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Zwangsurlaub (2 Woche vorher bekannt gemacht!)


| 07.06.2017 15:09 |
Preis: 28,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite in einer Arztpraxis mit zwei Ärzten und neun Mitarbeiter. Ende des letzten Jahres (Okt./Nov. 2016) haben wir alle unseren Urlaubszettel/ Urlaubswünsche abgegeben. Alles ist genehmigt worden, zumindest ist nichts gegenteiliges gesagt worden. Meine 22 Urlaubstage sind auch vollständig verplant.

Thema:
Letzte Woche (Montag) habe ich von einer Kollegin erfahren, dass wir am Freitag ,in zwei Wochen, einen Urlaubstag nehmen müssen. Da die Praxis für einen Tag schließt und eine Klimanlage eingebaut/ installiert wird.
An der Pinnwand wurde eine Anwesenheitsliste hingehangen wo auch draufsteht, dass alle die am entsprechenden Freitag da sind, Urlaub nehmen müssen. Darauf hin sind meine Kolleginnen und ich letzte Woche Freitag zu unserer Chefin gegangen und wollte mit ihr ein klärendes Gespräch führen....!

Was sagt meine Chefin?
Sie kann auch nichts machen, da arbeiten wirklich an diesem Tag nicht geht. Auf die Frage hin, dass wir ja keinen "freien Urlaubstag" mehr haben bzw. das alles verplant ist, kam nur die Aussage wir sollen alle ein Tag von unseren verplanten Urlaub nehmen und diesen für den entsprechenden Freitag nehmen. ODER... Wir sollen einen zusätzlichen Tag arbeiten kommen (ich habe eine Vier-Tage-Woche/ 38 Std.), d.h. wir sollen ein Woche eine Fünf-Tage-Woche/ 47,45 Std machen .... Ich wollte in der entsprechenden Woche meinen freien Tag tauschen, sodass ich trotzdem eine Vier-Tage-Woche habe und es damit abgegolten ist. NEIN sie möchten einen Tag aussuchen wann wir das abgelten können... Und das wird sicherlich in einen der letzten drei Sommerferienwochen sein. Und die haben jetzt die frei Wahl.

Manche von meinen Kolleginnen betrifft das auch gar nicht, da die freitags frei haben (3 Kolleginnen).

Meine Frage/ Bitte:
Dürfen meine Chefinnen mir einfach ein Zwangsurlaub aufzwängen, obwohl davon nichts in meinem Vertrag drin steht (Unsere Praxis macht nie Betriebsferien, wir haben nur an den gesetzlichen Feiertagen zu). Ich meine ich bin bereit arbeiten zu kommen, an mir scheitert es nicht! Der Betrieb kann mir für den Tag keine Arbeit geben, ich bin bereit arbeiten zu kommen. Und es ist auch ungerecht, dass es nicht alle trifft, nur die die freitags arbeiten, habe ich dann "einfach Pech"?.

Und außerdem dürfen die so kurzfristig mir Bescheid geben bzw. wurde mir das ja nicht mal persönlich gesagt nur ein Zettel aufgehangen? Es muss doch eine Regelung geben! Ein Chef darf doch nicht alles!
Dann hätte man doch bei der Urlaubsplanung sagen müssen das ein Arbeitstag zu gemacht wird (Betriebsferien), aber das schon bei der Planung im letzten Jahr, oder?

Was sind mein Pflichten und Rechte auf den o.g. Fall? Über eine helfende Antwort würde ich mich freuen und wäre sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
07.06.2017 | 15:39

Antwort

von


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Sehr geehrte Mandantin,

Ihr "Bauchgefühl" in dieser Angelegenheit ist völlig korrekt: Die Anweisung Ihrer Vorgesetzten ist nicht korrekt.
Es handelt sich vorliegend um keinen Fall, in dem Ihnen ein Urlaubstag genommen werden kann, sondern eine Betriebsschließung, die Sie nicht verursacht haben und deren Folgen Sie dementsprechend auch nicht tragen müssen.

Entscheidend ist vielmehr genau das, was Sie sagen: Sie haben Ihre Arbeitsleistung für diesen Tag angeboten, Ihre Chefinnen weigern sich, diese Leistung anzunehmen und befinden sich damit rechtlich gesehen im so genannten Annahmeverzug.

Dabei spielt es übrigens keine Rolle, dass es mit den anstehenden Bauarbeiten möglicherweise sogar einen guten Grund für die Praxisschließung gibt. Der Tag ist "von oben angeordnet" und ein Abzug eines Urlaubstages hierfür wäre ganz klar rechtswidrig.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 08.06.2017 | 19:17


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"Es ist natürlich schwer schriftlich seine Sorgen und Belange mitzuteilen und diese verständlich rüberzubringen. Aber Rechtsanwältin Frau Fritsch hat alles konkret,
zügig und verständlich beantwortet. Ohne die Anwaltssprache die man als Laie nicht versteht.
Vielen Dank für die gute Falleinschätzung unter rechtlichen Aspekten. Das hat mir sehr weitergeholfen.
Man ist ja leider doch als Arbeitnehmer noch immer zu unwissend und da bin ich froh das Frau Fritsche mir sehr weitergeholfen hat.
Vielen lieben Dank. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.06.2017
5/5.0

Es ist natürlich schwer schriftlich seine Sorgen und Belange mitzuteilen und diese verständlich rüberzubringen. Aber Rechtsanwältin Frau Fritsch hat alles konkret,
zügig und verständlich beantwortet. Ohne die Anwaltssprache die man als Laie nicht versteht.
Vielen Dank für die gute Falleinschätzung unter rechtlichen Aspekten. Das hat mir sehr weitergeholfen.
Man ist ja leider doch als Arbeitnehmer noch immer zu unwissend und da bin ich froh das Frau Fritsche mir sehr weitergeholfen hat.
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