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abmahnung einer azubi wegen handygebrauchs


22.12.2008 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



meine tochter, azubi als hotelfachfrau im 2.lehrjahr, wurde schriftlich abgemahnt, weil sie angeblich während des staubsaugens auf ihrem handy eine sms geschrieben hätte. tatsächlich hat sie nach der uhrzeit geschaut, da armbanduhren verboten und uhren in den fluren nicht vorhanden sind. ihr wurde mit kündigung gedroht, falls dies nochmals vorkommen würde. meine tochter hat, da sie minderjährig ist, diese abmahnung nicht unterschrieben.
ist diese abmahnung rechtskräftig oder muss ich als erziehungsberechtigte eine gegendarstellung in die personalakte einfügen lassen?
kann wegen so einer lappalie überhaupt abgemahnt werden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Eine Abmahnung ist der Ausdruck einer Missbilligung eines Verhaltens unter Androhung einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses, sofern das Verhalten nicht geändert wird.
Eine Abmahnung widerspricht dann dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und ist unwirksam, wenn sie aus ganz geringfügigem Anlass ausgesprochen wurde.

Ob dies hier der Fall ist, hängt dvon ab, ob der Arbeitgeber bereits mündlich oder schriftllich darauf hingewiesen hat, dass der Einsatz eines Handys während der Arbeitszeit verboten ist.

2. Sicherlich wird aber, selbst wenn Ihre Tochter eine SMS geschrieben hat, dies, auch im Wiederholungsfall eine Kündigung des Ausbildungsverhältnisses nicht rechtfertigen, zumal der Arbeitgeber gegenüber Auszubildenden eine besondere Fürsorgepflicht hat und darüber hinaus auch das Alter der Auszubildenden zu berücksichtigen ist. Im übrigen können Ausbildungsverhältnisses nach der Probezeit nur außerordentlich beendet werden; hierfür ist das Schreiben einer oder auch mehrerer SMS sicherlich nicht als Kündigungsgrund aunzusehen.

3. Sie haben nun die Möglichkeit die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte zu verlangen oder eine von Ihnen und Ihrer Tochter verfasste Gegendarstellung in die Personalakte aufnehmen zu lassen.
Auch wenn Sie keine Stellungnahme abgeben und es käme tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber, könnte auch dann noch die Unrichtigkeit der Abmahnung im Rahmen der gerichtlichen Auseinandersetzung geltend gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin


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