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angeblich KV, Sachbeschädigung KFZ und Handy u Nötigung


| 30.12.2014 13:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Guten Tag,
Liebe Anwälte,

Folgender Fall, ich habe mich Ende Oktober abends an einem Sonntag mit einer bekannten getroffen bzw es war eine Art "Affäre" wir saßen beide in meinem Auto und ich wollte daraufhin ihr mitteilen das ich diese Sache beenden will und keinen Kontakt mehr zu ihr möchte.

Daraufhin bat ich Sie dann 3 mal sie möge doch bitte aussteigen. Dieser Aufforderung kam sie aber nicht nach ich wurde daraufhin auch etwas lauter. Ich beugte mich daraufhin vom Fahrersitz aus über sie drüber und wollte die Fahrertür öffnen stieß diese Leicht auf und die Tür stieß angeblich leicht gegen Ihr Auto beifahrerseite da Sie neben mir parkte. (Angeblicher leichter Kratzer ohne Lackabrieb)..

sie stieg daraufhin aber immer noch nicht aus. Ich stieg aus ging ums auto herum nahm sie leicht an ihren Handgelenken und zog sie heraus. Daraufhin packte Sie mich an den Oberarmen ( ich erlitt dabei deutlich sichtbare Hämatome und Kratzspuren) Fotos liegen ebenfalls vor. Bei dem Übergriff viel auch ihr Handy zu Boden was angeblich total zerstört wurde.. beweise dafür oder Fotos gibt es nicht. Aufgrund ihres Übergriffs habe ich sie reflexartig von mir weggeschubst Sie viel dabei in den Grünstreifen.  Dabei hat sie sich angeblich die Hand verstaucht links und rechts und das Knie aufgeschürft.

Sie hat sich das durch einen Arzt bestätigen lassen und hat sich 4 Tage krankschreiben lassen.. Desweiteren behauptet Sie ich habe sie in den Lendenbreich getreten mit dem Fuß.. und hat sich auch eine Prellung der Lendenwirbelsäule attestieren lassen. Ich habe sie nicht getreten ich hatte zu der Zeit einen Bänderriss im linken Sprunggelenk (Behandlungsberichte etc und das ich zum Zeitpunkt der Tat auch eine Schiene trug und nur Crogs anziehen konnte habe ich der Staatsanwaltschaft vorgelegt)

Nach ihrem Sturz wollte ich ihr aufhelfen und mich Entschuldigen sie stieg in ihr Auto sperrte sich ein und schrie noch aus dem Fenster ich werde dich anzeigen. Sie behauptet aber jetzt auch noch das ich ihr daraufhin auch noch gedroht Hätte das was passiert. Und ich die scheibe einschlagen wollte. Sie hat sich nun auch noch vom Arzt eine posttraumatische Angststörung attestieren lassen..

Ferner behauptet sie auch noch ich hätte ihr handy absichtlich zu Boden geschmissen und es sei kaputt. Sie hat aber nachweislich noch telefoniert.
Den Sie musste ihren Vater angerufen haben der kannte mich erstens nicht zweitens hatte er meine Nummer garnicht. Daraufhin rief mich ihr Vater an das sie mich fertig machen werden.
Ich habe einen Screenshot gemacht von dem Anruf und ebenfalls der Staatsanwaltschaft vorgelegt.

Zeugen für den ganzen Tatablauf gibt es nicht. Es war abends gegen 19:15 dunkel und auf einem Parkplatz eines Verbrauchermarktes.

Ich bin 29 Jahre alt. Ich habe noch vergessen zu erwähnen ich habe gegen sie auch anzeige wegen KV erstattet. Wurde aber von der Sta schon eingestellt letzte woche.
Ich wurde mal 2007 wegen Betruges verurteilt 100 Tagessätze zu 30 Euro.
Sie und ihr Vater haben Kenntnis davon das ich Soldat bin und mit einer fristlosen Entlassung zu rechnen.
Am nächsten Tag wollte ich das meinem KP Chef mitteilen. Dieser sagte mir das schon jemand in der Kaserne angerufen hat und ihm wurde das über 3 Personen mitgeteilt. Ich denke es war ihr Vater.

Was ich bis jetzt unternommen habe :

Akteneinsicht durch einen befreundeten Anwalt
Behandlungsberichte von meinem Bänderriss vorgelegt, unter anderem auch Fotos wie der damals aussah. Ein Foto mit der Schiene die ich trug und die Schuhe

Einen Screenshot von dem Anruf das sie ihren Vater kontaktiert haben muss und dieser mich dann anrief

Und ich habe ihr 800 Euro überwiesen für den angelich entstanden Schaden (denn es nicht gab und wenn dann war es nicht absichtlich) und einen Teil als Schmerzensgeld für ihren unbeabsichtigten Sturz der durch unsere "Rangelei" entstand.
(Was kein Schuldeingeständnis darstellen soll ich wollte damit meinen guten Willen unterstreichen mich zu Entschuldigen und außergerichtlich zu einigen.

Kommt hier noch eine Einstellung in Betracht ??
Was hätte ich im Fall einer Verurteilung zu erwarten ?
Eine Haftstrafe ohne Bewährung? ? Aufgrund meiner Vorbelastung aus 2008 ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine endgültige Einschätzung ist in diesen Fällen immer nur nach Akteneinsicht möglich. Ich rate Ihnen über Ihren Anwalt eine Einlassung zur Sache abzugeben, soweit noch nicht geschehen.

Nach meiner Erfahrung halte ich eine Einstellung für eher wahrscheinlich. Trotz der Behauptungen dürften ernsthafte Verletzungen nicht eingetreten sein, die Folgen werden hier erkennbar "aufgebauscht". Da nach Ihrer Schilderung keine Absicht gegeben war, könnte man hier auch über fahrlässige Körperverletzung nachdenken. Das Treten dürfte nicht nachweisbar sein, was wichtig ist, da ansonsten sogar eine gefährliche Körperverletzung in Betracht käme.

Ich rechne mit einer Einstellung nach § 153 a StPO gegen eine Auflage. Das wird eine Geldauflage sein, eventuell auch kombiniert mit der Auflage den Schaden auszugleichen, was Sie auch schon getan haben.

Wenn es nicht zu einer Einstellung käme, wäre auch ein Strafbefehl denkbar, dann würde die Strafe schriftlich erfolgen und wäre eine Geldstrafe.

Mit einer Freiheitsstrafe müssen Sie nach meiner Einschätzung in keinem Fall rechnen. Ihre Vorbelastung ist nicht einschlägig, da es damals ein Vermögensdelikt war und weil dies auch schon einige Jahre zurückliegt.

Wichtig ist, dass Sie "Ihre" Version darlegen und die Behauptungen der Bekannten erschüttern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2014 | 16:03

Danke erstmal für Ihre Einschätzung..
Sie gehen also davon aus, dass sich das Verfahren mit Hilfe eines Verteidigers zur Einstellung bringen lässt ? auch wenn es doch um mehrere Delikte geht ?

Und sollte eine Einstellung nach Paragraph 153a erfolgen kann man pauschal sagen wie hoch diese Geldauflage ist ?

Danke für Ihre Bemühungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2014 | 16:22

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Die weiteren Delikte wie Nötigung und Sachbeschädigung fallen nicht erheblich ins Gewicht.
Die Sachbeschädigung ist ja ohnehin fraglich.

Auch eine Geldauflage orientiert sich ein Stück weit an Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen. Ich würde einen Betrag bis maximal 1000 € schätzen. Hier hat aber jede Staatsanwaltschaft Ihre eigenen "Richtwerte" so dass dies wirklich nur eine Einschätzung ist.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.12.2014 | 20:23


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"Hallo Herr Wöhler, ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Einschätzung, und auch ein Stück weit das Sie mir die Angst genommen haben. Alles gute "
FRAGESTELLER 30.12.2014 5/5.0
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