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Zur Impfung gezwungen?


| 20.12.2013 08:16 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Morgen,

ich habe von einer Mutter erfahren, die, wie ich auch, im Land Brandenburg wohnt und ihr Kind nicht impfen lassen wollte. Die Kinderärztin hat diese Information angeblich an das Jugendamt weitergeleitet. Das Jugendamt hat der Mutter daraufhin wohl gedroht ihr das Kind wegzunehmen, wenn sie die Impfungen nicht nachholt. Meine Frage: Kann diese Geschichte stimmen? Kann das Jugendamt in gewissen Bundesländern wirklich das Kindwegnehmen bei einer Impfverweigerung, obwohl es keine Impfflicht gibt? Und wenn ja, wie kann man sich davor schützen?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,


allein die Tatsache, dass eine Mutter ihr Kind nicht impfen lassen will, wäre kein gesetzlicher Grund, dieser Mutter das Kind "wegzunehmen".


Auch wird das Jugendamt so eine Anordnung, nur auf so einen "Grund" gestützt, nicht durchsetzen können.

Sollte es so eine Anordnung tatsächlich geben, sollte die Kindesmutter mit anwaltlicher Hilfe dagegen vorgehen; dazu kann sie ggfs. die Beratungshilfe in Anspruch nehmen - ich verweise auf

http://ra-bohle.blog.de/2013/05/31/beratungshilfe-16075410/



Entscheidend - auch für das Jugendamt - ist immer das Kindeswohl und für so eine Entscheidung müsste dieses Kindeswohl verletzt, bzw. zumindest ernsthaft gefährdet sein. Das wird bei einer unterlassenen Impfung sicherlich nicht vorliegen.


Sollte es also so eine Äußerung des Jugendamtens nachweisbar geben, sollte die Kindesmutter beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen und mit dem Berechtigungsschein sofort einen Rechtsanwalt beauftragen, beim Jugendamt entsprechend einzuwirken.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/
Bewertung des Fragestellers 20.12.2013 | 08:53


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