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Zugwinnausgleich


06.01.2005 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Meine Frau hat vor der Eheschliessung zwecks Existenzaufbau ein zinsloses Darlehn (D)in Höhe von DD,-- DM von ihrem Vater erhalten. Nach Eheschliessung tritt der Erbfall (E) ein und das Darlehn (D) wird entsprechend von ihren Miterben verrechnet (E-D = AE (ausgezahltes Erbe))

Die Rechnung ihrer Anwältin ist nun die folgende:

Da bei Eheschliessung kein Vermögen sondern nur das Darlehn D bestand, ist das Anfangsvermögen Null. Anschliessend wird das volle Erbe E zum Anfangsvermögen dazugezählt und ist somit nicht ausgleichspflichtig.

Da die Existenz im wesentlichen schon vor der Ehe gescheitert war, bin ich der Meinung, dass nur das verrechnete Erbe AE, also E-D als Anfangsvermögen gerechnet werden dürfte, da das volle Vermögen E zu keiner Zeit in der Ehe zur Verfügung stand.

06.01.2005 | 16:11

Antwort

von


299 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke für Ihre Anfrage und kann Folgendes mitteilen:

Zum Zeitpunkt der Eheschließung war der Erbfall noch nicht eingetreten. Es bestand lediglich ein besagtes Darlehen. Insofern ist anzunehmen, dass zu Beginn der Ehe kein Anfangsvermögen vorhanden gewesen ist. Der Erbfall trat nach der Eheschließung ein, wobei ja eine Verrechnung des Erbteils mit der Darlehensschuld erfolgte. Daraus ergibt sich, dass lediglich ein Zugewinn in Höhe der Differenz zwischen Erbteil und Darlehensschuld entstanden ist. Zugewinn ist nämlich nur das während der Ehezeit zugeflossene Vermögen. Im Rahmen des Zugewinnausgleichs ist eben diese Differenz ausschließlich zu berücksichtigen.

Ich hoffe Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Christian Kah
Rechtsanwalt

www.net-rechtsanwalt.de


ANTWORT VON

Naumburg

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