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Zugewinngemeinschaft oder Gütertrennung?


14.10.2004 17:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

Ich werde nächstes Jahr heiraten und habe Fragen bzgl. Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft. Die Situation ist so, dass ich einiges mit in die Ehe bringen werde, meine zukünftige Frau nicht. Ich verdiene ca. 1300 Euro netto mehr als meine zukünftige Frau. Ich habe kein grundsätzliches Problem mit einer Zugewinngemeinschaft, würde aber gerne ein paar Punkte ausschließen.

1. Lebensversicherung

Hier zahle ich bereits seit 20 Jahren ein, die Versicherung ist in 10 Jahren fällig. Gilt die Differenz des derzeitgen Rückkaufwerts zum Ablaufwert als Zugewinn? Kann ich dies vom Zugewinn ausschließen?

2. Aktiendepot

Ich gehe davon aus, dass ich den Verlust, welchen ich in der Vergangenheit gemacht habe, langfristig wieder ausgleichen kann. Da sich meine zukünfitge Frau an dem Verlust nicht beteiligt hat, würde ich zukünftige Gewinne gerne vom Zugewinn ausschließen. Geht das?

3. Bargeld / Eigentum

Ich habe einen größeren Betrag an Bargeld (> 100.000 Euro), mit dem ich eigentlich Eigentum erwerben möchte. Meine zukünftige Frau kann leider nichts beisteuern.
Nichtsdestotrotz müsste ich:
- Zinsen bezahlen (ca. 900 Euro pro Monat)
- Für eine spätere Abzahlung sparen.

Wie kann man so etwas im Sinne einer Zugewinngemeinschaft fair gestalten? Kann man z.B. das Eigentum und einen festen Betrag pro Monat (Sparen für Abzahlung) vom Zugewinn ausschließen? Was das Eigentum angeht, habe ich überhaupt eine andere Wahl als Gütertrennung?
Gibt es einen Unterschied, ob ich das Eigentum vor oder nach der Ehe erwerbe?

Vielen Dank im voraus.
14.10.2004 | 18:30

Antwort

von


4 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

vorab:
Eine Gütertrennung ist in Ihrem Fall die sicherste Lösung.

Hier stellt es sich so da, dass auf Grund Ihrer deutlich höheren Einnahmen während der Ehezeit auch ein deutlich höherer Zugewinn als bei Ihrer zukünftigen Ehefrau zu erwarten sein dürfte.

Dabei zählen zum Zugewinn alle während der Ehezeit eingetretenen Vermögensvermehrungen. Also bei Ihnen auch die Differenz zwischen Rückkaufswert bei Eheschließung und Ablaufwert Ihrer Lebensversicherung. Auch die ggf. eintretenden Gewinne im Aktiendepot - selbst wenn sich Ihre Ehefrau nicht an den Verlusten beteiligt hat - zählen dazu. Genauso die Zinsen auf bestehende Sparguthaben.

Diese Umstände führen im Falle einer Ehescheidung zwangsläufig zu einer Ausgleichspflicht gegenüber Ihrer Ehefrau.

Es besteht zwar die Möglichkeit, die einzelnen von Ihnen angesprochenen Punkte vom Zugewinn auszunehmen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein "wasserdichter" Ehevertrag, den Sie von einem Anwalt oder Notar (sollte beurkundet werden!) verfassen lassen sollten.

Fraglich ist jedoch, ob Ihre künftige Gattin einen solchen Ehevertrag unterschreiben wird, denn der Umfang und die Details der von Ihnen gewünschten Regelungen könnten u. U. abschrecken.

Im Falle einer Zugewinngemeinschaft sollten Sie Eigentum vor der Eheschließung erwerben, dann fällt es nämlich nicht unter den Zugewinn sodern ist Teil Ihres vor Beginn der Ehe bereits vorhandenen Vermögens.

Sollten Sie sich jedoch für eine Gütertrennung entscheiden, so wäre der Zeitpunkt eines Eigentumserwerbes irrelevant. Sie könnten dann von Ihrem Geld das Eigentum allein erwerben.

Selbstverständlich könnte sich Ihre künftige Ehefrau an einem Eigentumserwerb finanziell beteiligen - dies wäre jedoch zunächst zwischen Ihnen und anschließend im entsprechenden Kaufvertrag zu regeln.


Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.


Rüdiger Kuhn, Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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