Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.421
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zufahrt unser Grundstück 3m daneben 3m Zufahrt zu ungenutztem Grundstück in 2. Reihe


24.07.2017 08:34 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Wir haben vor 5 Jahren ein rechteckiges Grundstück mit altem Haus (der Gemeinde gehörig) auf einem Dorf bei Lieberose/Brandenburg gekauft.
Die Grundstücksmaße Straßenseite sind ca. 25 m x Grundstücks"tiefe" ca. 30m.
Die 3m breite Zufahrt befindet sich rechts vom Haus (von der Giebelseite gemessen).

Daneben befindet sich die 3m breite Zufahrt(entlang der 30m Seitengrenze)
zum hinter uns in 2. Reihe gelegenen, unbebauten und verwahrlosten Grundstück.
Die Zufahrt des unbewohnten Hauses (jetzt unserem) war über diese 6m breiten jeweils 3+3m messenden Weg mit einem zerbrochenem Tor(immer offen an Betonpfeilern) "gesichert". Eine Pforte gab es nicht, da in dem alten Haus in 4 kleinen Wohnungen(je ca. 35m²) alleinstehende, bedürftige Personen lebten, die nichts zu sichern hatten und auch oft nicht in der Lage waren eine ggf. vorhandene Tür zu schließen ...
Den schiefen Betonpfeiler mit den zerbrochenen Tor-resten auf unserem Grundstück hatten wir ausgegraben und entsorgt.Der rechte Pfosten auf der dem Nachbarn gehörenden 3m Zufahrt mit dem demolierten Tor haben wir stehengelassen.
Nun haben wir das Gespräch mit dem Besitzer/Nachbarn gesucht und für die verwilderte 400m² Brache 3.500€ geboten.
Das entscheidende Gespräch wird seit ca. 2 Jahren immer wieder verschoben. Das Grundstück wurde vor der Privatinsolvenz des ehem. Eigentümers 1997 über Zwischenbesitz eines treuhänderischen Anwalts der als Strohmann wirkte, vor 3 Jahren an die Tochter überschrieben .
Hier wird das Gespräch und eine Rückinformation immer wieder mit irgendwelchen Gründen "aufgeschoben", so dass wir zu weiterer Bettelei keine Lust mehr haben.
Auch Fragen zu einem alternativen Tor (natürlich mit Schlüssel für den Nachbarn) über die 3+3m Zufahrt werden nicht beantwortet.
In 2. Reihe darf sowieso nicht gebaut werden und als zusätzlicher Garten für uns mit totem brandenburger Sandboden und 1,5m hohem Unkraut sind u.E. 3,5t€ angemessen.
Der Besitzer war seit 5 Jahren nicht mehr auf seinem Grundstück.
Ein Wegerecht für den N über unsere 3m Zufahrt ist im Grundbuch nicht eingetragen.
Ganz hinten rechts am Ende auf unserem Grundstück befindet sich der ehemalige Abwasserbehälter(stehend Zylindrisch) mit 6m Durchmesser(steht 0,3m über GOK raus) was die Zufahrtsbreite sowieso auf 3m eingrenzt.

Auf der anderen Seite des Hauses hätten wir 4,5m Platz um die Einfahrt dort zu führen.
Wir wollen dringend das Grundstück einzäunen, da wir oft Schuhspuren finden, die ums Haus führen und zeigen, dass unbefugte Personen in die Fenster sehen. Auf der Vorderseite ist ein Zaun aus Betonelementen, den wir auch ersetzen wollen, was aber nur bei einer Gesamtlösung Sinn bringt.
Meine Frage:
Kann ich auf der rechten Seite(Zufahrt) entlang unser 3m einen Zaun ohne Zustimmung des N bauen ?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Soweit hier wie Sie sagen kein vertragliches oder eingetragenes Wegerecht vorliegt, was Ihr Grundstück insoweit belasten würde, sind Sie nach dem brandenburgischen Nachbarrechtsgesetz https://bravors.brandenburg.de/de/gesetze-212898#4
mithin sogar in der Pflicht (so ich Sie richtig hinsichtlich der Örtlichkeitsbeschreibung verstanden habe) für eine ortsübliche Einfriedung zu sorgen.
!!!Vorab sollten Sie jedoch überdies sicher sein, dass es sich bei den 3(+3) Metern mal Grundstückstiefe tatsächlich um IHR Grundstück handelt. Dies können Sie über eine Einsicht in das entsprechende Kataster leicht erreichen oder haben bereits die entsprechenden Katasterpläne von dem Kauf vor 5 Jahren noch vorliegen.
Nicht dass es sich bei der „Einfahrt" mit dem doch sehr breiten Tor gar nicht um Ihr Grundstück handelt. (nur so ein Gedanke)

So es sich zweifelsfrei um einen Teil Ihres Grundstücks handelt, sind Sie nach § 28 Satz 1 Nr. 1 BbgNRG mitunter sogar in der Pflicht. Hiernach hat jeder Grundstückseigentümer an der Grenze zum rechten Nachbargrundstück einzufrieden, wenn die Grundstücke unmittelbar nebeneinander an derselben Straße liegen.

Nach § 32 Abs. 1 BbgNRG hat die Einfriedung grundsätzlich der ortüblichen zu entsprechen.

Aufgrund Ihrer mitunter bestehenden Verpflichtung zur Einfriedung, bedarf es insoweit keiner Zustimmung (vorherig) bzw. Genehmigung (nachträglich) durch den rechten Nachbarn.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59201 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in kürzester Zeit zufriedenstellend beantwortet. Eine Nachfrage meinerseits wurde ebenfalls schnell und in mir verständlicher Sprache ausschöpfend beantwortet. Ich habe als Nichtjurist den Eindruck dass man ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die klare, schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz pregnant auf den Punkt. So soll es sein. ...
FRAGESTELLER