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asylrecht


25.02.2011 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Siegfried Huber-Sierk




hallo.......ein guter freund von mir (ein inder) hat in schweden asyl beantragt.der asylantrag wurde in schweden abgelehnt und daraufhin ist er nach deutschland gekommen um erneut einen asylantrag zu stellen.das asylheim hier in deutschlnd sagte das er höchstwarscheinlich wieder nach schweden zurück geschickt wird und von schweden aus wieder nach indien. meine frage nun....gibt es irgendeine möglichkeit das er doch in deutschland bleiben kann??? er möchte auf garkeinen fall zurück nach indien.( zur info...er hat vor 5 oder 6 jahren eine deutsche frau in indien geheiratet....diese ist aber nach ca. 2 monaten ohne ihn wieder nach deutschand gereist).
würde mich über eine schnelle antwort sehr freuen........liebe grüße
danke.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 3 weitere Antworten zum Thema:
25.02.2011 | 22:23

Antwort

von

Rechtsanwalt Siegfried Huber-Sierk
77 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung und unter Berücksichtigung der Höhe Ihres Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Die Auskunft, dass Ihr Bekannter aus Indien höchstwahrscheinlich wieder in das Einwanderungsland, also nach Schweden zurückgeschickt wird und von dort aus entsprechend dem in Schweden geltenden Asylrecht wieder nach Indien ausgewiesen und, sofern eine freiwillige Ausreise nicht stattfindet, abgeschoben wird, ist zutreffend. In asylrechtlicher Hinsicht besteht nach der Ablehnung des Asylantrags in Schweden jedenfalls keine Möglichkeit, in der Bundesrepublik bleiben zu können.

Die Eheschließung mit einer deutschen Staatsangehörigen vor fünf oder sechs Jahren wäre aufenthaltsrechtlich nur dann von Bedeutung, wenn diese Ehe noch besteht und beide Ehepartner die Absicht hätten, eine eheliche Lebensgemeinschaft in der Bundesrepublik herzustellen und zu wahren. In diesem Fall könnte Ihr Bekannter aus Indien gemäß § 28 Abs. 1 AufenthG (Aufenthaltsgesetz) eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Ehegattennachzugs beantragen. Ihr Hinweis, dass die deutsche Ehefrau Ihres Bekannten schon zirka zwei Monate nach der Eheschließung wieder allein nach Deutschland zurückgekehrt ist, spricht wohl eher dafür, dass die Ehe inzwischen wohl nicht mehr besteht oder zumindest die Eheleute getrennt leben. Auch wenn die Ehe formal bestehen sollte, berechtigt dies für sich allein nicht zum Ehegattennachzug. Erforderlich ist vielmehr das Bestehen einer dauerhaften ehelichen Lebensgemeinschaft. Dies ist nur dann anzunehmen, wenn die Ehepartner erkennbar in einer dauerhaften, durch enge Verbundenheit und gegenseitigen Beistand geprägten Beziehung zusammenleben oder zusammenleben wollen.

Aus Ihren Angaben ergeben sich auch keine Anhaltspunkte für eine andere Aufenthaltsmöglichkeit, zum Beispiel zum Zwecke des Studiums oder der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Hierzu wäre im übrigen ein entsprechendes Visum erforderlich, welches Ihr Bekannter in seinem Heimatland bei einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) beantragen müsste.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber nur auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung wünschen. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Mit freundlichen Grüßen
Huber-Sierk
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2011 | 23:08

das visum wurde damals abgelehnt als er mit seiner frau nach deutshland einreisen wollte.
er würde hier gerne arbeiten.

und wie wäre es wenn er sich scheiden lassen würde und mit seiner jetztigen freundin heiraten würde.
kann er die scheidung hier einreichen oder muss er das in indien tun?und wenn er die scheidung einreicht, kann die aufenthaltsgenehmigung wegen der scheidung verlängert werden.........die genehmigung läuft demnächst ab.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2011 | 00:14


Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich bitte um Verständnis, dass Ihre umfangreichen Nachfragen nicht im Rahmen Ihrer ursprünglichen Anfrage beantwortet werden können. Durch die einmalige kostenlose Nachfrage im Rahmen dieses Beratungsforums sollen etwaige Unklarheiten ausgeräumt oder Verständnisprobleme geklärt werden, aber nicht das Thema der ursprünglichen Anfrage durch weitere Detailfragen erweitert oder gar durch Einbeziehung weiterer Rechtsprobleme geändert werden. Es liegt dann keine Nachfrage, sondern eine neue Anfrage vor. Ich bitte außerdem zu bedenken, dass Ihr Einsatz von 25 EUR nur geringfügig über dem Mindestsatz liegt, der für die Beantwortung einer rechtlich einfachen Frage vorgesehen ist. Ich schlage deshalb vor, dass Sie sich Ihre Nachfragen, die schon wegen des Umfangs und des zu Grunde liegenden komplizierten Rechtsgebiets auch für eine Erstberatung im Rahmen von "frag-einen-Anwalt" (zeitlichen Begrenzung von zwei Stunden!) nicht mehr geeignet sind, im Rahmen der in diesem Forum ebenfalls angebotenen "Anwalt-Direktanfrage" beantworten lassen oder einen Anwalt Ihres Vertrauens in Ihrer Nähe aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Huber-Sierk
Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Siegfried Huber-Sierk
München

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