Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.872 Fragen, 59.566 Anwaltsbewertungen
450.421
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 8 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zugewinnausgleich bei Immobilie


| 22.12.2004 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein konkreter Fall:

- 1992 Heirat. Kein Ehevertrag. 2 Kinder.

- Einzug in das Doppelhaus der Schwiegereltern.

- 1996 Schwiegereltern finanziell bankrott. Die verschuldete Immobilie an die Tochter (meine ExFrau), in Form einer Übertragung. (Umsetzung bei einem Notar).

- Nur ExFrau im Grundbuch eingetragen (Einsparung der Grunderwerbssteuer).

- Im Grundbuch waren vor Übergabe 2 Darlehen verzeichnet. Diese wurden von uns übernommen und darüber hinaus ein weiteres Darlehen abgeschlossen. Alle 3 sind im Grundbuch verankert.

- Zins und Tilgung wurde von unserem Gemeinschaftskonto bezahlt.

- Damaliger Verkehrswert lt. Bank ca. 230 tsd Euro.

- Damalige Finanzierungssumme ca. 215 tsd. Euro.


Stand der Dinge: Trennung, Scheidung eingereicht.

Da ich nicht im Grundbuch stehe, frage ich mich, ob Anspruch auf Zugewinn vom Haus besteht.
Fakt ist das die gegnerische Seite die Behauptung aufstellt, ich hätte den gesamten Zeitraum nur zur Miete gewohnt und hätte daher keinerlei Ansprüche.

Ist das rechtens?

Falls ja, wäre dann nicht der notarielle Vertrag "Übertragung" ein Verstoß gegen Gute Sitten? Denn ich stehe mit meinem Namen, für ein Objekt, wovon ich nichts habe! Ist eine Übertragung als Schenkung anzusehen bzw. handelt es sich dabei um ein einseitiges Rechtsgeschäft? Denn letzten Endes ist ja Geld geflossen und damit könne von einer Schenkung doch nicht die Rede sein.


falls Nein,
Hauswert – Schulden / 2 gleich möglicher Zugewinn ?

Mit freundlichen Grüßen


22.12.2004 | 16:59

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Damen und Herren,

der Zugewinn hängt nicht davon ab, ob Sie als Eigentümer eingetragen wurden oder nicht. Sie haben auch nicht Anspruch auf Zugewinn des Hauses, sondern - wenn überhaupt - nur auf die Hälfte der Differenz des Zugewinns.

Problematisch ist in der Tat, daß die Schulden von Ihrem gemeinsamen Konto gezahlt werden. Damit haben Sie natürlich während der Ehezeit das Haus mitfinanziert.

Der Zugewinn hängt aber nicht davon ab, wer welche Beträge gezahlt hat, sondern wie sich das Vermögen eines jeden Ehegatten in der Ehezeit verändert hat.

Zu Beginn hatte der Ehemann ein Vermögen (= Anfangsvermögen) und zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages auch (= Endvermögen). Hat das Haus in der Ehezeit den Verkehrswert gesteigert, dann ist dies nur ein Wert der den Zugewinn bestimmt. Da das Haus in das Eigentum des einem Ehegatten steht, wird ihm dieser Wert auch zugerechnet. Sie müßten aber zunächst den Verkehrswert zum Zeitpunkt Eheschließung und (!) zum Zeitpunkt (Scheidungs-) Antragsszustellung kennen.

Es müßte daher zunächst Auskunft über das gesamte Anfangs- und Endvermögen des anderen Ehegatten angefragt werden. Es müssen alle Vermögenswerte aufgelistet werden.

Dann kann erst geklärt werden, ob ein Anspruch besteht. In dieser Aufstellung müßte auch aufgeführt werden, wie hoch zum Zeitpunkt des Scheidungsantrages die Belastungen des Hauses noch waren. Sie sprechen nur vom damaligen Wert.

Ein andere Frage ist natürlich, wie Sie aus den Darlehensverträgen herauskommen. Denn eine Freistellung seitens Ihrer Frau wird Ihnen kaum etwas helfen, da die nur im Außenverhältnis gilt. Hier sollte ggf. ein Bürge seitens Ihrer Frau gestellt werden.

Daher besteht theoretisch schon ein Anspruch. Die Höhe kann erst nach Einholung der Auskünfte genannte werden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt




Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2004 | 20:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

und genau diese Antwort habe ich bereits erhalten. Vielleicht liege ich ja in meinen Ansichten ja falsch. Die Immobilie wurde erst während der Ehezeit meiner ExFrau zugeführt. Dennoch verhält es sich in diesem konkreten Fall so, das ohne ein Einverständnis meinerseits, die Bank die Darlehen nicht gewährt hätte. Eine Schenkung/Übertragung ist doch ein einseitiges Rechtsgeschäft. Jedoch ist dafür auf der anderen Seite Geld geflossen. Und das bedeutet doch letzten Endes, das hier ein Kauf stattgefunden hat. Unabhängig vom Notariellen Vertrag.

Einen möglichen Zugeinn durch einer eventuellen Wertsteigerung habe ich verstanden. Jedoch wird vermutlich in der heutigen Zeit kaum eine Steigerung zu verzeichnen sein. Wie beschrieben wurde das Haus mit damaligen Wert erworben. Der Kaufpreis betrug in diesem Fall nicht unbedingt den Wert der Immobilie.

Die Banken haben kein Interesse, mich aus den Verträgen zu entlassen. Einen Bürgen zu finden, dürfte wohl auch schwierig sein. Aber verstößt diese Situation dann nicht gegen die gute Sitte? Denn ich muß schließlich meinen Kopf hinhalten, als Darlehensnehmerm quasi für nichts.

Merkwürdige Rechtssprechung.

Alle anderen Vermögenswerte wurden bereits geklärt!
Wie kann ich denn jetzt in Erfahrung bringen, ob überhaupt ein Anspruch besteht?

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2004 | 21:34

Sehr geehrte Damen und Herren,

nein gegen die guten Sitten verstößt dies nicht. Sie hätten den Vertrag nicht schließen müssen.

Wenn die Immobilie erst während der Ehe auf Ihre Frau übertragen wurde, hängt es davon ab, was für ein Vertrag es war: wurde ihr das Objekt geschenkt, dann fällt es in das Anfangsvermögen, andernfalls in das Endvermögen.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort hilft insofern nicht weiter, da diese nicht ausreichend beantwortet wurde. Auf die Frage hin, ob es sich im Grunde um einen Kauf oder Schenkung handelte, bekam ich nur unzureichend Antwort. Eine Schenkung ist nunmal ein einseitiges Rechtsgeschäft und wenn von der anderen Seite etwas zurück kam, in meinem Fall Geld, kann doch nicht von einer Schenkung ausgegangen werden. Schade, wieder keine Antwort !

mfg"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Klaus Wille »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
1/5.0

Die Antwort hilft insofern nicht weiter, da diese nicht ausreichend beantwortet wurde. Auf die Frage hin, ob es sich im Grunde um einen Kauf oder Schenkung handelte, bekam ich nur unzureichend Antwort. Eine Schenkung ist nunmal ein einseitiges Rechtsgeschäft und wenn von der anderen Seite etwas zurück kam, in meinem Fall Geld, kann doch nicht von einer Schenkung ausgegangen werden. Schade, wieder keine Antwort !

mfg


ANTWORT VON

Köln

162 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Fachanwalt Familienrecht, Kindschaftsrecht, Familienrecht