewohnt) Welche Schritte wären hierfür notwendig?
Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben mit einem vollstreckbaren Titel eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Ihre titulierten Forderungen im Wege der Zwangsvollstreckung beitreiben zu lassen.

Neben der von Ihnen geschilderten Möglichkeit besteht z.B. auch noch die Möglichkeit, in das Girokonto Ihres Ex-Mannes zu vollstrecken.

In beiden Fällen müssen Sie beim Vollstreckungsgericht (das ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk Ihr Ex-Mann wohnt), einen sog. Pfändungs- und einen Überweisungsantrag stellen.

Die geschieht dadurch, daß der gewünschte Pfändungs- und Überweisungsbeschluss fertig formuliert beim Gericht eingereicht und dessen Erlass beantragt.

Hierbei sind eine ganze Reihe strenger prozessualer Formalien einzuhalten und die Forderung genau zu spezifizieren. Das ganze ist insgesamt so kompliziert, dass es vom Laien nicht zu bewältigen ist. Sie müssen also einen Rechtsanwalt damit beauftragen.

Was die Eigentumswohnung angeht ist eher davon abzuraten, das anzugehen. Zum einen ist die Vollstreckung in Forderungen (s.o.) wesentlich schneller und einfacher, zweitens steht die offene Forderung in keinem Verhältnis zum Wert der Wohnung, so daß eine Vollstreckung hierein abgelehnt würde, drittens ist die Zwangsvollstreckung im Ausland (selbst innerhalb Europas) ein ziemliches "Abenteuer".

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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