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Zu schnell gefahren unter emotionalen Einfluss


08.12.2014 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich wurde am 05.12.2014 mit ca 80km/h zu viel geblitzt. Es geschah auf der Autobahn also außerhalb geschlossener Ortschaft wo nur 120 km/h erlaubt waren.

Mein vergehen wird normalerweise mit 600 + 2 Punkte in Flensburg + 3 Monate Fahrverbot geahndet.
Ich leide derzeit unter einer mittelgradigen depressiven Episode und meine REHA beginnt am 10.12.2014.

Da ich schon seid April in Behandlung bin (Arbeitsunfähig) und auch keine Gefährdung im Straßenverkehr darstelle und auch zwischenzeitlich sehr Vorsichtig und Verantwortungsbewusst fahre, habe ich meinen Führerschein behalten dürfen.

Am besagten 5.12.2014 überkamen mir aber meine Emotionen das erste mal während der Autofahrt und hab dabei die Begrenzung von 120 km/h übersehen.

Ich muss zugeben das ich zu keiner Zeit den Verkehr negativ beeinträchtigt habe und sogar erschrocken bin und den nächsten Parkplatz aufgesucht habe als ich geblitzt wurde.
Auf dem Parkplatz bin ich dann richtig in tränen ausgebrochen da mir bewusst wurde das ich geradewegs auf ein Fahrverbot zugesteuert bin.


Meine Fragen:
Kann ich aufgrund meiner Erkrankung von einer Strafmilderung absehen?
Wie soll ich vorgehen? Was wird mich noch erwarten?

Ein Fahrverbot wäre für mich und meinem Therapieverlauf ein harter schlag den ich muss 34km fahren damit ich überhaupt meine Therapie wahrnehmen kann und so auf ein neues Leben hinarbeiten kann, damit ich wieder für den Alltag bereit bin.
Mit meinen 23 Jahren ist mir ein erfolgreicher Verlauf aber sehr sehr wichtig.

Ich hoffe wirklich sehr das Sie mir weiterhelfen können damit ich schon mal mit einen Anhaltspunkt in die REHA fahren kann.

Ich danke schon vielmals für eine Antwort die mir auch mehr als 30€ wert sind aber leider bin ich auch durch meine Krankheit in ein großes Schuldendloch gefallen bin.
08.12.2014 | 14:39

Antwort

von


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80336 München

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten darf:

Zunächst ist zutreffend, dass Sie bei einer Geschicklichkeitsüberschreitung von 80 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften mit einem Bußgeld in Höhe von 600 €, zwei Punkten im Fahreignungsregister sowie einem einmonatigen Fahrverbot zu rechnen haben.

Möglicherweise kann angesichts Ihrer finanziellen Situation die Höhe des Bußgelds reduziert werden.

Aufgrund der Höhe der festgestellten Überschreitung der Geschwindigkeit und der Tatsache, dass es sich hier um ein sogenanntes Regelfahrverbot handelt, ist nicht mit einem Wegfall des Fahrverbots zu rechnen. Etwas anderes ergibt sich auch nicht im Hinblick auf Ihre Erkrankung.

Gleichwohl stellt sich vorliegend die Frage, ob Sie als Fahrer auf dem Messfoto erkennbar sind und ob die Messung Ihrer Geschwindigkeit ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Diesbezüglich ist die Geschicklichkeitsmessung zu überprüfen. Hierfür ist die Akteneinsicht in die Bußgeldakte nötig.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2014 | 14:45

Hallo und vielen dank für ihre aussagekräftige Antwort!
Ab wann soll ich mich frühstens mit einem Anwalt in Verbindung?
Ich habe zwar ADAC Plus Mitgliedschaft aber da ist denk ich mal nur die Auslands- Verkehrsrechtsschutz einbezogen.
Mit welchen Kosten müsste ich ohne Versicherung rechnen?

Ich danke ihnen nochmals vielmals!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2014 | 15:53

Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ob und inwiefern die Verteidigung in dem Bußgeldverfahren wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung von Ihrer Rechtsschutzversicherung gedeckt ist, kann ich nicht einschätzen. Ich empfehle Ihnen diesbezüglich, bei Ihrer Rechtschutzversicherung nachzufragen.

Die Kosten meiner Inanspruchnahme würde ich nach den Rahmengebühren des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes abrechnen. Sollten Sie hier nähere Informationen benötigen, bitte ich höflich um Mitteilung per Mail.

Im Hinblick auf die Höhe der gegenständlichen Überschreitung der Geschwindigkeit empfehle ich Ihnen die Beauftragung eines Rechtsanwalts nach Zugang des Anhörungsbogens.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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