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Zuwendungsnießbrauch


15.09.2017 17:18 |
Preis: 40,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von



Ein Ehepaar kauft eine neu errichtete Eigentumswohnung (ETW) jeweils mit 50% Eigentümeranteil. Dann verschenkt es zeitnah diese ETW an die Tochter. Das Ehepaar behält sich einen Zuwendungsnießbrauch vor. Die Tochter bekommt einen Mietvertrag wie unter Dritten üblich, jedoch mit einem Mietzins von 70% unter der ortsüblichen Kaltmiete.

Frage:
Ist diese Konstruktion statthaft: Die Tochter ist faktische Eigentümerin der ETW und gleichzeitig Mieterin?
Eingrenzung vom Fragesteller
15.09.2017 | 17:35
15.09.2017 | 19:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Das ist eine zulässige und durchaus übliche Konstruktion. Die Tochter ist nicht nur faktische, sondern in jeder Hinsicht echte Eigentümerin. Knackpunkt ist, dass der Tochter aufgrund des Nießbrauchrechts kein Nutzungsrecht an der eigenen Wohnung zusteht, und sie deswegen das Nutzungsrecht mietet. Das ist gerade im Bereich der vorgezogenen Erbschaft zwischen Eltern und Kindern eine übliche Konstruktion. Es sollte aber im Schenkungsvertrag geklärt werden, wer für die Instandsetzungsarbeiten aufkommen muß. Aufgrund des Mietvertrages wären Sie das eigentlich, aber aufgrund des Nießbrauchverhältnisses landen diese Kosten und Pflichten wieder bei der Tochter. Im Schenkungsvertrag kann das aber abweichend geregelt werden.

Die Fallstricke lauern im steuerlichen Bereich. So können Sie beispielsweise die AfA nicht geltend machen, weil Ihnen die Wohnung nicht gehört. Auch kann es mitunter schwierig werden, die Instandhaltungskosten von der Steuer abzusetzen, da die Eigentümerin dafür verantwortlich ist (die aber kein Einkommen aus der Wohnung erzielt). Ich empfehle daher, einen Steuerberater zur umfassenden Prüfung einzuschalten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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