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Zugewinn Kosten Immobilienerwerb


25.09.2017 08:02 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Schilderung des Falls erfolgt beispielhaft:
Zum Stichtag der Trennung hatte mein Mann ein Barvermögen von 150 Euro.
Während des Trennungsjahrs kauft mein Mann eine Immobilie für 500 Euro. Diese wird finanziert mit einem Kredit über 450 Euro und 50 Euro Eigenkapital aus dem Barvermögen. Die Nebenkosten des Erwerbs (Maklergebühr, Notarkosten, Grunderwerbssteuer) betragen 50 Euro. Hierdurch verringert sich das Barvermögen meines Mannes auf 50 Euro.

Zum Stichtag der Scheidung gibt mein Mann sein Vermögen folgendermassen an:
Immobilie Wert 500 Euro - 450 Euro Kreditverbindlichkeiten = 50 Euro
Plus verbleibende 50 Euro Barvermögen.
Also insgesamt 100 Euro.

In der Berechnung des Zugewinns meines Mannes ergibt sich hierdurch eine Verringerung seines Vermögens zwischen Stichtag der Trennung (150 Euro) und Stichtag der Scheidung um 50 Euro auf 100 Euro.
Ist ein solches Vorgehen korrekt für die Berechnung des Zugewinnausgleichs oder kann ich eine andere Aufstellung und die Berücksichtigung der von meinem Mann geleisteten Zahlungen für den Erwerb der Immobilie in der Berechnung des Zugewinns fordern? Gibt es hier andere Ansätze zur Berechnung?
Kann mein Mann mit solchen Transaktionen sein Vermögen und den Zugewinn reduzieren, ohne dass der Verbrauch seines Vermögens für den Erwerb der Immobilien in die Berechnung des Zugewinns mit einbezogen wird?
Werden solche Aufwendungen, wie ein signifikanter Betrag für die Nebenkosten für den Erwerb einer Immobilie, als "Verbrauch" des Vermögens während des Trennungsjahrs angesehen?

Bereits vielen Dank für Ihre Antwort
25.09.2017 | 09:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Änderungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Zunächst ein Hinweis: Stichtag für die Ermittlung des Endvermögens ist nicht die Trennung, sondern der Zugang des Scheidungsantrages.

Vermindert sich das Vermögen also zwischen Trennung (meist der Auszug) und Zustellung des Scheidungsantrages so ist diese Veränderung beim Zugewinn zu berücksichtigen. Also müssen all Ihre Fragen leider dahin gehend beantwortet werden, dass durch die Investition Ihres Mannes (vorausgesetzt sie wurde im genannten Zeitraum getätigt) sein Vermögen entsprechend gemindert wurde und er insoweit nicht mehr Ausgleichspflichtig ist.
Etwas anderes kann gelten wenn die Investition nur in der Absicht getätigt wurde Sie zu benachteiligen. Dies wird sehr schwer nachzuweisen sein.

Ich gehe davon aus, dass Sie bislang anwaltlich nicht vertreten sind. Ich rate Ihnen, diese Vermögensminderung in der Auseinandersetzung zur Sprache zu bringen aber nicht weiter auf einer Klärung zu bestehen. In der Realität werden die Zahlen nicht so einfach zu ermitteln sein wie in dem gegebenen Beispiel, wenn es also darum geht "die Zahlen glatt zu ziehen", können Sie nochmal auf die Investition mit Benachteiligungsabsicht zu sprechen kommen. Vielleicht ist das Interesse der Gegenseite dann durchaus gegeben um Ihnen in einem Vergleich entgegen zu kommen.
Sollten Sie Hilfe brauchen und eine anwaltliche Vertretung wünschen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2017 | 20:28

Leider besteht die Gegenseite auf der Position, dass der Verbleib des Vermögens lückenlos dargestellt sei, die Investition ca 4 Wochen vor Einreichung der Scheidung demnach keinerlei Zweifel offen lasse und die Zahlung der Erwerbsnebenkosten eben das Vermögen meines Mannes entsprechend reduziert habe.

Es handelt sich ja nicht um einen Verlust, z.B. durch Kursschwankungen eines Aktienportfolios. Mein Problem ist, dass in der Rechnung für den Betrag der Erwerbsnebenkosten kein Gegenwert für einen wertbehafteten Gegenstand aufgeführt ist, wie z.B. beim Erwerb eines Autos oder die Immobilie selbst. Wenn ich Sie richtig verstehe, kann ich hier lediglich auf ein Entgegenkommen der Gegenseite hoffen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2017 | 20:44

Sehr geehrter Fragesteller,

leider kann ich Ihnen hier keine für Sie bessere Nachrichten geben. Es sind eben auch Kosten die gerade durch die Trennung entstehen. Wie gesagt, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit sich auf die Benachteiligungsabsicht zu berufen. Dafür müsste Ihr Noch-Ehemann die Immobilie erkennbar in der Absicht gekauft haben, durch die beim Erwerb entstehenden Nebenkosten sein Vermögen zu schmälern (ein Indiz wäre der sofortige Weiterverkauf). Selbst dann wären aber die Erfolgsaussichten gering.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
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