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Zugewinnausgleich/ vorzeitige Kreditablösung


| 20.11.2014 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier



Guten Tag,

A. und B. haben 2007 als Ehepaar eine Immobilie erworben.
Beide stehen im Grundbuch.
Beide sind Kreditnehmer des Darlehens.
A. brachte 3/4 des Kaufpreises in die Ehe ein. B. hingegen nichts.

Von Anfang an hat A. sämtliche Kosten (inkl. Zinsen u. Tilgung des Darlehens, jährl. Sondertilgungen, etc.,pp.) in Bezug auf das Haus übernommen.

Nun steht ein Trennungsjahr mit dem Ziel der Scheidung an.

Aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag besteht jetzt die Möglichkeit, ohne Zahlung von Vorfälligkeit vorzeitig das Darlehen zu tilgen. Dabei ist das Darlehen vollständig innerhalb von 30 Tagen an die Bank zurück zu zahlen.
A. kann sich das dafür benötigte Bargeld zu jetzt bankenüblicher Verzinsung privat leihen, bzw. würde Rücklagen angreifen.

Frage: Ist es ratsam, zum jetzigen Zeitpunkt das Darlehen zurück zu zahlen, bzw. Sondertilgungen zu leisten, oder ist es -auch im Hinblick auf den später zu zahlenden Zugewinnausgleich- besser, gemeinsame Schulden so lange wie möglich stehen zu lassen?

Einsatz editiert am 20.11.2014 10:35:02

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es denkbar und rechtlich unproblematisch, solange der Scheidungsantrag noch nicht gestellt ist und damit der Stichtag für den Zugewinnausgleich noch fixiert ist, das gemeinsame Darlehen zu tilgen.

Ob dies ratsam ist, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, zumal der Ehegatte zustimmen muss.

Die Tilgung führt im Ergebnis jedenfalls dazu, dass sich das künftige Endvermögen beider Eheleute wegen des Wegfalls des Kredites erhöht. Soweit der dafür notwendige Tilgungsbetrag jedenfalls teilweise aus Ihrem Vermögen abgezweigt wird, stellt sich dies auf Ihrer Seite wertneutral dar. Sollte ein Kredit aufgenommen werden, schmälert sich Ihr Endvermögen wiederum um diesen Betrag.

Dies kann zu einer "Verschiebung" etwaigen Zugewinns führen, der aber wiederum durch die mit der Tilgung bewirkten Vermögensverschiebung kompensiert wird. Im Ergebnis erhöht oder sinkt ein ohne bereits bestehender Zugewinnausgleichsanspruch des einen oder anderen Ehegatten.

Insgesamt dürfte es allerdings ratsam sein, vor Tilgung des Darlehens, etwaige Zugewinnausgleichsansprüche einer Klärung und Berechnung zuzuführen, auch unter Berücksichtigung einer angedachten Auseinandersetzung gemeinsamen Vermögens/Eigentums (künftiges Schicksal des gemeinsamen Hauses.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2014 | 10:12

Guten Tag,
schönen Dank für die schnelle Antwort. Leider bin ich immer noch etwas ratlos. Zum Schicksal des Hauses: A. wird dort wohnen bleiben und weiterhin alle Kosten übernehmen. B. wird ausziehen, erwartet allerdings unter Berücksichtigung des jeweiligen Anfangsvermögens die Hälfte des zu berechnenden Zugewinnausgleiches. A.ist klar, daß er mit vollständiger Ablösung des Darlehens auch den Darlehensanteil von B. ablöst. Da A. aber ohnehin sämtliche Kosten das Haus betreffend übernimmt, könnte es doch dennoch "unter dem Strich" aus finanziellen Gründen vorteilhaft sein, das Darlehen ohne Vorfälligkeit abgelöst zu haben. Mache ich da einen gedanklichen Fehler?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2014 | 10:45

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage und die darin enthaltenen weiteren Informationen.

Da vorliegend offensichtlich ohnehin angedacht ist, dass A das Haus in Alleineigentum übernimmt, kann die angedachte Kreditablösung in der Tat die Vermögensauseinandersetzung erleichtern und damit sinnvoll sein, wenn hierdurch eine Vorfälligkeitsentschädigung vermieden und künftige Belastungen niedrig gehalten werden können.

Wie jedoch bereits in meiner ersten Antwort formuliert, führt dies nur zu einer Verschiebung der Vermögenslagen, die sich natürlich auf einen etwaigen Zugewinnausgleichsanspruch auswirkt, der aber bereits kompensiert ist.

"Unter dem Strich" liegt der finanzielle Vorteil in der Einsparung der Vorfälligkeitsentschädigung.
Da haben Sie sicherlich keinen gedanklichen Fehler.

Bewertung des Fragestellers 23.11.2014 | 08:18


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