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Zwei Einträge im Führungszeugnis und nur eine Strafe 'abgesessen'


13.11.2014 18:53 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel



Sehr geehrte Rechtsanwälte, sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich höflichst darauf hinweisen,dass ich derzeit ALG II beziehe und nicht mehr als 40,00 Euro einsetzen kann. Vielen Dank im Voraus!

Für eine Bewerbung bzw. für eine Weiterbildungsmaßnahme habe ich ein Führungszeugnis beantragt und war über einen Eintrag sehr verwundert.

Ausstellung 08.11.2014

Eintragungen im Register

Punkt 1. 18.09.2012 Amtsgericht
XXXXXXXX
Rechtskräftig seit 06.09.2013
Datum der Tat : 20.03.2010
Tatbezeichnung : XXXXXXXXXX
80 Tagessätze zu je 25,00 Euro Geldstrafe

Punkt 2. 15.01.2013 Amtsgericht wie oben
Rechtskräftig seit 20.02.2013
Datum der Tat : 30.05.2012
60 Tagessätze zu je 25,00 Euro Geldstrafe

Im Juni 2014 war die Polizei mit Haftbefehl bei mir und hat mich direkt in die JVA verbracht, wo ich dann 20 Tage abgessen habe und für die restlichen 40 Tage ausgelöst wurde (Bruder)
Im Vorfeld ,also am Tag der Verbringung in die JVA habe ich den Kripobeamten gefragt, ob er eine polizeiliche Abfrage machen könnte,denn mir war nur Punkt 1 bekannt und nicht Punkt 2 mit den 60 Tagessätzen. Jedenfalls bekam er die Auskunft "negativ", es lag nach der Abfrage im Juni 2014 nichts weiter vor.
Möchte noch erwähnen,dass ich meine Strafe zu Punkt 1 nie bezahlt oder abgesessen habe und das ich von Mai 2013 bis Juni 2014 (Festnahme) im Ausland war.

Jedenfalls war ich sehr verwundert und geschockt, dass ich für eine Straftat ins Gefängnis gewandert bin,von der mir nichts bekannt war (Punkt 2) und die ich nie begangen habe. Gehe davon aus, dass hier eine öffentliche Zustellung erfolgte.

Nun meine Fragen:

Ist es möglich und sehr wahrscheinlich,dass ich nun noch für Punkt 1 mit 80 Tagessätzen belangt werde, obwohl die Abfrage im Juni 2014 negativ war? Der P.Beamte sagte wörtlich, "NEIN ,es liegt weiter nichts gegen Sie vor" Nur diese 1500,00 Euro .
Anmerkung: Im Juni 2014 war ich noch ohne festen Wohnsitz.

Welchen Rat geben Sie mir? Soll ich zur Polizei gehen und nochmals Fragen wegen der Strafe aus Punkt 1 ? Mit 80 Tagessätzen ist man dann auch erledigt und meine neue Anstellung kann ich dann sicher vergessen.

Hoffe, ich habe alles verständlich dargelegt und bedanke mich nochmals im Voraus.

mit freundlichem Gruß



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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zuständig für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft, die im jeweiligen Gerichtsbezirk ansäßig ist.

Dort sollten Sie unverzüglich anrufen, und unter Angabe des Aktenzeichens unter Punkt 1 nachfragen, wie der Stand der Vollstreckung ist.

Sie können, falls dort die Strafe noch "offen" ist, auch eine Ratenzahlung vereinbaren.

Wieso der Polizeibeamte Ihnen gegenüber entgegen den Festsetzungen im Bundeszentralregister geäußert hat, es läge nichts weiter vor, kann ich mir nicht erklären.

Jedenfalls rate ich Ihnen dringend sich mit der Staatsanwaltschaft in Verbindung zu setzen, um einer möglicherweise erneuten Festnahme zu entgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2014 | 20:08

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.dennoch, mein Gedanke war auch bei der Staatsanwaltschaft anzurufen,sofern ich denn eine telefonische Auskunft unter Angabe des A.k.z.bekomme. Vielleicht ist der Punkt 1 dort aber auch in Vergessenheit geraten und ich schieße mir ein Eigentor.
Habe den Polizeibeamten der zuständig für die Fahndung war explizit im Juni 2014 darauf hingewiesen,dass ich wegen Betruges (Punkt 1) noch eine Geldstrafe offen habe.
Wie ich Ihrer Antwort entnehmen kann, schließen Sie demnach eine Verjährung oder "Vergessenheit" bzw. Aufhebung wohl eher aus?

Danke für Ihre Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2014 | 20:35

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Ich will es so ausdrücken, ich halte es für wahrscheinlicher, dass der Polizeibeamte einen Fehler gemacht hat, als dass die Staatsanwaltschaft die Vollstreckung einer im Bundeszentralregister eingetragenen Verurteilung vollstreckt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

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